Nicht das, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, sondern das, wie du deine Aufmerksamkeit auf etwas richtest, bringt ....

Donnerstag, den 27. Juli 2006

»Dem Problem gegenüberstehen«

Der Aktionsplan zur Veränderung Unserer Welt erfordert ein derart großes Niveau an Mut, ein derart hohes Niveau an Klarheit, ein derart tiefes Sich-Verschreiben, und ein derart starkes Niveau an Aktivismus, dass nur eine Handvoll Menschen in der Lage sein werden, diesbezüglich in eine Führerschaft einzutreten. Doch jene Menschen könnten unsere gegenwärtige Realität für immer verwandeln.

Mut ist das erste in der Liste, weil Mut das erste ist, was gebraucht wird. Dies hat folgenden Grund – die Menschen hätten etwas zu tun, was sie nicht tun wollen und was sie nicht gerne tun. Sie hätten etwas genau anzusehen, anstatt von ihm wegzusehen. Die meisten Menschen würden lieber wegschauen, wenn etwas auf sie zukommt, was sie beängstigt oder ihnen missfällt, was sie schockt oder was sie aus ihrer Malaise herausschüttelt, und was ihnen gewahr macht, was wirklich vor sich geht. Um den Aktionsplan umzusetzen, müssen die Menschen mit sich darin einig sein, dass die Welt in diesem Augenblick ein Sich-Ändern braucht; dass wir an diesem Tag einem globalen Problem gigantischen Ausmaßes gegenüberstehen, und dass wir uns, sollte sich nicht bald etwas ändern, bald in eine Ecke zurückversetzen und darüber befinden werden, es gebe keinen Weg mehr heraus.

Dies ist für viele Mitglieder der Gemeinde des Neuen Denkens schwer zu begrüßen, weil es in dieser Gemeinschaft eine Vorstellung gibt, dass man seine Aufmerksamkeit nie auf einen negativen Aspekt oder einen negativen Umstand des Lebens richten sollte, aus Angst davor, diesen zu vervielfältigen.

„Wie du deine Aufmerksamkeit auf das Leben richtest, das bestimmt dasjenige, wie du es erfährst.“

Das ist das Mantra. Und nebenbei gesagt, das Mantra ist korrekt.

Was?

Ja, das Mantra ist korrekt.

Aber ich dachte, du hast gerade gesagt ….???

Das tat ich. Ich sagte, wir müssen wahrnehmen, dass gegenwärtig ein ernsthaftes Problem auf unserem Planeten existiert. Ein sehr ernstes Problem. Eine Herausforderung von so riesigem Ausmaß, dass, sollten wir ihr nicht begegnen, unsere gesamte Lebensart auf diesem Planeten für immer verloren sein könnte.

Aber … aber … stellt das nicht „die Aufmerksamkeit“ auf etwas „richten“ dar? Macht nicht eben dies das Problem noch größer?

Ja, es IST „die Aufmerksamkeit“ auf etwas „richten“, und dabei ist auch nichts Falsches.

Aber ich dachte, das Mantra sei: „Wie du deine Aufmerksamkeit auf das Leben richtest, das bestimmt darüber, wie du es erfährst.“

Das ist richtig, und ich liebe dieses Mantra. Ich stimme mit ihm überein. Ich nutze es selbst. Ich lehre es, um Himmels willen. Ich bin gewiss, dass so das Universum funktioniert. Was freilich oft missverstanden wird bei dieser Formel, ist, dass nicht Dasjenige, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, sondern Dasjenige, wie du deine Aufmerksamkeit auf etwas richtest, das Resultat hervorbringt.

Lass mich das wiederholen, sodass es kristallklar wird.

Nicht das, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, sondern das, wie du deine Aufmerksamkeit auf etwas richtest, bringt das Resultat hervor.

Falls du auf etwas angsterfüllt deine Aufmerksamkeit richtest, so wirst du die eine Art an Resultat hervorbringen. Falls du auf etwas liebevoll deine Aufmerksamkeit richtest, so wirst du ein recht anderes Ergebnis hervorbringen.

Es ist der Typus an Energie, den du aussendest, der vervielfältigt wird. Alle Meister wissen das. Deswegen haben Meister keine Bedenken, sich ein Problem geradewegs anzuschauen, und sie schauen nicht daran vorbei und geben nicht vor, es sei nicht da.

