Zw. Juni und Sept. '06 - Beiträge mit Daniel, Johannes und Irma

ÜBERSICHT

A. Anfrage von Daniel vom 6.8.06 betr. "Was treibt den/die Betreiber?"

B. E-Mail von Johannes vom 15.8.06 betr.: "Ein Dank-Gebet ist an wen gerichtet?" - Fragen und Antworten dazu v. 18.8.06, 21.8.06, 23.8.06, 28.8.06

C. E-Mail von Johannes vom 24.8.06 betr.: "WOLLEN und WILLENSKRAFT, ERWARTEN und BEKOMMEN" - Antwort vom 30.8.06

D. Briefverkehr mit Irma über Wahrheit- / Unwahrheit-Sagen im Zusammenhang mit Irma's früherem betrügerischen Verhalten - 9/06

....

[... Siehe ferner Fragen und Antworten unter dem Menüpunkt: "Was kann ich tun, was können wir TUN?" >> "Fragen / Antworten zu den drei organisierenden Betätigungsfeldern" ...]


 

A.

9.8.06

Lieber Theophil,

 

[....]

Ich habe einige Fragen, weil ich mich gerne aktiv einbringen möchte.
1) Wie bist du zu den "Gesprächen mit Gott" gekommen?
2) Was war der Anlass dazu, dass du diese Web-Seite erstellt hast?
3) Arbeitest du hauptberuflich daran oder in Freizeit und unentgeltlich?
4) Ist deine Arbeit eine Eigeninitiative oder mit wem arbeitest du zusammen?
Ich habe noch ganz viele andere Fragen. Vielleicht kannst du mir diese ja erstmal beantworten.
Ich möchte mich gerne auf irgendeine Art engagieren, bin aber nicht sicher wie.
Vielleicht kannst du Licht in mein diesbezügliches Dunkel bringen.
Herzlichen Dank
Daniel
- - -
Lieber Daniel,
wir beide haben eines gemeinsam - wenigstens - : wir kennen die Bücher ND Walsch's. Dort ist auf berückende Weise ein ganzer Lebenslauf vor uns, und in wohlweislicher Begründung ist dies bewerkstelligt worden, ausgerollt, damit wir am Beispiel eines nach und nach bekannter werdenden Boten und Lehrers erkennen können, wie herrlich und fein die Maschen des Netzes gestrickt sind, die uns Staffel für Staffel zu unserer höchsten Wahrheit führen. Exemplifiziert an einer einzelnen Biographie - herausgestellt vor Millionen. Zum Zwecke, dass Millionen an Lesern an diesem Leben und durch dieses Leben und in diesem Leben ND Walsch's Licht in ihr je eigenes Leben zu bringen vermögen. Um dann unser je eigenes Leben wieder eben zu diesem Zwecke zu demonstrieren. So verläuft die Umwandlung kollektiven Bewusstseins.
Somit, lieber Daniel, habe bitte Verständnis, dass ich meine Spezifika etwas kurz halte. Ich möchte sicherstellen, dass dessen Biographie, der uns alle zunächst einmal in Berührung zueinander gebracht hat, zur Kenntnis genommen, und dass daraus das wahrlich Notwendige geschöpft wurde.
1)
Die letzte Episode meiner Historie, dass ich zu den GmG-Büchern kam, ist Folgende .... Ich sitze im Jahr 1998 auf dem Sofa bei einer Familienfeier im elterlichen Hause. Eine kleine Gesprächspause entsteht. Die Freundin meiner Schwester - sie war früher meine nachbarliche Spielkameradin; ich bin jetzt 58 Jahre alt - geht in die Pause hinein und verkündet in gehobenem Ton: "Wisst Ihr, dass ein Buch mit dem Titel 'Gespräche mit Gott' erschienen ist?! Ich hab das gelesen, das ist sehr interessant." Keiner meiner Geschwister und kein anderer Besucher geht darauf ein. Als ich dieses merkliche Desinteresse und abschwenkende Vernachlässigen hatte verstreichen lassen, sagte ich unverzüglich: "Darauf habe ich lange gewartet. Hast Du das da?" - "Ja, draußen im Auto." - "Was kostet das?" - "20 DM. Möchtest Du es gleich haben? Ich verkauf es Dir." Ich greife in meine Hemdentasche und sehe, da sind sie, die 20 DM, reiche sie ihr rüber. Und ab dann las ich immer mehr in den Büchern.
2)
Wie der Name "GmG-Materialien" sagt, wollte ich
den laufenden
und den fernerhin eintreffenden,
den auch von Anderen als von ND Walsch ausgesprochenen,
den im Verkehr mit ND Walsch durch Andere in Erscheinung tretenden
Wahrheiten einen dauerhaften Platz verschaffen, der von so viel wie möglich Menschen angegangen und in Rede und Antwort begriffen werden kann.
Ich habe gesehen, dass nicht bloß unter Jenen von uns, die diese Bücher nicht zur Hand genommen haben, auch unter Jenen von uns, die sie im Besitz und gelesen haben, "Bildung, Bildung, Bildung" das Zentrale ist.
Diese Webseite ist auch eine Vorgänger-Seite und Vorbereitungs-Seite für die Webseite "... schulederneuenspiritualitaet.de", die wir in Planung haben.
3)
Wenn Du unter hauptberuflich verstehst, dass ich aus der Arbeit an der Webseite ein Auskommen oder überhaupt Geldmittel minderen Ausmaßes erhalte, so lautet die Antwort Nein.

Ich bin Unfallrentner und arbeite in der freien Zeit für das Verbreiten der Botschaften der Neuen Spiritualität.

 

4)

 

Ich bin Mitglied des Humanity's Team und von TheGroupOf1000. Uwe Baxmann und Norbert Sondag sind die besonders für das Technische der Webseite zuständigen Mitarbeiter. Weitere sind: Thomas Küppers und Joachim Blum.

Eigeninitiativ zu sein und Mitglied einer Gruppe zu sein, schließen sich nicht aus. Im jungen Zustand von Gruppierungen, die weitgehend Neuland zu betreten haben, vielleicht auch, ohne dass sie sich zunächst dessen gewahr sind, war nicht zu erwarten und war es auch nicht der Fall, dass es zu einem gemeinsamen Beschluss kam, sich im deutschen Sprachraum derjenigen Aufgaben in etwa (oder einiger von ihnen) anzunehmen, die in dem Vierergespann 'CwG Foundation', 'Humanity's Team', 'The School of New Spirituality' und 'The Group Of 1000' die 'CwG Foundation' innehat.

Auch hatte ich mich im Sommer 2001 aus eigenem Antrieb aufgemacht, regelmäßig die Bulletin-Übersetzungen zu tätigen. Damals gab es noch kein 'Humanity's Team'. Es gab einen E-Mail-Verteiler-Kreis, betrieben von Andreas B. Müller aus Zürich, in Anlehnung an die ersten GmG-Studien- und Lesekreise im deutschen Sprachraum und im Umkreis von www.gespraechemitgott.org, wo es sich anbot, die - anfangs für mich selbst getätigten - Übersetzungen einzuspeisen.

 

Meine Gewissheit, dass ich in der Unterweisung tätig sein möchte, und dass die Unterweisung ein höheres Gewicht einzunehmen hat, als sie bislang eingeräumt erhält in den diversen Gruppierungen im deutschen Sprachraum - en gros gesprochen -, trafen zeitlich zusammen mit der unter Freuden aufgenommenen Entscheidung Neale's, weltweit Schulen der Neuen Spiritualität zu gründen und zu einem Gründungsgeschehen dafür aufzurufen.

 

 

Lieber Daniel, ich bin gewiss, dass Du sowohl in Deinem geführten Leben, wie auch, was dasselbe ist, in dem Leben und den Arbeiten, in den Schriften und in den Gesprächen, die ND Walsch führte, dasjenige auffinden wirst, was Deine Fragen zu immer feineren, tieferen und rührenderen Fragen führen wird.

 

Es ist Alles da und Alles dafür da, um uns Antworten zu erteilen. Die meinige hier ist eine unter Vielen - etwas, was uns erstmal wie ein verschlüsseltes Geheimnis erscheint. Allerdings ist dieses Etwas Inhalt unserer Bücher .... und damit bereitstehendes Anzuwendendes in unserem Leben.

 

Es war mir ein Gewinn, Deine Anfrage zu beantworten. Dankeschön.

Sei herzlich gegrüßt,

Theophil

 





B.

 

[15.8.06]
Guten Tag Theophil,

habe gestern auf der Website "Tufunzane" zum ersten Mal gebrowst und Deine Email gesehen und dachte, einfach so, Dir diese Frage zu stellen.

Wenn Neale betet:
"Danke Gott, dafür, dass du mir hilfst zu verstehen, dass dieses Problem bereits für mich gelöst ist", zu welchem Gott/Göttin oder welcher Quellen-Energie (Source-Energy) betet er da?

Ich bin mit der gesamten GmG-Literatur gut vertraut, die ich natürlich überaus wertschätze.

Betet er zu sich selbst, zu seinem Gesamt-Ich, Supra-Bewusstsein?

Worauf genau ist seine Aufmerksamkeit ausgerichtet? Auf Alles Was Ist?
Tendiert diese Art zu beten mehr ins Abstrakte, Universale hin, in die Welt der Unbegrenzten Energien oder sieht er Gott als etwas subjektiv-persönliches?

Hat Neale einmal direkt dazu Stellung genommen?

Im Bulletin 97 sagt Neale: "Wer Ich Bin ist der Immer Währende Gott ..."

Haben wir es hier mal wieder mit einer Dichotomie zu tun?

Danke für Deinen Beitrag,

Johannes

PS: Oh, und zu wem hat Jesus gebetet? Sah er sich immer als Sohn an, der zu Gott dem "Vater" betet – obwohl eins im wahrsten Sinne?

- - - -

16.8.06

Lieber Johannes,

Danke, dass Du Dich zu Anderen wendest, um einige Fragen zu klären. Das ist nicht selbstverständlich. Kaum einem kann entgehen, wieviele Menschen Fragen haben, und wieviele Menschen die Fragen für sich behalten.

Ich würde mich freuen, wenn wir unter „Tufunzane“ auch unseren hiesigen Frage-Antwort-Briefverkehr einstellen könnten. Du hast Dich an „Tufunzane“ gewandt, und diese Webseite möchte ja gerade voreinander, untereinander und miteinander die Dinge klären, die unklar sind.

Lass mich Deine beiden letzten Fragen zuerst hernehmen.
Das Neue Testament spricht in den Überlieferungsteilen der Lehre Jesu an vielen Stellen die Selbst-Auskunft aus: „Ich und der Vater sind eins.“ Heute, am 16.8.2006 11:05, gebe ich die Selbst-Auskunft aus: „Ich und der Vater sind eins.“ Nichts anderes wollte Jesus der Menschheit übermitteln. Du und der Vater sind eins.
Das Empfinden und der Fakt, unter Fortexistenz aller Verschiedenartigkeit Eins zu sein, schließen nicht aus, Bitten an das Gegenüber vortragen zu können oder zu mögen. Bitten in dem einen oder Bitten in dem anderen entstehen unter anderem aus dem Fakt der Unterschiedlichkeit.

Ob wir es mit einer Dichotomie zu tun haben?, fragst Du. Schaunwermal.

 

Nun zum Eigentlichen Deiner E-Mail. Du gebrauchst für ein und dasselbe verschiedene Wörter: Gott, Source-Energy, Gesamt-Ich, Supra-Bewusstsein, Alles Was Ist, Unbegrenzte Energie, das Immer-Währende.

