Untereinander erörternswert?

 

»Minderung der Auswirkungen fortwährender Verlautbarungen und Gedanken vermittels wünschendem Denken?«

 

Fortwährend ergangene Verlautbarungen und Erklärungen,

solche Erklärungen, abgegeben von einem Gutteil der Menschheit,

manifestieren sich.

 

Derartige Verlautbarungen und Erklärungen werden gegenwärtig im Nahen Osten vor einer versammelten Weltöffentlichkeit rundum sichtbar. Sichtbar, dass sie über Jahrzehnte, wenn nicht gar über Jahrhunderte abgegeben wurden. Dort auch ist es der Fall – sie manifestieren sich immer wieder in Feindseligkeiten, Tötungen und Kriegshandlungen.

 

Sind sie einmal zur Manifestierung gelangt, so sind sie nur noch selten, recht beschwerlich durch einen Einzelnen, oder durch eine Gruppe aus ihrer manifestierten Form oder aus ihren Bahnen, im Zuge zu sein, sich zu manifestieren, zu entrücken. Dies besagt allgemein-menschliche Erfahrung, als auch GmG.

 

Diese ihre Art von festerer Beharrlichkeit ist der mehrmalige Ausgangspunkt von ND Walsch in den letzten Monaten, sich Jener seiner Leser und fernerer Kreise des sog. Neuen Denkens anzunehmen, die dort unentwegt wünschendes Denken, Affirmationen, Visualisierungen, gemeinsames Meditieren zu gemeinsamen Zeiten, etc. als alleiniges wirksames Mittel der Umwandlung ins Spiel bringen, und persistent ausschließlich Vorschläge dafür vortragen. Zumeist dann, wenn ND Walsch zur Aufforderung an Alle rundum durchsteigt, ZUDEM politisch tätig und äußernd zu werden.

 

Mal begegnet ND Walsch Jenen, indem er ihnen gegenüber bekräftigt, auch er stehe für diese Vorgehensweise; bloß, man müsse und könne es nicht allein dabei bewenden lassen; die Handlung im öffentlichen, politischen Rahmen gehöre hinzugefügt. Ein anderes Mal (zuletzt Blog-Eintrag vom 1.7.06) gesellt er sich der Auffassung zu, „die Auswirkungen derartiger fortwährender Verlautbarungen [könnten] nicht durch wünschendes Denken gemindert oder geheilt werden“.

 

Ich geselle mich eher den in den obigen ersten drei Absätzen gegebenen Einschätzungen zu.

 

Bereits manifestierte Gegebenheiten, oder: sich in einem laufenden Fluss gleichartiger Manifestierungen befindliche Gegebenheiten sind kaum und selten aus ihren manifestierten Formen oder aus ihren im Begriff des Sich-Manifestierens stehenden Formen zu entrücken. Hier müssen andere ‚Maßnahmen’ her – sagen wir es mal vorläufig so und landläufig so.

 

Es ist Fakt, dass sich ND Walsch einer guten Anzahl derart handelns-verzögernd sich äußernder Menschen in seinem Umkreis gegenübersieht. Sie und deren Positionen fordern ihn heraus, ja, sie heben auch seine Erregung an. Mit anderen Worten, Jemand erhält nicht jene Art von Publikum und Zuspruch, die ihm in seinem Geiste vorstellig ist. Daraus entwickelt sich im Moment in den Gemeinschaften um ND Walsch eine eigene Dynamik. Desgleichen in dem Gemüt ND Walschs. Sie zu unterstützen, ist eine gesonderte Aktivität.

 

Wenden wir uns an dieser Stelle zuvorderst der Blauäugigkeit unter so vielen Freunden des Neuen Denkens zu, die nun seit geraumer Zeit die Botschaften verbreiten, es gelte einfach mehr zu meditieren, „wenn es mal wieder irgendwo in der Welt brennt“, dann würde, eine genügende Anzahl von Meditierenden vorausgesetzt, der Schwung dieser Ereignisse umgekehrt werden können.