Der Meister Jesus verstand dies vollkommen. Er ging die Straßen entlang und zeigte immer auf die Probleme. Er heilte nicht die Kranken und weckte nicht die Toten auf, indem er vorgab, es sei niemand krank, und es sei niemand tot. Er löste das Problem nicht, indem er über es redete. Er löste das Problem, indem er spezifisch über es redete, und indem er dann eine verblüffende Lösung bot. Er sah die Probleme, die er miterlebte, in einer gänzlich andersartigen Weise. Er sah alle menschlichen Probleme als ein grundlegendes und schlichtes Fehlverstehen. Die Menschen verstanden einfach nicht Wer und Was sie sind, wie auch nicht die Kontrolle, die sie über ihr eigenes Leben hatten. Und damit rannten sie in Probleme.

Jesus sah die Probleme, in die sie rannten, als bloße Illusionen, als unreal. Aber er konnte diese Illusionen nicht beschreiben, er konnte den Menschen nicht dabei behilflich sein, sie zu verstehen, während und indem sie sie sich nicht anschauten. Ganz im Gegenteil, er schaute sie sich direkt an, und beschrieb sie vollständig.

Allerdings schaute er sich die Probleme, denen sich die Menschen gegenüberfanden, – und die Menschen selbst – mit Liebe an, nicht mit Angst. Dies war die Energie, mit der er die Welt umarmte, die die Welt derart erstaunlich beeinflusste.

Nun also sage ich von neuem, im Blick auf die gegenwärtig zuhandenen Probleme, im Blick auf die Herausforderungen, denen sich das Gesamt der Menschheit jetzt gegenübersieht, dass wir dieser Tage einem Globalen Problem gigantischen Ausmaßes gegenüberstehen, und, dass wir, sollte sich nicht bald etwas ändern, uns in eine Ecke zurückversetzen und darüber befinden werden, es gebe keinen Ausweg mehr.

Jetzt ist das wahr. Es macht keinen Sinn, vorzugeben, es sei nicht wahr, auch macht es keinen Sinn, es zu ignorieren. Lasst uns stattdessen es direkt anschauen! ‚Gespräche mit Gott’ sagt:

„Dem du dich widersetzt, das bleibt bestehen. Was du dir anschaust, das verschwindet. Das heißt, es hört damit auf, seine illusionäre Form zu haben.“

Während du mit den Augen der Liebe, nicht der Angst, direkt etwas anschaust, siehst du es als die Illusion, die es ist. Es ist, als würdest du ein Zauberstück von backstage her sehen. Du siehst, wie die Illusion geschaffen wird, und du kaufst dich deswegen für keinen Moment in die Illusion ein. Aber du bringst die Illusion nicht zum Verschwinden, indem du sie dir nicht anschaust. Vielmehr bringst du die Illusion zum Verschwinden, indem du sie dir in anderer Weise anschaust.

Nun schaust du die Illusionen des Lebens mit Liebe, und nicht mit Angst, an. Und diese Liebe und dieses Mitempfinden wandeln alles. Zunächst wandelt es alles inwendig in dir. Dann wandelt es alles in der Welt um dich herum. Bald wandelt es die Welt als Gesamtes.

Wir stehen einem ernsthaften Problem auf diesem Planeten gegenüber. Eines, das, sollten wir uns ihm nicht zuwenden und sollte es nicht gelöst werden, zu Konsequenzen führen könnte, nach denen es niemandem von uns verlangt. Die Lösung besteht nicht darin, es zu versäumen, sich dem Problem zuzuwenden, sondern darin, sich ihm in neuer Weise zuzuwenden. Wenden wir uns dem Problem mit Liebe und nicht mit Angst zu, so werden wir den Zustand von seiner Quelle her heilen.

Dies ist die präzise Formel, die die Angelegenheiten im Mittleren Osten zur Zeit lösen könnte. Gegenwärtig machen wir den Versuch, das Problem vermittels Angst zu lösen. Mithin versuchen wir, das Problem zu beenden, indem wir dieselbe Energie einsetzen, mit der es begann. Wir verschlimmern diese Vorgehensweise, indem wir den Versuch unternehmen, der Gewalt vermittels dessen ein Ende zu machen, dass wir mehr Gewalt einsetzen. Und wir versagen darin gänzlich, den Widerspruch zu sehen.

Der 'Aktionsplan zur Veränderung Unserer Welt' dreht all dies herum, er ersetzt die Angst durch Liebe, Gewalt durch Mitempfinden, Verwunden durch Heilen. Es braucht Mut, einen solchen Plan sich zueigen zu machen, weil alles in unserem rationalen Geist meint, dass er nicht funktionieren wird. Wir müssen außerhalb unseres Verstandes sein, um uns einen solchen Plan zueigen zu machen. Und die Menschen werden uns genau das sagen. Deswegen sprach ich davon, nur sehr wenige Menschen werden dazu fähig sein, rund um diesen Plan wahre Führerschaft darzubieten.