Kein Wunder – möchte ich sagen. Wir leben im 21. Jahrhundert, und nicht mehr abgeschlossen in Regionaleinheiten, die kaum übereinander Bescheid wissen und Bescheid wissen können. Viele dieser Wörter für das Göttliche entstammen ehemals abgeschottet untereinander lebenden Groß-Bezirken. Heute kommen sie zusammen … und daraus erwachsen Fragen. Mehr Fragen, als so manch einer zu beantworten in der Lage ist bzw. gewillt ist, sie sich zuzulassen und sich mit ihnen ausführlich zu befassen.

 

 

Lass mich im Folgenden Abstand halten von den vorgenannten Wörtern; und den Vorschlag des Lebens in GmG aufnehmen und das Wort „Leben“ an deren Stelle setzen.

Also … „Danke, Leben, dass du mir hilfst zu verstehen, dass dieses Problem (X, M, O) bereits für mich gelöst ist.“ Dann wird es doch klarer: Ich, Theophil, ein Teil des Lebens, betet zu dem Leben als Ganzem ein Dankgebet. Du, Leben, bist mir behilflich. Du, Leben, hast mich auch in den Zustand des Bloß-Teilverstehens gebracht. Du, Leben, in deiner Gesamtheit, hast mich, Theophil, in großer Weisheit und Liebe ausgesondert als Theophil, und nun befinde ich mich im Fluss des Lebens. Und wende das, was Du, liebes Leben, in Deiner Gesamtheit bist, auf mich als einem Teil von Dir an. Und: Auch dies ist Teil des Lebens; sagen wir mal, ein etwas fortgeschrittener Teil des Lebens. Du, Leben, fühlst Dich angesprochen als Ganzes, wenn ich als Teil des Lebens aus mir heraus trete und eine Äußerung des Lebens namens Dankgebet eingehe. Du, Leben, sehnst Dich nach meinen Äußerungen. Und aus dieser Deiner Sehnsucht heraus bietest Du mir alles dar, um mich zu immer größeren Äußerungen aus meiner Teilhaftigkeit heraus zu ermächtigen (ich als Teil nenne das „Deine Hilfe“). Bis ich dann einmal mein Wachstum so weit habe gedeihen lassen können, dass ich als ein nunmehr das Ganze erfahren habendes Ganzes voll und ganz mein Inneres ins Äußere überführt habe.

Was an dem Leben als Ganzes, mithin also: was an dem Leben als die Summe aller seiner Teile und als noch mehr als die Summe seiner Teile, sollte daran nicht Leben sein?!

Sollte das Immer-Währende, und das zugleich Immer-Wechselnde, nicht Leben sein?

Sollte das Abstrakt-Universale-Nichtpersönliche und das zugleich Persönlichste des Persönlichen (etwa unsere Liebe zwischen Frau und Mann, zwischen Kindern und Eltern, also, zwischen - dem Möglichsten nach - Gleichen und zugleich - dem Möglichsten nach - Unterschiedlichen) nicht Leben sein?

Sollte die unterbewusste, überbewusste und bewusste Bewusstheit, und zugleich die Suprabewusstheit (also alle Bewusstheiten integriert habende und darüber noch hinausgehende Bewusstheit) nicht Leben sein?

Sollte das Alles Was Ist, und zugleich das Alles Was (notwendigerweise) ‚Alles Was Ist’ Nicht Ist nicht Leben sein?

 

All dies, und noch manch Anderes mehr, was in unterschiedlichen Kulturen, Regionen, Religionen, Mystiken, Seelen und Seelenverbänden, etc. als eine Draufsicht auf das Göttliche erkannt wurde, ist das Göttliche. Und noch mehr, darüberhinausgehend. All dies ist das Leben in seinem höchsten und beseligendsten Ausdrucke. Das Beseligendste für das Leben ist das Leben selbst im Zustande, Leben zu werden. Wirft es einen Blick auf sich selbst, so hüpft es vor Freude, kullert es vor Lachen, spielt es wie verrückt mit dem Kinde des Lebens. Und das sind wir - - - oder besser gesagt: DA sind wir, DA kommen wir ins Spiel: Kinder des Lebens, im Spiel mit dem Leben, zur sich selbst überhöhenden Glückseligkeit und zur zu größerem und größerem Überschäumen kommenden Glückseligkeit des Lebens über und an sich selbst. Jede Sekunde unseres Lebens ist dem Leben eine Freude.

Ja, gar, jede Sekunde unseres Lebens, wo wir gegebenenfalls in einem Zustande leben, dass wir uns dieser Freude an uns nicht gewahr sind, ist dem Leben eine Freude.

So gehe nun hin, lieber Johannes, und nimm die Perspektive ein, Freude zu sein. Wie es uns GmG so schlicht und berückend darlegt ….: Perspektive einnehmen …. dann werden sich folgende Ergebnisse einspielen …. Du wirst Freude wahrnehmen - - Du wirst dann Erfahrungen der Freude machen - - Du wirst dann eine neue Wahrheit erfassen, die Wahrheit der Freude.

- - -

Lieber Johannes, ist Dir aufgefallen, dass Deine Fragen Was-Fragen sind? An was (oder wen) gerichtet betet Jesus? An was richtet sich Neale in dem besagten Gebet?
Gebet ist ein Aufmerksamkeit-Ausrichten, wie Du es klar heraus sagst und richtig umschreibst.
Bei
... hier ...
findest Du in einem Text von Neale unter dem bezeichnenden Titel „Nicht das, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, sondern das, wie du deine Aufmerksamkeit auf etwas richtest, bringt das Resultat hervor“
Einschneidendes zum Lesen und zum Dich Informieren dazu.

- - -

Du fragst: „Betet er [Neale] zu sich selbst, zu seinem Gesamt-Ich, Supra-Bewusstsein? . . . Hat Neale einmal direkt dazu Stellung genommen?“ - Ich erinnere mich vage. Eine ähnliche Frage wurde mal in einem Bulletin gestellt. Ich erinnere mich einer Antwort … er sei innerhalb des Gott-Paradigmas (und nicht innerhalb des Energie-Paradigmas) großgeworden, und bitte darum, ihn innerhalb dieser Sprachbegriffe bei seinen schriftlichen und mündlichen Einlassungen fortfahren zu lassen. Andere würden es anders aussagen. - - GmG in seinem längeren, sich entspinnenden Fortschreiten macht Neale als Person immer wieder - und immer von neuen Kontexten her - darauf aufmerksam, dass Neale’s Frage „Woher kommen diese von mir niedergeschriebenen Worte? Kommen sie von dir, Gott, oder kommen sie ‚bloß’ von mir, Neale?“ der Theologie der Trennung entstamme. „Kannst du dir immer noch nicht vorstellen, dass ich und du eins sind? Dass also deine Frage keinen Sinn macht?“ Lieber Johannes, geh in diese mancherlei Textstellen in unterschiedlichen Kontexten der Gesprächsinhalte von neuem hinein; sie werden Einiges klären.

- - -

Zum Beschluss möchte ich gerne einen anderen Zugang zu der Angelegenheit einnehmen ….

Wie sähe dasjenige Wesen in seinem allerhöchsten Sinne aus, das mir stets und immerfort, anstrengungslos und kostenfrei darin behilflich ist, mir Einsicht darüber zu verschaffen, dass all meine Fragen und Wünsche bereits gelöst sind? Ja: Wie sieht dieses Wesen aus?

Bloß wie ein Gesamt-Ich, oder wie ein Ich, wie ich es mir unter einem Ich vorstelle? Wie ein Supra-Bewusstsein, oder wie ein quirliges Gemisch aus Unter-, Über- und Bewusster Bewusstheit? Wie ein vergangenheits- und zukunftsloses Immer-Während, oder wie … usw.? Man kann hier all die Wörter, die Du in Deiner E-Mail für das Göttliche anwandtest und übermitteltest, einsetzen und es damit im obigen Sinne fortspinnen.
Kurzum … die Antwort: weder das Eine noch bloß das Andere. Das Alles ist immer Das Alles Davon. Oder auch nicht.

 

Wie wär’s, wenn wir begännen damit, in bewusster Wahl mal das Alles, dann mal das Alles Davon zu wählen, und dann mal …. Oder etwa stets Beides zusammen ….

Viel Freude damit, lieber Freund,

in Liebe

Theophil

 


17.8.06

 

Ehrenwerter Theophil,

 

grossen Dank für Deine positive Antwort.

 

Bin zwei Mal Deine Ideen (auf die Schnelle) durchgegangen und habe sofort gespürt, dass ich es mit einem echten tiefsinnigen Menschen zu tun habe. (Nur eine Beobachtung meinerseits.)

 

Werde mir in Heiterer Gelassenheit den Text zu Gemüte führen und Dir auf dieses "rare Juwel" antworten.

 

Ich bin augenblicklich auf Reise.

 

Toll Theophil, wirklich toll Dein Tiefgang.

Johannes

 

PS: Wir sind alle gleichzeitig eins und doch verschieden. ABER Verschiedenheit bedeutet NICHT Trennung. Ich lebe natürlich in dieser Seins-Schwingung. Mehr und mehr!

 

 


 

19.8.06

Lieber Theophil,

 

das sind meine ersten Eindrücke bezüglich Deiner Antwort.

Ich halte mich kurz und beabsichtige meine Ideen von der funktionstauglichen Perspektive einzubringen.

 

Du sagst zu Beginn: "Das Empfinden und der Fakt, unter Fortexistenz aller Verschiedenartigkeit Eins zu sein, schließen nicht aus, Bitten an das Gegenüber vortragen zu können oder zu mögen."

 

Eine Bitte, Absicht oder Gebet sind ein Wunsch, der wiederum ein Gedanke. In diesem Sinne bitten oder wünschen wir ohne Unterlass, da jeder Gedanke eine Schwingungs-Sendung und somit schöpferisch ist und vom gesamten Universum kontinuierlich erhört, akzeptiert und beantwortet wird – ausnahmslos. Das Universum (persönlich/unpersönlich) antwortet aber nur auf meinen Input. Ich bin die Quelle.

 

Du schreibst:

"Also … „Danke, Leben, dass du mir hilfst zu verstehen, dass dieses Problem (X, M, O) bereits für mich gelöst ist."

 

Wenn ich mir vorstelle, dass ETWAS mir hilft, dann erschaffe (wähle) ich es genau so. In anderen Worten: das Universum hilft mir auf die Weise, wie ich mir selbst helfe. Ich aber muss den ersten Impuls geben, weil ja das Universum unbedingt meinem Willen (alle Bewussteinsebenen inbegriffen) folgt. Somit ist es essentiell WIE ich etwas wahrnehme, oder?

 

Was nie so recht in mein System ging ist das Wort "PROBLEM" in diesem Zusammenhang (ist nur meine Beobachtung und keine Kritik). Warum überhaupt etwas als ein Problem wahrnehmen? Jeder Moment ist doch ein Wunder, manchmal vielleicht ein wenig verhüllt?

 

Klar, die Idee mit dem Wort Leben ist einleuchtend und universell anwendbar.

 

"Ich, Theophil, ein Teil des Lebens, betet zu dem Leben als Ganzem ein Dankgebet."

 

Wie schon gesagt, alles Beten ist Denken, ein energetisches Aussenden. Das Universum versteht ja kein Deutsch, Englisch oder Spanisch oder Beten, Wünschen oder Bitten, wohl aber unsere Schwingung (Vibe), das heißt, den Frequenzbereich, in der sie vibriert.

Wenn Beten aus einem Seinsbereich der Dankbezeugung kommt (wo wir sehr positiv eingestellt sind), dann ist unsere Eigenschwingung äußerst Glück verheißend, da kein Gegenwillen eingeschaltet ist, sondern nur Wertschätzung – die wirkkräftigste Einstellung überhaupt. Kommentar?

 

Weiter heißt es:

"Du, Leben, fühlst Dich angesprochen als Ganzes,"

und "Du, Leben, sehnst Dich nach meinen Äußerungen."