 

Hier ist von einem Energie-Transfer die Rede. Energien von hier nach dort verbringen. Dies geht davon aus, dass es irgendwo weniger Energie gebe als anderswo. Dies ist aber nicht der Fall. Gibt es irgendwo mehr Energie an Bewusstheit als anderswo? Ja, das ist der Fall. Kann diese höhere Bewusstheit von hier nach da transportiert werden? Nein. Wäre das der Fall (und es wurde jahrtausendelang versucht und war und ist noch Spezialität verschiedenartiger Gemeinschaften von heutzutage, die sich darin befleißigen, diesen Bewusstheits-Energie-Transfer und ihre Lehrmethoden des Bewerkstelligens des Transfers zu re-aktivieren), so käme es zu einem Überstülpen auf der Seite des Vis-à-vis.

 

Worum es geht, ist nicht ein Energie-Transfer. Es geht um Ermächtigen der Eigen-Energie je vor Ort. Und dies geschieht via Bildung, Bildung, Bildung. Und auf dem Gefilde der Bildung: unter Einsatz unserer weltweit umspannenden Medien. Jene sind ein Schlüsselpunkt.

 

Wir können sagen … Diejenigen, die sich dieser Medien nachlässig, vernachlässigend, bezogen auf den Botschafteninhalt einfältig, unkonzentrierend, fantasielos, defokussierend, passager, nur zu gewissen Stoßzeiten, ruckweise, usw. bedienen, haben den Stand der Dinge inwendig in den Botschaften nicht bis ins Mark vernommen … Diejenigen, die sich dieser Medien etwa gar nicht bedienen mögen (etwa aus „modernitätskritischen“, medienkritischen, gesundheitlichen Erwägungen heraus), bewähren sich in Ängsten, verdichten sich in ihnen und bestärken die breiten Avenuen der Ängste auf dieser Erde ….

 

Jene, zusammengenommen, sind allemal womöglich Wegweiser, die unsere Selbstmissbilligungen aufzudecken und uns aufzuwecken in der Lage sind.

 

Die zentrale Aufgabe, auf die sich allerhand Mittel fokussieren mögen, darunter auch diejenigen der Meditation, darunter die (das Ergebnis bereits als existent anerkennende!) Affirmation, das Visualisieren, das Gebet, das Dienen, die körperlichen Übungen, das Ritual, etc., besteht in dem Ausbringen der Botschaften. Besteht in dem WIE des ‚Irgendwie müssen wir einen Weg finden, um das menschliche Herz wieder zu öffnen’.

 

"Die äußere Erscheinung, die äußere Manifestation - sie mögen vielleicht gar nicht geändert werden, aber deine innere Erfahrung von ihnen kann und wird fürimmer geändert werden, einfach aus deiner Entscheidung über sie heraus."

'Freundschaft mit Gott'
Neale Donald Walsch
[im engl. Buch S.320]

 

Das WIE, wie also das menschliche Herz wieder geöffnet werden kann, besteht darin, einen anderen Blick auf Dasjenige zu werfen, was wir als verschlossene Herzen bezeichnen und wohl auch des öfteren erleben. [Was nicht meint, Meditation, Gebet, politische Aktion und Beteiligung, kurzfristige und unterbringbare Veränderungen der Angebote im Bildungswesen, etc. seien überflüssig, von unterschlagbar geringer Wirkung oder ersetzbar.]

 

Kurz gesagt ... verschlossene Herzen können bei anderer eingenommener Perspektive auf sie auch anders wahrgenommen, anders erfahren werden, und aus ihnen heraus können auch andere Wahrheiten, die die für uns gültige Wahrheiten darstellen, gewonnen werden, aus denen heraus wir dann, falls wir zum Handeln schreiten, handeln; die uns dann auch andere Worte eingeben über und zu den sogenannten Herzensverschlossenen.

 

[ThB 2.8.06 + 9.1.07]