 

Frage: Hat das Leben derartige (persönliche) Präferenzen?

Bitte eine Erläuterung.

 

"dass ich als ein nunmehr das Ganze erfahren habendes Ganzes voll und ganz mein Inneres ins Äußere überführt habe."

 

Soll das zum Beispiel heißen:

Ich, Theophil, ein Teil des Lebens, habe die Power sowohl qualitativ als auch QUANTITATIV das Ganze voll und ganz, also ungekürzt ins Äußere zu überführen – in meiner gegenwärtigen Individuation?

Kann der Sonnenstrahl der Sonne gleichkommen bzw. sie in seiner totalen Pracht und Macht voll und ganz ins Äußere überführen? Hingt dieses Beispiel? Bin gespannt auf Deine Antwort!

 

Es ist ja so, dass alles Denken, auch das gegenwärtige, ein Erinnern, eine Erinnerung ist. Wenn daher ein Wesen sich etwas vorstellen kann, dann ist es ja schon präsent. Die Frage ist, wer schwingt auf dieser Ebene, oder?

 

"Jede Sekunde unseres Lebens ist dem Leben eine Freude." und

"Ja, gar, jede Sekunde unseres Lebens, wo wir gegebenenfalls in einem Zustande leben, dass wir uns dieser Freude an uns nicht gewahr sind, ist dem Leben eine Freude."

 

Frage: Ist das die Schwingungs-Ebene des übergeordneten, körperlosen BEOBACHTERS hinter dem Beobachter, hinter dem Beobachter – ad infinitum? Frage: Besteht die Möglichkeit, dass die transzendente Ebene des BEOBACHTERS, Aktivität und Spiel DIREKT auf der immateriellen Ebene beinhaltet, oder ist das unmöglich und kann NUR in den Welten der Relativität genossen werden? Das mag vielleicht jetzt die Sichtweise vieler sein (im Sinne, was der Verstand denkt, dass er es wisse), aufgrund des derzeitigen Entwicklungsstandes, aber die Möglichkeiten sind doch unbegrenzt, sowohl im Mikro- als auch im Makrokosmischen, oder? So unbegrenzt, dass hinter Millionen von Beobachtern sich neue und noch nie da gewesene BEOBACHTER hervortun können – wahrlich unbegrenzt, jenseits aller relativen Vorstellungen; z. B. eine Multi-Liebes-Dimension, wo beispielsweise jeder Schritt ein Tanz und jeder Klang ein Lied ist. Wie Shakespeare schon äußerte, "warum nicht?"

Schlussendlich offenbart sich LEBEN genau so für uns, wie wir es sehen, imaginieren. Kommentar?

 

"...nimm die Perspektive ein, Freude zu sein."

 

Wie ist Deine Vorstellung? Ich bin stets offen für neue, positive Kraft gebende Impulse, Theophil? Die würden jedermann begeistern!

 

"Das Beseligendste für das Leben ist das Leben selbst im Zustande, Leben zu werden." und "Wirft es einen Blick auf sich selbst, so hüpft es vor Freude, kullert es vor Lachen, spielt es wie verrückt mit dem Kinde des Lebens."

 

LEBEN entwickelt sich entsprechend unseren Absichten. Wir entscheiden. Wir erfinden alles und wir ermächtigen uns, oder?

Ist Leben, wie Du es wahrnimmst, vorprogrammiert? Bitte eine Erläuterung.

 

Nochmals großen Dank.

Und ja, ich hatte viel Freude mit Deiner Antwort und meiner (kurzen) Stellungnahme dazu gehabt.

Werde weiterhin diese diamantene Ideen auf mich wirken lassen. Haben etwas ganz Besonderes an sich.

 

Eine herzliche Umarmung,

 

Johannes

 


21.8.06

Lieber Johannes,

ich bin sehr froh, dass Du die funktionstaugliche Perspektive einnehmen möchtest. Denn ... ich kann die allerfeinste Symphonie der ersten Jahre des 21. Jahrhunderts im Sinn haben - - ich kann mit den besten Koryphäen der Nutzung der Wellen- und Strömungskräfte der Ozeane für den menschlichen Energiegebrauch in Verbindung stehen - - ich kann mit den spirituell am weitesten vorgedrungenen Verständnissen ausgestattet sein zu dem Zeitpunkt, während ich vor einem verhungernden Kind stehe - - all diese Situationen, in denen etwas vom Inwendigen ins Äußere bestrebt ist zu wandeln, haben eins gemein: "Der Glaube ohne das Handeln ist soviel nutz, als gäbe es ihn gar nicht."

Lasst uns dies bei unseren weiteren Einlassungen bedenken .... Bei jedem Satz, bei jedem Gedanken, bei jeder Veröffentlichung ....

Ich meine, unsere biographischen Leben laufen allerorts auf diesen Punkt zu ... Was ist dasjenige, was ich hier (von dem Inwendigen ins Auswendige) auf die Erde bringe, sodass es nützlich, brauchbar und für jeden zugänglich ist, und, selbstverständlich: anhaltend?

- - -

Es ist nicht wenig an Themen, was Du in unseren E-Mail-Verkehr einbringst. Angesichts dessen möchte ich Dir sehr ans Herz legen, die GmG-Bücherreihe immer wieder von neuem zu lesen. Es handelt sich um nichts weniger als um die Umgestaltung der Erde. Dabei geht es also 'um Einiges'. Die Dinge bei diesem beabsichtigten Geschehen "müssen sitzen". Es geht um die "Seelen-Physik-Lehrbücher zur Neu-Umgestaltung der Welt". Ich glaube nicht, dass an den wissenschaftlich-praktischen Schaltzentralen der heutigen Forschungswelt für neue Energieumwandlungssysteme Wissenschaftler lange Platz finden, bei denen nicht die Kenntnisse der Gesetze der Energieumwandlung restlos angeeignet sind. Dies zu ermitteln funktioniert dort vermittels gegenseitiger Beobachtung und Ergebniskontrolle innerhalb der 'scientific community' in jahrelangen Untereinander-Erörterungen der ernsthaften Art - genannt "Studium".

Kommen wir zu den Antworten, oder: besser gesagt: Kommen wir in den Fluss der Unterhaltung zurück, in einen Fluss, in dem Fragen und Antworten nicht das wesentliche Darstellungsmittel, nur eines unter vielen, darstellen ... so ist es mir lieber.

Zu:

" Du (Th.) schreibst:
" Also … 'Danke, Leben, dass du mir hilfst zu verstehen, dass dieses Problem (X, M, O) bereits für mich gelöst ist.' "

Wenn ich mir vorstelle, dass ETWAS mir hilft, dann erschaffe (wähle) ich es genau so. In anderen Worten: das Universum hilft mir auf die Weise, wie ich mir selbst helfe. Ich aber muss den ersten Impuls geben, weil ja das Universum unbedingt meinem Willen (alle Bewussteinsebenen inbegriffen) folgt. Somit ist es essentiell WIE ich etwas wahrnehme, oder? "

Ja, in der Tat. Das WIE, das Wie, wie ich etwas wahrnehme (das ist eine andere Umschreibung für 'Perspektive einnehmen'), veranlasst das Universum dazu, mir mit einem DEMENTSPRECHENDEN Etwas aufzuwarten.
Ja. Der Impulsgeber ist Du.
Ja. WIE ich mir selbst helfe, auf die DEMENTSPRECHENDE Weise hilft das Universum mir.

- - -

Zu:

Du, Johannes, hast geschrieben: " Was nie so recht in mein System ging, ist das Wort "PROBLEM" in diesem Zusammenhang (ist nur meine Beobachtung und keine Kritik). Warum überhaupt etwas als ein Problem wahrnehmen? Jeder Moment ist doch ein Wunder, manchmal vielleicht ein wenig verhüllt? "

Abgesehen davon, dass wir unter dem Wort 'Problem' Verschiedenes verstanden haben könnten, was unseren E-Mail-Verkehr erstmal dazu brächte, uns darum zu kümmern ....

Ich glaube nicht, dass Du oder jemand sonst auf der Erde oder sonstwo etwas dagegen hat, oder etwas dagegen aufzubringen in der Lage ist, dass ich eine Perspektive in meinem Leben einnehme, die dazu führt, alleine Wunder zu sehen. Wie herrlich, wenn ich nach dorthin unterwegs bin - - nur zu.

Sowohl auf dem Weg dorthin als auch am Endpunkte mag es mir unterkommen, nein: ist es gewiss, dass es mir unterkommt, dass mein Kind auf der befahrenen Autostraße beseligt und glücklich spielt. Wird der Kindesvater nun alleine in der Wahrnehmung, dies sei ein Wunder des Lebens, verbleiben, oder, wird er seiner glückseligsten Wahrnehmung, welch ein Wunder allenthalben zu verzeichnen sei, eine Handlung hinzufügen, wird er "in die Handlung gehen"? Die Antwort liegt auf der Hand.

Durch die Handlung wird Das Was Ist in das Seien verbracht. Wir haben da drei Stufen ...

Mit anderen Worten ... Um so glückseliger ich bin, um so weniger bin ich mit dem unmittelbar zum Handeln Angeregten verbunden - - dies ist ein falscher Funktionszusammenhang; ein unter Menschen des Neuen Denkens und des New Age häufig anzutreffender Fehlfunktionszusammenhang. Der richtige ist .... Um so glückseliger ich bin, um so mehr strebe ich danach, mich mit dem unmittelbar zum Handeln Angelegten in Verbindung zu bringen. Kurz gesagt ... Der/die Seligste ist der/die stets Helfende, Dienstbare, Sich-Nützlich-Machende, Zutunliche, Beispringende.

Je mehr solchartige Menschen vom Erdkörper getragen werden und ihn bevölkern, umso weniger wird geredet, um so weniger wird auch über 'spirituelle' Angelegenheiten geredet werden. Menschen, die viel reden, gehören zumeist nicht zu den auf Hilfestellungen Geeichten.

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Du schreibst:

"Wenn Beten aus einem Seinsbereich der Dankbezeugung kommt (wo wir sehr positiv eingestellt sind), dann ist unsere Eigenschwingung äußerst Glück verheißend, da kein Gegenwillen eingeschaltet ist, sondern nur Wertschätzung – die wirkkräftigste Einstellung überhaupt. Kommentar?"

Kein Kommentar, lieber Freund.

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Du schreibst, und zitierst erstmal mich:

" 'Du, Leben, fühlst Dich angesprochen als Ganzes,'

und 'Du, Leben, sehnst Dich nach meinen Äußerungen.'

Frage: Hat das Leben derartige (persönliche) Präferenzen?
Bitte eine Erläuterung. "

Es könnte sein, dass das Wort 'Präferenzen' nicht klar genug zwischen uns ist. Und dass dies die Ursache für das Erregen Deiner Frage ist.

Wenn ich in der Kantine Schlange stehe, und wenn meine Vorliebe Vanillepudding ist, und wenn ich allerdings auch mit Schokoladepudding ganz gerne und gut auskomme, und es zeigt sich dann, dass ich der letzte bin, der ein Schälchen Vanillepudding erhalten wird, und wenn ich von meinem Freund, der hinter mir steht, weiß, dass er dieselbe Vorliebe wie ich hat, dann werde ich das Vanillepuddingschälchen an mich nehmen - außer, ich habe eine größere Vorliebe als für Vanillepudding, und die besteht in der Freigiebigkeit, in der Offenherzigkeit, in dem Dienen. Dann würde ich dieser meiner Vorliebe nachgehen, und meinem Freund den Vanillepudding überlassen, und in der Freude über dessen Freude am Genuss meine bloß 'zweite Wahl' des Schokoladepuddings vergessen. Kurzum - ich habe meine Wünsche und mein Begehren bereits in Vorlieben umorganisiert.

Eine Präferenz liegt dann vor, wenn es für mich erforderlich ist, diesen Vanillepudding zu haben. Etwa, ich gerate aus meinem emotionalen Gleichgewicht, wenn ich ihn nicht erhalte. Oder: Ich erwarte von allen meinen dienstbaren Geistern, dass sie ihn mir reserviert halten. Oder: Ich setze derartige dienstbare Geister ein. Oder: Mein Körper rebelliert in der einen oder anderen Weise, wenn ich ihn nicht erhalte, und steuert, ohne eine Kontrolle meinerseits, immer wieder darauf zu, Vanillepudding laufend zu erhalten ... dann bin ich süchtig.

Leben hat also keine Präferenzen. Es ist Alles Was Ist. Außerhalb von Alles Was Ist gibt es nichts, was erforderlich ist, um Alles Was Ist zu sein. Gäbe es etwas Derartiges, so wäre Alles Was Ist nicht Alles Was Ist, sondern 'bloß' ein Anschein von Alles Was Ist oder von sonstwas.

Hinfür, Leben hat Leidenschaften, Bestrebungen, ein stetes Trachten und ein Verlangen.

Verlangen ist der Anfang aller Schöpfung. Der erste Gedanke. Ein wunderbares Gefühl in der Seele. Es ist der Gott, der die Wahl trifft, was er als Nächstes erschafft. - Was ist Gottes Verlangen? i) mich selbst zu erkennen und zu erfahren in all meiner Herrlichkeit - zu wissen, wer-ich-bin ii) ich verlange danach, daß ihr erkennt und erfahrt, wer ihr wirklich seid, ... iii) ich verlange danach, daß der gesamte Le­­­bensprozess eine Erfahrung ständiger Freude, fortgesetzter Schöpfung, nie endender Ausdehnung und totaler Erfüllung in jedem Moment des Jetzt ist. - GmG I 109

Das Dichteste an Streben des Göttlichen, was dem Leben zueigen ist, und was kaum einem menschlichen Wesen nicht irgendwann unter die Augen kam und von ihm zum Ausdruck gebracht wurde, das ist die Liebe. Liebe ist eine Leidenschaft, Liebe ist ein Streben und Bestreben, Liebe ist ein Trachten und Verlangen. Nähmen wir der Liebe Dieses weg, so wäre sie es nicht mehr.

Ja, Leben hat ein Verlangen, Leben hat ein leben-persönliches Verlangen, als Leben angesprochen zu werden, als Leben gelebt zu werden, als Leben geliebt zu werden. Dieses Verlangen entfleucht ihm fast unübersehbar allenthalben.

Leben ist allerdings in seinen höchsten und niedersten Formen nicht betroffen oder geschädigt, wenn es nicht das erhält, wonach es ihm ist, wonach es trachtet, wonach es ihm verlangt und worauf seine Leidenschaft zu liegen kommt.

- - - -

Du schreibst, und zitierst mich zuerst:

" 'dass ich als ein nunmehr das Ganze erfahren habendes Ganzes voll und ganz mein Inneres ins Äußere überführt habe.'

Soll das zum Beispiel heißen:

Ich, Theophil, ein Teil des Lebens, habe die Power sowohl qualitativ als auch QUANTITATIV das Ganze voll und ganz, also ungekürzt ins Äußere zu überführen – in meiner gegenwärtigen Individuation?

Kann der Sonnenstrahl der Sonne gleichkommen bzw. sie in seiner totalen Pracht und Macht voll und ganz ins Äußere überführen? Hinkt dieses Beispiel? Bin gespannt auf Deine Antwort! "

Ja, diese Power haben Du und ich und alle Menschen in dieser Individuation. Vielleicht meinst Du bei Deiner Fragestellung, ob es auch wahrscheinlich ist, dass jeder von uns oder Neale oder Nuy Yüen diese Power in dieser Lebensspanne voll und ganz auch von innen nach außen führt? Dann wäre die Antwort: wenig wahrscheinlich.

Derjenige, der diese geringe Wahrscheinlichkeit bei mir, bei ND Walsch und bei Nuy Yüen in Mitempfinden wandelt und einfließen lässt, Derjenige wird - wie ein guter Vater, eine gute Mutter - anstelle des noch nicht erkräftigten Kindes handeln; Er wird immer mehr das tun, was Andere noch nicht zu tun vermögen. Dies bewirkt in ihrer Art ganz eigene Wunder, sowohl bei Demjenigen und selbstverständlich auch bei den Gegenüber.

Zwischen der Existenz der All-Macht und dem Schein, dass die All-Macht All-Macht sei oder nicht sei, ist selbstverständlich ein Unterschied. Jener möchte begriffen werden.

Zum einzelnen Sonnenstrahl .... Was sagen die Ahnungen, Vermutungen und neueren Nachrichten der heutigen Elementarphysiker dazu? Sind sie nicht auf dem Weg, immer mehr, und in Front von und unter Beobachtung durch immer mehr von uns, aufzuzeigen, dass, in je kleinere Partikel sie vordringen, um so größere Potenzen dort zu verzeichnen sind? Dass mithin in Fortsetzung dieser beobachtbaren und erforschten Tendenz die All-Macht im Allerkleinsten ihre Wohnung hat? ... Und nicht bloß, so der jahrtausendelang gehegte und weitergereichte Glauben, im Großen, "Unfassbar" Umfassenden, im Mächtigen der Weiten des Weltalles, etc.?

Die Sonne legt in ihren unzählig vielen Einzelstrahlen Tag für Tag und Tag für Tag mehr inwendiges Leben, als Samen existentes Leben, Tag für Tag ein zum Erblühen bereitetes Leben frei, dass wir in der Tat davon ausgehen können, dass ein Einzelwesen, ergriffe es einen Einzelsonnenstrahl bis ins tiefste Mark, im Laufe dieses Ergriffenseins Alles rundum auf der Erde zu ändern vermögen würde.

Ich als Seelen-Individuation bediene mich bei diesem Geschehen dreierlei: (i) meine Seelen-Individuation bedient sich des Restes meiner Selbst - das meint, sie fasst dabei in das Gesamt der Kraft des Universellen Lebens, deren Teil sie ist, und schöpft dort neue Kraft (ii) sie bedient sich des Körpers (iii) sie bedient sich des Geistes ['mind'].

Der einzelne Sonnenstrahl, wie auch das Gesamt der Sonnenstrahlen, sind Auswirkungen des Göttlichen. Als solche haben sie die höchste Neigung, auf die Essenz und auf das Schöpferische in den Teilen des Göttlichen zu treffen und ihm aufzuwarten. Sind sie dort angelangt, regen sie die dortigen 'Geister' zum tollen Schaffen an. Und jetzt kommt's: Erst das aus Reinstem Schaffen heraus angeregte Erschaffen - angeregt durch die Auswirkungen des Göttlichen, die Sonnenstrahlen - vermag aus der dort anwesenden ungemindert kraftvollen, vollumfänglichen Kraft des Göttlichen heraus das Gesamt zu wandeln - ja; zu wandeln zunächst, indem es sich erweitert und erweitert in dem, was es sich bislang per Körper und Geist und per Rückgriff auf das Universelle Leben vorstellte zu sein.

Was also die gesamte Welt zu wandeln in der Lage wäre, ist nicht der einzelne Sonnenstrahl, sondern ist das via Sonnenstrahl zum Wiedererwachen in göttlicher All-Macht gebrachte Einzelwesen, das sich dehnt und reckt und immer mehr Wesen drumherum erfasst und begeistert dafür, das Wiedererwecken fort und fort zu zeugen und zu bezeigen, zu demonstrieren und zu wählen.

- - - -

Du schreibst:

"Es ist ja so, dass alles Denken, auch das gegenwärtige, ein Erinnern, eine Erinnerung ist. Wenn daher ein Wesen sich etwas vorstellen kann, dann ist es ja schon präsent. Die Frage ist, wer schwingt auf dieser Ebene, oder?"

Nicht ganz ..... wie es bei mir ankommt ... nicht ganz fein herausgearbeitet.

Sicherlich, es resoniert nur Dasjenige, was meine Resonanz hat.

Je mehr ich meine Resonanz ausweite, je mehr ich zum Solo-Alle-Frequenzen-umfassenden-Instrument werde, je mehr ich mein Selbst in das ausweite, was in meiner Historie andere Selbste waren und so benannt wurden, um so Mehr schwing(t)/en mit mir mit, um so mehr möchte ich als Einzelinstrument Andere im gleichfalls Alle-Frequenzen-umfassenden-Instrumenten-Spiel unterweisen, um die Symphonie der Freude, gespielt von den Kindern des Gottes und der Göttin, zum Erklingen zu bringen.

Je mehr ich werde, was das Du ist, was das Ihr ist, um so Mehr schwing(t)/en mit mir mit.
Je mehr ich werde, was nicht meine Vergangenheit ist (die ja eine Aus- und Einwirkung auf das, was ich sein sollte, ist), um so Mehr .....

Je mehr ich mich erinnere Wer Ich Wirklich Bin und je mehr ich Zu Sein Wähle Wer Ich Wirklich Bin, um so Mehr ....

Inwiefern, das ist mir aus Deiner Einlassung nicht klar, hast Du eine Frage bezüglich wer mit Dir schwingt? Inwiefern ist es überhaupt eine erhebliche Frage, wer mit Dir schwingt?

Jedes Denken, jedes Fühlen, jedes Denken und Fühlen im Gegenwärtigen, jedes Erinnern ist in der Präsenz. Auf der entsprechenden Ebene erregt es Mitschwingungen und verstärkt die Weltmusik. Worauf nun kommt es bei diesem Geschehen an?

Mein Vorschlag ist .... jene Töne und Schwingungen ausfindig zu machen, die 'Probleme' haben, und ihnen durch Instrumentalunterricht beispringen.

Ja, jedes Denken, jedes Fühlen, jedes Denken und Fühlen im Gegenwärtigen, jedes Erinnern ist Präsenz. In der völligen Präsenz gibt es kein Erwägen einer "Frage" bezüglich dessen, wer mit mir schwinge. In der völligen Präsenz bin ich es, der den Ton angibt, und auf den Andere sich frohgemut angeregt einschwingen.

In Deinem und meinem Leben geht es um eine Reihenfolge. Als Erstes möchte die Angelegenheit behandelt sein: "Wer Bin Ich" - - "Wer wähle Ich Zu Sein". Als Zweites dann: "Wer geht mit mir" - - "Wer schwingt mit mir".

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Du schreibst, und zitierst zunächst mich:

" 'Ja, gar, jede Sekunde unseres Lebens, wo wir gegebenenfalls in einem Zustande leben, dass wir uns dieser Freude an uns nicht gewahr sind, ist dem Leben eine Freude.'

Frage: Ist das die Schwingungs-Ebene des übergeordneten, körperlosen BEOBACHTERS hinter dem Beobachter, hinter dem Beobachter – ad infinitum? Frage: Besteht die Möglichkeit, dass die transzendente Ebene des BEOBACHTERS, Aktivität und Spiel DIREKT auf der immateriellen Ebene beinhaltet, oder ist das unmöglich und kann NUR in den Welten der Relativität genossen werden? Das mag vielleicht jetzt die Sichtweise vieler sein (im Sinne, was der Verstand denkt, dass er es wisse), aufgrund des derzeitigen Entwicklungsstandes, aber die Möglichkeiten sind doch unbegrenzt, sowohl im Mikro- als auch im Makrokosmischen, oder? So unbegrenzt, dass hinter Millionen von Beobachtern sich neue und noch nie da gewesene BEOBACHTER hervortun können – wahrlich unbegrenzt, jenseits aller relativen Vorstellungen; z. B. eine Multi-Liebes-Dimension, wo beispielsweise jeder Schritt ein Tanz und jeder Klang ein Lied ist. Wie Shakespeare schon äußerte, "warum nicht?"

Schlussendlich offenbart sich LEBEN genau so für uns, wie wir es sehen, imaginieren. Kommentar? "

Ich kann insbesondere Deinen zwei ersten Fragen schwerlich folgen.

Am ehesten noch insofern, als ich meine, Du gibst Dir in der dritten Frage bereits die geeignete Antwort.
Ich wandle mal Deine Antwort ab mit einer Äußerung der Schona aus Zimbabwe: »Mensch ist etwas, was dich nur Andere nennen können.«
Und ich wandle sie des weiteren ab: »Leben ist etwas, was es nur Andere nennen können.« - »Gott ist etwas, was es nur Andere nennen können.«

Das Göttliche in GmG spricht davon, es habe unvorstellbare lange Zeiträume durchquert, wo Es allein das war, wovon es bereits wusste, dass Es das ist. Es wusste, dass Es Glück über Glück ist, dass Es Unendlich mal Unendlich ist, dass Es Liebeerglüht über Liebeerglüht ist, dass es die allerschönste Symphonie in Partitur ist. Darum zu wissen, bedeutet, dass Beobachter und Beobachtetes noch ineins und unverrückt verquickt sind. Die Neigung, als Liebeerglühtes wahrgenommen und beobachtet werden zu mögen, die Neigung, die Partitur der Symphonie auf das Verschiedenartigste durch Andere zum Erklingen gebracht wissen zu mögen, das Bestreben, das Unendliche durch die Brille des Endlichen wahrgenommen wissen zu mögen, die Neigung, den Genuss des Beobachtetwerdens durch einen Beobachter zu erfahren - - all diese Neigungen wurden voller und voller, berstender und berstender .... und führten schließlich zu einer "Ach wie herrlich muss das sein, von Anderen in Betracht genommen zu werden"-Explosion, deren Auswurfkraft in Einzelteile bis heute expandierend anhält. Gott nennt diese Einzelteile, die ja noch nicht materieller Natur sind, Reine Geister. Jene traten dann zu einem Rat zusammen - naja, wie in einer guten funktionierenden Familie es dann auch der Fall ist, dass nicht mehr nur Vater und Mutter beraten, wie es weitergehen soll, wenn Kinder da sind, sondern dass dann die Zwei mit dem Gesamt der nunmehr eingetretenen Kinderschar ins Beraten gehen. Heraus kam ... die Verdichtung und Schwingungsfrequenzerniedrigung in Form der Materie ... heraus kam die Göttlichkeit namens Mensch mit seiner Begabung (i)der Relativität (ii)des Vergessens/Wiedererinnerns; eine willentlich eingenommene Amnesie, und (iii)des Bewusstseins.

Nunmehr konnte die Göttlichkeit sich beobachtet wissen. Nunmehr konnte sie sich beobachten. Nunmehr war sie auf aktive und pulsierende Weise, auf gelegenheitsgenerierende und auf diversifizierten Freudenfortlauf aus seiende Weise Beobachtete Beobachterin auf einem anderen Niveau.

Um nun nähers auf Deine dritte Frage im obigen Komplex einzugehen ...
Leben weiß, WIE und Was Es Ist. Leben möchte ERFAHREN WIE ES IST. Es möchte nicht bloß wissen, dass Es eine Symphonie ist; Es möchte sie hören, immer und immer wieder. Die Teile des Lebens bringen nun die Symphonie zum Erklingen. Sie sind in der Art, wie sie die Partitur aufführen, ganz frei. Ja, ich stimme Dir zu - und darauf laufen meine vielen Worte hinaus -: Das Leben, die Symphonie, ist genau so, wie wir Es sehen, imaginieren, uns ein Bild davon erschaffen, wie wir Es Be-Bildern. In diesem Sinne ist Leben das Zurückhaltendste und gleichwohl in Aller Erfüllung Erfüllteste Wesen, was vorstellbar ist. Es platzt FAST vor Freude, wenn wir das Leben auf das Leben anwenden und es spielen - aufs Zurückhaltendste UND aufs Erfüllteste. In diesem Sinne auch ist Leben aus der Perspektive der Teile ein Ungeformtes, etwas, was wie ein Stück Ton oder ein Lappen zum Formen und Gestalten, zum Verwenden und Umorganisieren aufruft.

- - - -

"Ist Leben, wie Du es wahrnimmst, vorprogrammiert? Bitte eine Erläuterung."

Ich kann für diese Deine Frage keine bessere Antwort finden als das CD-ROM-Computerspiel-Beispiel, wie es in GmG angeführt ist. Lies es noch einmal.

Alle Konsequenzen auf die Entscheidungen der Spieler sind vorprogrammiert; keine der Entscheidungen der Spieler sind vorprogrammiert. Wohl aber gibt es einen Aspekt Gottes, der um die Gesamtheit der möglichen Wahlen der Spieler weiß. Diesbezüglich begibt sich Göttin ins Vergessen. Jenes Spiel begehen rudimentär auch gerne hochglückliche Menschen und Liebende.
Die Göttin ist sich aller Entscheidungen gewahr, und ist im Gleichen doch immer wieder überrascht ob der eingehenden Wahl.

[So auch vor einigen zehntausend Jahren, als die ersten Gedanken langanhaltender Art aufkamen, Gott zu einem strafenden, urteilenden und rachebesetzten Wesen zu machen - eine Angelegenheit, die seitdem in fast allen Menschheitsteilen als eine Kulturelle Geschichte, die von Generation zu Generation überliefert wird, zum Einsatz kommt. Ein durch die Göttin hochüberrascht wahrgenommenes Geschehen.]

Wenn wir bestrebt sind, auch dieser Aspekt des Göttlichen - überrascht zu sein ob der eingehenden, ergangenen Wahl - zu sein ... wir brauchen uns bloß dafür zu entscheiden, den Zustand einzunehmen, WIE das ist ....

Ich hoffe, ich konnte Einiges klären - ich war mir nicht immer an allen Stellen sicher darin, ob ich das könnte, da mir nicht ganz klar war, was Du meintest.

 

Ich lade Dich nun ein, zu dem höchstgelegenen Weg durchzustechen, den Du Dir vorstellen magst, die Menschheit sowohl mittels Hand, als auch mittels Verstand und Seele umzuwandeln, und dies im Zügigsten zu beginnen. Reihe Dich ein, und sei geladen dazu.

Sei gesegnet auf all Deinen Wegen, lieber Freund,

Theophil

 


 

[23.8.06] - (Die Anordnung und Bezeichnung von a.) bis l.) stammt von Th.B.)

 

Lieber Theophil,

 

was für ein Auftakt: "Es geht um die 'Seelen-Physik-Lehrbücher zur Neu-Umgestaltung der Welt' " und "Der Glaube ohne das Handeln ist soviel nutz, als gäbe es ihn gar nicht."

 

Das steht in einer vorzüglichen Hochachtung!

 

a.) Zu:

"Angesichts dessen möchte ich Dir sehr ans Herz legen, die GmG-Bücherreihe immer wieder von neuem zu lesen."

Ja, Wiederholung ist essentiell.

 

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b.) Zu:

"Ich glaube nicht, dass an den wissenschaftlich-praktischen Schaltzentralen der heutigen Forschungswelt für neue Energieumwandlungssysteme Wissenschaftler lange Platz finden, bei denen nicht die Kenntnisse der Gesetze der Energieumwandlung restlos angeeignet sind. Dies zu ermitteln funktioniert dort vermittels gegenseitiger Beobachtung und Ergebniskontrolle innerhalb der 'scientific community' in jahrelangen Untereinander-Erörterungen der ernsthaften Art."

 

Kann ich nur zustimmen.

 

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c.) Zu:

" Du (Th.) schreibst:_" Also … 'Danke, Leben, dass du mir hilfst zu verstehen, dass dieses Problem (X, M, O) bereits für mich gelöst ist.' "

 

ND Walsch erklärt im letzten Bulletin 206:

"...bete zu Gott nicht für eine Lösung deiner Probleme oder für eine Änderung deiner Umstände. Sprich ein Gebet des Danksagens. Danke Gott für den wunderbaren und glücklichen Ausgang, der einfach um die Ecke herum liegt...

Wisse, die Lösung für alles ist unterwegs. WISSE es einfach. Weil es so IST." Das ist eine Erklärung, die für mich die Sache mit dem "Problem" mehr klarstellt. Wie sagen die Bayern: "Paasst schooou", soll heißen, passt schon.

 

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c.) Zu:

"Ich glaube nicht, dass Du oder jemand sonst auf der Erde oder sonstwo etwas dagegen hat ... alleine Wunder zu sehen. Wie herrlich, wenn ich nach dorthin unterwegs bin - - nur zu."

Was ich mit meiner Äußerung über Wunder meinte ging mehr in die Richtung "Die Vollkommenheit in allem sehen."

Das Universum funktioniert perfekt. Alles ist in höchster Ordnung. Darum akzeptiert der Meister nicht nur immer alles, was ihm zuteil wird, er bevorzugt es sogar – weil er es ja bewusst oder unbewusst gewählt hat.

 

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e.) Zu:

"Es könnte sein, dass das Wort 'Präferenzen' nicht klar genug zwischen uns ist." Präferenz für mich ist gleich bedeutend mit Vorliebe – im Sinne von Ken Keyes, den Neale hier und da in diesem Zusammenhang zitiert.

 

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f.) Zu:

"Hinfür, Leben hat Leidenschaften, Bestrebungen, ein stetes Trachten und ein Verlangen."

 

Auf der einen Seite entwickelt sich Leben entsprechend unseren Absichten, und dann weist das Leben auch inhärente Qualitäten wie Leidenschaften, Bestrebungen, ein stetes Trachten und Verlangen, etc. auf – wie die von Dir aufgezählten (GmG I 109).

 

Das bedeutet, dass das Leben im essentiellen Seins-Kern eine Art 'Genetischen Bewusstseins-Code' besitzt.

Frage: Was genau sind die intrinsischen Qualitäten, Eigenschaften, Aspekte in Detail?

~ ~ ~

Th.:

 

f.) Ich meine, so weit ist das Eine (‚Leben entwickelt sich entsprechend unseren Absichten’) nicht vom Anderen (‚Leben hat innewohnende, sich entwickelnde Qualitäten’) entfernt.

Das Neugeborene, das nunmehr vor meinen Augen liegt, ist meine Absicht. Meine Absicht ist auch, dass dieses Neugeborene innewohnende, sich entwickelnde Qualitäten besitze.

Also: Leben ist ein Prozess, bei dem das Leben im Leben des Lebens selbst danach trachtet, mehr Leben zu sein.

- - -

Was den ‚Genetischen Bewusstseins-Code’ angeht, so empfinde ich dessen Einführung in Deinem Text als nicht fein, nicht begründet und nicht erklärt, sodass ich dem, was es ausdrücken möchte, nicht folgen kann.

Das Wort ‚Code’ weckt Assoziationen des bewusst Verdeckten, des zu Enträtselnden, des vor Anderen Geheimzuhaltenden, der „Wir“- und „Die da dort“-Trennung. Sie sind uns nicht förderlich. - Auf die wissenschaftliche Färbung des Wortes Code möchte ich hier nicht eingehen; sie deutet ja darauf hin, dass Codierung ein energieersparendes Medium zum Datenübertrag darstellt - Derartiges zu erörtern stand ja wohl nicht im Vordergrund Deines Gemütes.

»Code« setzt einen Vorgang im Gemüt in Gange, es ginge beim Leben des Lebens um ein Erkennen von etwas Verborgenem. Das ist nicht wahr (ist, allerdings, eine lang, lang gehegte Kulturelle Geschichte). Das Leben ist offen da liegend. Auch die Bewandnis, dass wir vergessen haben, ist offen da liegend. Desgleichen die Bewandnis, dass wir Alle Alles wissen. Es geht freilich primär, vor allem und in der Essenz um das Erschaffen. Etwas, was wir unablässig tun. Etwas, was zumindest auf der Ebene des Ergebnisses, sehr öffentlich ist; wenn es nicht gar auf der Ebene der Intention und der Wirkweise des Erschaffens auch und häufiger, als uns im allgemeinen bewusst ist, öffentlich ist. - Verborgensein und Vergessenhaben sind unterschiedliche Dinge.

Die Eigenschaften von Leben sind – zuletzt innerhalb unserer Bücherreihe – in ‚Gott Heute’ Kap. 6 ausgeführt.

 

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g.) Zu:

" Ja, Leben hat ein Verlangen, Leben hat ein leben-persönliches Verlangen, als Leben angesprochen zu werden, als Leben gelebt zu werden, als Leben geliebt zu werden."

 

Bitte mehr darüber, tiefer.

 

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h.) Zu:

"Zum einzelnen Sonnenstrahl .... Was sagen die Ahnungen, Vermutungen und neueren Nachrichten der heutigen Elementarphysiker dazu?"

und

"... in je kleinere Partikel sie vordringen, um so größere Potenzen dort zu verzeichnen sind?"

 

Einige interessante (wissenschaftliche) praktische Beispiele oder Hinweise? Wie sieht es in diesem Zusammenhang z.B. mit dem energetischen Konzept des Hologramms (das Kleine Teil reflektiert das Ganze) oder der Stammzellenforschung aus, und welche funktionstauglichen Rückschlüsse lassen sich daraus ableiten und in die Welt des Bewusstseins übertragen?

~ ~ ~ ~

Th.:

 

h)

Ich glaube, ich habe mich da mit den Vermutungen über den Stand und die Ahnungen diverser Wissenschaften zu weit vorgewagt, dass ich darüber Bescheid wisse. Lass mich das zurechtrücken und -stutzen …. Ich habe folgende Vorstellung ….

In je feinere Partikel wir vordringen, umso mehr werden wir gewahr, dass im Verhältnis zu dem Augenschein, dass das Kleine auch das weniger Kräftige sei, nunmehr immer mehr der Verhalt in Erscheinung tritt, klein sei sehr wirkkräftig. Daraus lassen sich anwendungstaugliche Schlüsse für die Welt des Bewusstseins ziehen. - - Nebenbei gesagt: geht es vor allem um die Welt des Bewusstseins? …. ist in dieser Deiner Formulierung nicht die Anmutung verhüllt, es gelte, allein das Bewusstsein zu ändern, und, es gelte, dies insbesondere vermittels des Bewusstseins zu veranschlagen?

Ich bin in den Wissenschaften und in der Technologie des Hologramms und der Stammzellen-Behandlung nicht derart firm, dass ich mich zu Deinem Ansinnen äußern könnte.

 

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i.) Zu:

"Der einzelne Sonnenstrahl, wie auch das Gesamt der Sonnenstrahlen, sind Auswirkungen des Göttlichen. Als solche haben sie die höchste Neigung, auf die Essenz und auf das Schöpferische in den Teilen des Göttlichen zu treffen und ihm aufzuwarten. Sind sie dort angelangt, regen sie die dortigen 'Geister' zum tollen Schaffen an. Und jetzt kommt's: Erst das aus Reinstem Schaffen heraus angeregte Erschaffen - angeregt durch die Auswirkungen des Göttlichen, die Sonnenstrahlen - vermag aus der dort anwesenden ungemindert kraftvollen, vollumfänglichen Kraft des Göttlichen heraus das Gesamt zu wandeln - ja; zu wandeln zunächst, indem es sich erweitert und erweitert in dem, was es sich bislang per Körper und Geist und per Rückgriff auf das Universelle Leben vorstellte zu sein."

 

Hört sich schön an. Praktisch (z.B. nach den Gesetzen der Energieumwandlung) bedeutet das was?

 

~ ~ ~ ~

Th.:

 

i.)

Was sich schön anhört, könnte auch schön sein. Sollte an dieser Text-Stelle Schönheit zur Form gelangt sein – wie Du es andeutest -, so ist dort ohne Frage Weisheit zu finden. - Womöglich haben wir seit Jahrtausenden - wie auch heute - Bedarf daran, die BEREITS ERGANGENEN umfänglichen und ausreichend umfänglichen Weisheiten weit und breit zu praktizieren, und nicht bloß insular, passager und individuell? Ich bin dieser Auffassung. Was ja zu einem Stau an nicht ergangenem Praktizieren bereits bekannter Weisheiten führt, anders ausgedrückt: zu einem 'Problemstau'.

In einem Stau, das kennen wir aus allgemeinen Lebensbereichen, ist nicht gerade die Aussicht groß, dass wir uns dem Schönen zuwenden. An dieser Stelle dann sind Führungspersonen angesagt und gefragt, die sich dadurch auszeichnen, inmitten des Staus das in Form gebrachte Schöne und die daraus entfließenden Weisheiten gleichwohl hochzuhalten, und rundum darauf zu verweisen, dass diese Weisheiten praktisch wie praktikabel sind, dass eben ihre Nichtanwendung zu diesem Stau führte.

Hätten wir in Zeiten innerer Not und Bedrängnis, in Zeiten des Konfliktes und des Blutes, fortlaufend an das bereits von Menschen geschaffene Schöne gedacht, so hätte die Welt heute ein anderes Aussehen.

 

 

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j.) Zu:

Ich schrieb: "Es ist ja so, dass alles Denken, auch das gegenwärtige, ein Erinnern, eine Erinnerung ist. Wenn daher ein Wesen sich etwas vorstellen kann, dann ist es ja schon präsent. Die Frage ist, wer schwingt auf dieser Ebene, oder?"

 

Gemeint ist, wo sind die Menschen, die diese Ebene (Seinszustand) in der heutigen Zeit verkörpern, leben, erfahren. Wenn es sie überhaupt gibt, dann sehr, sehr wenige.

~ ~ ~ ~

Th.:

 

j.)

Ich habe mich bereits dazu geäußert, dass es nicht oder nur recht beiläufig um die Frage der Bestimmung der Anzahl von Wenigen oder Vielen geht. Sondern darum, was wir inwendig in uns auffinden und zur Vermehrung unserer Ermächtigung führen, WÄHREND wir in Beziehung zu (vielen oder wenigen) Anderen treten, und INDEM wir in Beziehung treten. Es geht nicht vorrangig um Erkennen und Bewusstsein, sondern um Neu-Erschaffen.

Was tut jemand, der weiß, dass morgen das Leid der Welt, das heute das Ausmaß der Größe „149“ trägt, „278“ aufweisen wird, und der ferner erkennt, dass er der Einzige ist, der über diese Wahrnehmung verfügt, am Sinnvollsten? Seine Wahrnehmung bedauern - - sie fester und fester zurren - - sich angesichts der geringen Zahl von Gleichgesonnenen in Erwägungen begeben, dass er der Einzige und weswegen das so sei - - den Vorgang des Hinübergleitens in das Morgen betrachten - - ….?

Je weniger es sind, umso mehr ist das Drängen, Drängen, Drängen in den Wenigen präsent, Derjenige / Diejenigen zu sein, der / die die Welt verändert / verändern. Je weniger es sind, um so fokussierter zu sein fühlen sich Jene aufgerufen, um so bestimmter sind sie in der Wahrnehmung ihrer Aufgabe des Verbreitens der Botschaften.

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k.) Zu:

Ich schrieb:

Frage: Besteht die Möglichkeit, dass die transzendente Ebene des BEOBACHTERS, Aktivität und Spiel DIREKT auf der immateriellen Ebene beinhaltet, oder ist das unmöglich und kann NUR in den Welten der Relativität genossen werden? Das mag vielleicht jetzt die Sichtweise vieler sein (im Sinne, was der Verstand denkt, dass er es wisse), aufgrund des derzeitigen Entwicklungsstandes, aber die Möglichkeiten sind doch unbegrenzt, sowohl im Mikro- als auch im Makrokosmischen, oder? So unbegrenzt, dass hinter Millionen von Beobachtern sich neue und noch nie da gewesene BEOBACHTER hervortun können – wahrlich unbegrenzt, jenseits aller relativen Vorstellungen; in einer absoluten Multi-Liebes-Dimension, wo beispielsweise jeder Schritt ein Tanz und jeder Klang ein Lied ist.

Wie Shakespeare schon äußerte, "warum nicht"?

Schlussendlich offenbart sich LEBEN genau so für uns, wie wir es sehen, imaginieren."

 

1. Was ich ansprechen wollte war der Punkt, dass das Göttliche in GmG sagt, es sei der Ursprung, aber dass es dennoch weitere, andere Beobachter gibt, sozusagen die das Göttliche, das in GmG zum Ausdruck kommt, BEOBACHTEN.

 

2. Davon ausgehend habe ich die Idee der 'Spirituellen Aktivität' eingebracht, also der Möglichkeit nicht "nur" im Absoluten zu sein, sein, sein, sondern mit rein spirituellem Geist UND rein spirituellem Körper (Körper im Sinne des engl. Wort Spirit, was mir am nächsten kommt) AKTIV zu sein, zu handeln – sich austauschen, lachen, sprechen zu können. WARUM DAS ABSOLUTE IN DER WELT DES ABSOLUTEN "NUR" AUF SEIN LIMITIEREN?

 

3. Warum nur in der relativen Welt körperlich sein, warum nicht auch in der absoluten? Was spricht dagegen?

 

4. ICH BIN der Seleccioneur, Der Auswähler. Ich bestimme das Wie. ICH BIN das Göttliche. Wenn ich es imaginieren kann, dann IST ES! Wie Du sagst: "Die Teile des Lebens bringen die Symphonie zum Erklingen. Sie sind in der Art, wie sie die Partitur aufführen, ganz frei."

 

5. Der Punkt ist: Wenn das Göttliche im Absoluten reine spirituelle Form annehmen möchte (aus Spaß an der Freude), dann MUSS das doch möglich sein, lieber Theophil, oder? Warum dem Göttlichen "die Flügel stutzen"? Alles LEBEN ist doch in stetiger Weiterentwicklung. Was in der relativen Welt möglich ist, muss auch in der Absoluten Welt möglich sein, und weit mehr darüber hinaus!

Unmöglich ist ein Ausdruck, der negativ belastet ist.

Think about it, oder geh noch einen Schritt weiter Be with it! Kommentar?

~ ~ ~ ~

Th.:

 

k.)

Lieber Johannes, was du unter k.) niederschriebst, ist mir auch nicht durch Deine Erläuterungen in den Punkten 1. bis 5. klarer geworden.

 

 

Zu den Punkten 1 bis 5 einige Anmerkungen.

… Wer, meinst Du, limitiert »das Absolute in der Welt des Absoluten nur auf das ‚Sein’«? Ich kann so etwas nirgendwo verzeichnen. In der Welt des Absoluten eine Limitierung erkennen zu können, ist eine Sache der Unmöglichkeit. Derjenige, der das auszumachen vorgibt, unterliegt einer Sinnestäuschung größerer Art, denn um das Absolute kann es sich dabei nicht handeln.

…. Wer hat etwas dagegen, dass sich die Wesen, Einheiten, Engel, Kräfte, Gedanken in der absoluten Welt nicht auch »körperlich« in einen Ausdruck begeben? Abgesehen davon, dass es wohl keine Volkskultur gibt, die nicht von Erfahrungen zu berichten hat, dass im Reich des Absoluten Menschen in Gewändern, in Häusern, in Palästen, in Fahrzeugen, in Verwandlungen von der einen zur anderen Gestalt, etc., also in »körperlichen Formen«, leben – wie gesagt: abgesehen davon --, … Wer Bin Ich? Bin ich »absolutes Sein, sein, sein«? Bin ich »absolutes Sein, sein, sein UND rein spiritueller Geist UND rein spiritueller Körper UND ….«? Bin ich etwa dadurch, dass ich GLEICHZEITIG Körperlichkeit und Spiritualität bin, und dadurch, dass ich nicht bloß darum weiß, sondern mich auch aufmache, dies zu erfahren, dies zu erfahren inmitten des weiter und weiter umgreifenden Erfahrens von Wer Ich Wirklich Bin - - also, bin ich etwa dadurch Wer Ich Wirklich Bin? Ja, das Bin Ich.

.... Wer bist Du, dass Du mir qua Definierungs- und Selektionsgeschehen, wie Du es soeben unternimmst, etwas auferlegst, etwas Selektioniertes im Absoluten auferlegst zu sein? Abgesehen davon, dass dieser Akt des Definierens und Selektierens im Absoluten nicht geht - welch eine Vor-Selektion für alle mit Dir im Absoluten Einsseienden wäre das. Umgekehrt wird ein Schuh draus … die Erkenntnis dessen, was da und dort, im Absoluten oder im Relativen, aufzufinden ist, dafür nutzen, mich in meiner Befähigung und in meinem Genuss zu erhöhen, eine Wahl zu treffen; dafür nutzen, mein Gegenüber in seiner Befähigung und in seinem Genuss zu erhöhen, eine Wahl zu treffen.

Zusatzfrage: Wie kann man etwas definieren, was im Absoluten ein Etwas sei, inmitten eines Terrains, das ausgewiesenermaßen von der Art ist, dass es andauernd und unablässig definiert und als Wesensmerkmal das Definieren aufweist? .... Dieses Wesensmerkmal des Definierens geschieht vermittels dessen, dass sich eben dies Absolute in das Relative ergießt. Definieren lässt sich im Absoluten nicht machen. "Definieren, während allenthalben definiert wird" - ist das möglich?

…. Noch einmal - - Wer oder was „stutzt“ dem Göttlichen „die Flügel“? Ich kann nicht erkennen, wer oder was so etwas macht. Solltest Du etwas oder jemanden ausfindig machen können, so richte ihm mein aufrichtiges Bedauern angesichts dieses unmöglichen Unterfangens aus. - - - Wo behauptet jemand, etwas sei unmöglich? Etwas sei im Reich des Absoluten unmöglich? Etwas sei im Reich des Relativen unmöglich?

Wie kommt es zu Deiner Frage: „Wenn das Göttliche im Absoluten reine spirituelle Form annehmen möchte (aus Spaß an der Freude), dann MUSS das doch möglich sein, lieber Theophil, oder?“? Da stellt sich keine Frage des MUSS oder des NICHT-MÜSSENS oder des MÖGLICH-SEIN-MÜSSENS (!), sondern: das ist ewig der Fall – so sehe ich das.

…. Du schreibst: „Unmöglich ist ein Ausdruck, der negativ belastet ist.“ So weit möchte ich nicht gehen. Du scheinst hier, entschieden mehr zu sagen zu haben, als Du es niederschreibst. Es tut mir leid, dass Du, falls dies der Fall ist, nicht den ganzen Fluss von Beginn an ins Blickfeld rücktest und Dich zur Zurückhaltung veranlasst sahst.

Die Kategorie des Unmöglichen (und auch des Unwahrscheinlichen) ist beim Erreichen der Gewahrsamkeit eine gewichtige Erfahrung, die, nicht zu erreichen, die, vernachlässigenderweise zu verfehlen, die, mit dem Hinweis auf DAS ABSOLUTE entwertend zu behandeln, ein Hemmschuh in der spirituellen Entwicklung bedeutet. Es ist wichtig zu wissen, zu spüren und zu erfahren, was möglich und was unmöglich ist. Es ist auch hier wieder die Angelegenheit diejenige, WIE wir das Mögliche und das Unmögliche sehen.

Das Unmögliche unmöglich zu machen oder unmöglich machen zu mögen (mit der Begründung, es sei negativ belastet, oder nicht mit dieser Begründung stattdessen mit einer anderen), ist ein logisches Unding. - Das Blau vermittels Blau zu etwas anderem werden zu lassen (mit der Begründung, es sei - zumindest im oder nach dem Wirtshaus, auf jeden Fall als blaue Bettwäsche in einem zitronengelb gestrichenen Schlafzimmer - schlecht angesehen und negativ belastet), ist ein unmöglich' Ding.

Wenn etwas negativ belastet ist, so muss es nicht notwendigerweise heißen, dass es dieses Etwas nicht gibt, oder, dass es nicht von - gar erheblicher - Bedeutung ist, oder, dass es nicht im Bereich dessen angesiedelt sei, wo es nicht per unserem würdigen Entscheid dorthin gekommen ist, wohin es gekommen ist, oder zu dem geworden ist, was es geworden ist, oder, dass es nicht im Bereich dessen angesiedelt sei, wo es per unserem würdigem und würdigendem Entscheid zu etwas Anderem werden möge (etwa positiv begütert).

Ich nehme allerdings um mich herum vielfältig wahr (damit befasst sich ND Walsch in seinem Blog zur Zeit intensiv und bemüht), dass es Viele gibt, die sich berufen meinen, Negatives oder negativ Belastetes aus ihrem Leben – oder gar aus der gesamten Menschheit - per Entscheid, es gebe Derartiges nicht, oder, es habe es nicht zu geben und man habe sich ihm fernzuhalten, da seine Wahrnehmung alleine (zu vermeidendes) Negatives auf uns übertrage und uns infiziere, fortzubannen. Ich nehme diese Menschen als Manipulateure an ihren Wahrnehmungen wahr. Dies tut mir weh. Es ist so, als würde ich dauernd in meinen Augen kratzen, während ich auf ein hungerndes Kind oder auf die Tatsache schaue, dass es außer mir niemanden gibt, niemanden, der die Welt und die Erde zu ändern vermag. Es ist sehr beschwerlich wenn nicht unmöglich, mit solchen Menschen, eine neue Welt zu errichten. ~ Theophil

 

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l.) Zu:

"Ich kann für diese Deine Frage keine bessere Antwort finden als das CD-ROM-Computerspiel-Beispiel, wie es in GmG angeführt ist. Lies es noch einmal. Alle Konsequenzen auf die Entscheidungen der Spieler sind vorprogrammiert; keine der Entscheidungen der Spieler sind vorprogrammiert."

 

Ist mir klar. Perfekt.

 

Werter Freund, Theophil, enthüllen wir doch mehr den 'Genetischen Bewusstseins-Code'. Und den daraus resultierenden praktischen Nutzen für eine kreative, konstruktive und besonders effektive Lebensgestaltung!

 

Eine herzliche Umarmung,

 

Johannes

 




 

C.

 

[24.8.06]

WOLLEN und WILLENSKRAFT, ERWARTEN und BEKOMMEN

Lieber Theophil,

im Folgenden zwei sehr wichtige Worte, die vielleicht bei vielen Unklarheit hervorbringen und somit die kreative Funktionalität einzuschränken vermögen.

WOLLEN
1. An manchen Stellen der GmG-Reihe spricht das Göttliche über die Bedeutsamkeit, mehr Willenskraft zu entfalten.
Auch ND Walsch sagt, dass der Mangel an Willenskraft Ursache vieler Disharmonien ist und den Handlungsimpuls enorm einschränkt.

In der deutschen Sprache ist das Wort Wille mit wollen sehr eng verbunden.
Wollen, die Absicht, den Wunsch, den Willen haben, etwas Bestimmtes zu tun (Def. Duden, Deutsches Universalwörterbuch) wird in GmG des öfteren mit dem englischen Wort WANTING gleichgesetzt.

Wanting, meines Erachtens, bezieht sich mehr darauf, etwas zu brauchen oder notwendig zu haben, also Zeichen von Mangelbewusstsein.

In der Hicks-Literatur (z.B. "Wünschen und Bekommen") wird das Wort WOLLEN in einem viel positiveren Licht gesehen – übrigens auch das Wort ERWARTEN. (Neale macht ja öfters die Bemerkung die Hicks-Literatur zu studieren).

Frage: Was GENAU ist nun der Unterschied zwischen wollen und beabsichtigen, wünschen, verlangen, wählen.

Brauchen ist eindeutig anderes als wollen, oder?

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ERWARTEN
2. Wenn ich mir etwas wünsche, dann ist es doch nur natürlich, dass ich das von mir Gewünschte auch ERWARTE – weil ich es mir ja wünschte. Selbtverständlich ein total positives Lebensgefühl, eine Art Vorfreude, ein Liebäugeln auf das Kommende.

Ich antizipiere (engl. anticipate) das Erwünschte, ich hoffe und glaube nicht (da selbst dem Glauben noch ein wenig Zweifel nachzittert), sondern weiß, dass das Gewünschte bereits zu mir unterwegs ist. Woher? Weil es so IST. Das Universum sagt doch immer JA, oder?
Wenn ich mit der Post einen Brief abschicke, dann erwarte ich ja auch, dass er ankommt.

Zweifellos hat alles in der polaren Wirklichkeit 2 Seiten.
Man kann etwas wünschen, wollen, wählen, beabsichtigen und dann befürchten, zweifeln, etc., dass das Erwünschte sich eventuell NICHT erfüllen wird. Das ausgesendete Signal ist dann natürlich nicht rein, und somit wird das Universum nicht nur auf meinen ursprünglichen Wunsch antworten, sondern AUCH auf meine negativen Beigedanken.

Letztlich versteht das Universum ja kein Deutsch oder Englisch, sondern nur Schwingung, richtig?

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SCHLUSSFOLGERUNG:
Mein Punkt ist: Warum von vorn herein dem (deutschen Wort) WOLLEN und dem ERWARTEN eine negative Beurteilung geben?

Könnte der Positive Tatmensch nicht extrem in seinem kreativen Ausdruck effektiv zu HANDELN gebremst, gar paralisiert werden, wenn negative Konzepte um das Wort WOLLEN in seinen Gehirnschaltkreisen rotieren?

ICH WILL ist reine Willenskraft. Wollen, aber wirklich wollen und dann zu handeln ist mehr gefragt als je zuvor!

Wenn man sagt, ich beabsichtige, ich wähle oder ich will, so ist es jedem Menschen gegeben, nach Freier Wahl, die verbalen Ausdrücke in positiver Weise zu nutzen oder auch zu verunstalten.

Und, warum nicht erwarten, was ich mir wünsche oder was ich will. Warum nicht das, was zu mir auf dem Weg ist, erwarten. Ich weiß doch, dass ich es beabsichtigte.

Wollen ist NICHT müssen. Ich will Vanillepudding, wenn keiner erhältlich ist, dann halt Erdbeerpudding.

Alles hat keine Bedeutung, außer der, die ICH der Sache gebe. Ich bin die Quelle. Es kommt darauf an, wie ich die Dinge sehe – eine zeitlose Weisheit.

Eine herzliche Umarmung lieber Theophil,

Johannes

 


30.8.06

Lieber Johannes,

auf der Ebene der Worte zu mehr Klärung kommen zu mögen, ist erstrebenswert. Dies hat allerdings innerhalb des von Gott gesetzten Rahmens, sich eben im weitestmöglichen Umfange der Umgangssprache bedienen zu wollen, seine Grenzen. Es gibt einzelne Leser – davon haben sich schon manche an ND Walsch und an Andere in Dtld. und anderswo gewandt -, die diese Grenze überschreiten möchten, und, die nach der bei ihnen einzeln erfolgten ferneren Klärung bestimmter häufig verwendeter Worte sich eine bessere Lancierung für das Verbreiten der Botschaften der Neuen Spiritualität erhoffen.

Wollen wir mal schauen, inwieweit Deine Äußerungen diesem Ziel gerecht werden.

 

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WOLLEN

Es geht sehr früh in den GmG-Ausführungen um die Dreiheit »bereit sein«, »willens sein« und »fähig sein«. Mithin, es geht um eine Dreiheit. Der Impuls (es geht auch nicht allein um den Impuls zu „handeln“, wie Deine Worte nahe legen, ….: »Wollen, aber wirklich wollen und dann zu handeln ist mehr gefragt als je zuvor!« - - »… der Positive Tatmensch ….«) vermag also auch noch durch zwei andere Parameter beeinflusst zu sein. Die Betonung auf den Willen, die Du setzt, kann ich in GmG nicht erkennen. Auch nicht die Betonung auf die Bereitwilligkeit.

Der Impuls, den GmG hervorhebt, ist der Impuls zum Göttlichen hin. Der dort hervorgehobene Impuls ist nicht zum Handeln hin, nicht zum Positivieren hin, nicht zum »reinen Wollen« hin, nicht zur Gewissheit hin unter Tilgung von Hoffnung und von Glauben. Das Göttliche ist darauf aus, den Impuls zum Göttlichen hin anzusprechen und dadurch zu stärken.

Du schreibst, »Wollen« sei in GmG »des öfteren mit dem englischen Wort WANTING gleichgesetzt«. Diese Deine Beobachtung teile ich nicht. Meine Beobachtung ist, dass die Wortbedeutung von ‚to want’ im durchaus umgangssprachlichen Sinne, d.h. durch den genaueren Kontext und durch die Tönung des Abgeschilderten in seinen ferneren Bedeutungsschwerpunkten für den Leser der GmG-Texte erschließbar ist. Solltest Du gemeint haben, ‚wanting’ tauche des öfteren in den GmG-Texten auf … ich kenne die engl. Original-Texte der 10 GmG-Bücher nur beiläufig, kann also dazu nicht Stellung nehmen; allerdings, etwa 120 mal ca. 6 enggeschriebene DIN A 4-Seiten an Übersetzungen innerhalb von etwa drei Jahren brachten meines Erinnerns nur einmal das zu übersetzende Wort ‚wanting’ (dt.: fehlend, unzulänglich) auf.

Somit teile ich nicht Deine Wahrnehmung, es gebe eine höhere Betonung des Mangelaspektes von ‚wanting’ in den ND Walsch-Werken als in den Büchern des Ehepaares Hick.

 

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Zur Sache ….

Alle unsere Milieus bestehen aus Gegen-Stehendem (Gegenständen), aus Kontrasten, aus zu Differenzierendem, teils aus Widersprüchen, aus Oppositionen, aus Abfolgeketten, etc. Davon das natürliche Ergebnis ist das Wünschen, Wollen, Mögen, Vorziehen, … und dann darauf Bezug nehmend: die erwartende Wahrscheinlichkeit - die mit Erwartung gepaarte Wahrscheinlichkeit -, etwas zu bekommen. Dieses natürliche Ergebnis geschieht prozessual durch erfahrungsmäßiges, unter Einbringung des Geistes und des Körpers erbrachtes Vergleichen. Dabei fällt auch das Nicht-Gemochte an. Es ist unerlässlich, das Nicht-Gemochte zuzulassen zu ermitteln und als Episode zu durchlaufen, um das Gemochte fest zu halten. Es ist unerlässlich, das Gemochte zuzulassen zu ermitteln und als Episode zu durchlaufen, um das Nicht-Gemochte loszulassen.

Unterbundenes Vergleichen kommt einem Kretinismus gleich. Dasjenige, was wir nicht wollen, im Laufe einer Unterweisung zu diskreditieren, zu entwerten, schlecht zu machen, oder Derartiges (vor)gemacht zu erhalten, ist eine krankmachende Lehre.

Es kann durchaus sein, dass wir in einen angespannten, mit uns im Konflikt stehenden Zustand geraten (ja, es ist häufig der Fall), wo wir uns auf etwas Gewünschtes / Gewolltes / Beabsichtigtes / von Verlangen Befeuertes konzentrieren, wo wir aber gleichzeitig unfähig sind, es zu erlangen. Dies kann zu einer Steigerung von Wollen führen. Etwas, was uns wenig gut bekommt und womöglich auch noch Andere in den Kreis einer Erwartung einbezieht, denen gegenüber wir mit Bestimmtheit erwarten, sie seien diejenigen, die es uns nun zu erbringen haben. Es kann aber auch zu einer höheren Temperatur beim Einnehmen des WIE - wie wir uns fühlen, hätten wir es - führen.

 

 

Ich ziehe umgangssprachlich keine große Unterscheidung zwischen wollen, beabsichtigen, wünschen, verlangen, wählen. - - Da wir schon an der Stelle sind - - dt.: „verlangen, trachten, streben“ wird in den GmG-Übersetzungen und -Büchern für engl. „desire“ gesetzt: die dem Leben innewohnenden leidenschaftlichen Bestrebungen und Neigungen.

 

 

Brauchen ist eindeutig anders als wollen – da sind wir uns einig. Dazu brauchen wir uns nicht zu äußern. Auch da allerdings ist umgangssprachlich nicht vorgelegt, zwischen ‚Erfordernis’ einerseits und einer beobachtbaren Abfolge von Vorkommnissen, Schöpfungen und Schritten, die es „braucht“, um etwa von hier nach Zürich zu gelangen, andererseits, zu unterscheiden. In diesem Sinne wird ‚brauchen’ in GmG „offen“ und umgangssprachlich verwendet.

»Wollen« in dem Sinne, wie Du es (wohl?) meinst, dass »etwas zu wollen, bedeutet, es nicht zu bekommen«, oder: dass „sich etwas zu widersetzen, bedeutet, dass es fortbesteht«, ist ein Sich-Konzentrieren auf etwas, was es nicht gibt: Wir können nicht Etwas absichtsvoll wollen und bekommen, sofern wir nicht zur Anerkenntnis und zur Erinnerung gelangt sind, dass dieses Etwas bereits da ist. – Wie es die ‚Wöchentliche Frage’ dieser Woche auf unserer Website so gekonnt anschneidet …. »Wenn ich bekäme, was ich wollte, was hätte ich dann?«!

Wir sind also, während wir diesbezüglich ohne Anerkenntnis vorgehen (Jeder weiß: wir gehen häufig so vor), in der Phase des Kennenlernens dessen, was möglich ist und was unmöglich ist. Die Episoden-Überschrift müsste also ausgetauscht werden.

Es ist unmöglich, etwas schier zu wollen, und, es auch zu bekommen. Dies ist unmöglich, da keine Situation existiert oder da keine solche ersteht, wo das Gewollte bereitsteht, damit es sich aufgrund des Aktes des Wollens zu uns hin verfügt. Es gibt keine Situation, etwas zu wollen; deswegen nicht, weil sie angesichts dessen, dass dasjenige doch schon da ist, nicht in dem Bereich des Wählens existiert. Es ist allerdings möglich, vergessen zu haben, dass es unmöglich ist, etwas zu wollen, und: Letzteres deswegen, da es schon da ist. Es ist allerdings möglich, in die Illusion einzutreten, etwas zu wollen; etwas zu wollen, was noch nicht da ist. - - Ich weiß, es ist eine delikate Angelegenheit, darüber in unmissverständlichen und in am wenigsten missverstehbaren Worten zu reden …..

Schöpfung ist ein Akt des Wählens. Aus dem Pool des bereits Erschaffenen heraus.

Das Wollen ist also eng mit dem Vergessen / Erinnern liiert. Hätten wir aufgehört zu vergessen, was wir alles sind, haben und tun, so bekäme das Wollen eine andere Färbung. Es wäre ein Danksagen und wandelte sich in Wahlen und Vorlieben. Und daraus erwüchse unmittelbar das Realisieren und Wahrnehmen des Erstrebten.

 

 

Sollten wir in dieser Phase des Kennenlernens hinsichtlich dessen, was möglich und was unmöglich ist, was wir nicht wünschen und was wir wünschen, was unser Persönliches ist und was Dasjenige des Anderen ist, spirituellen Lehren folgen, die das Unmögliche als etwas Unmögliches und deswegen Nichtexistentes, als etwas Negatives, als etwas zu Vermeidendes, die also womöglich die Illusionen als etwas möglichst zügig zu Durchlaufendes bemessen, so werden wir uns in dieser wichtigen Phase - in der Phase, zu erkennen, was uns möglich ist und was nicht, was uns nahe liegt und was nicht, was wir wünschen und was nicht - Runde um Runde drehen und von dort schwerlich wieder herauskommen.

 

 

Es ist möglich, etwas zu wollen, was unmöglich ist.

Es ist unmöglich, etwas nicht zu wollen, was unmöglich ist.

Es ist möglich, etwas nicht zu wollen, was möglich ist.

Es ist möglich, etwas zu wollen, was möglich ist.

Je mehr Letzteres der Fall ist oder von uns gewählt wird, desto mehr wird Das Was IST zu dem, was wir wollen und mögen.

Dies alles können wir erfahren. Es ist allerdings wichtig, hier einzufügen: Nicht alles, was wir erfahren, ist auch wirklich. In aller Regel ist ein kleiner Teil von dem, was wir erfahren, wirklich. Das meiste ist Illusion.

 

 

Das zu wollen, was mir möglich ist, oder: nur das zu ermöglichen, was wir wollen – in so genannter negativer wie positiver Hinsicht -, das ist der Weg, der sich an einem bestimmten Wege-Punkt auftut zu einer Erkenntnis und einer Erfahrung über den Weg von der Art, dass er das Ziel bereits zu Beginn schon innehatte: das Mögliche und das Gewollte sind ineins. Der Weg war, uns des diesbezüglichen Anhaftens an das Vergessen zu entledigen und von ihm derart lose zu werden, um eben dann in das Vergessen einzutreten, wann immer wir es wieder mögen und wählen.

 

 

Ich sehe also keinen wesentlichen Bedarf an Klärung zweier verschiedener Gewichtungen zwischen den Ausdrucksgewohnheiten und zweier Klarheitsmaße aufseiten ND Walsch’s einerseits und aufseiten des Hicks-Ehepaars bzw. der Abraham-Quelle andererseits.

 

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ERWARTEN

Lieber Johannes, Du schreibst: »ein total positives Lebensgefühl, eine Art Vorfreude«, wo Du Dich auf den Schöpfungsprozess beziehst. An dieser Stelle liegt womöglich ein Knackpunkt. Eine Vorfreude setzt einen Vorgang des Allmählichen voraus und ist Teil von ihm. Fakt ist aber, dass das Gewünschte bereits da ist – auf unserer Seite ist es nur so: wir erkennen es nicht; wir sind weitgehend blind für seine Existenz und Präsenz.

In dem spezifischen Schöpfungsprozess, in dem Vorfreude und Antizipieren eine Rolle spielt, wird Vorfreude und Antizipieren geschaffen werden. Wir werden hin und her geworfen sein zwischen Vorfreude und frustriertem Nicht-Erreichthaben, zwischen einer Vorstellungswelt bezogen auf ein Künftiges und der ‚harten’ Wirklichkeit, zwischen den Oppositionen des Paares Wünschen und Bekommen als Solche (das meint, „Was wünsche ich doch alles, und ich bekomme doch so wenig davon!“ wird zu einem Lebensthema von uns, mit dem wir weitgehend befasst sind, und mit dem wir, weitgehend einsam wohl, unsere Stunden verbringen, weitgehend stumpf wohl für das, was Andere an Leid an uns herantragen).

Der Schöpfungsprozess ist dann vollständig verstanden und praktikabel eingestellt, wenn das Empfinden, das uns überkommt, sobald wir das Gewünschte haben, unsere gesamte Gegenwart durchtränkt.

 

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Ich habe oben den Begriff ‚erwartende Wahrscheinlichkeit’ verwendet und dadurch bereits angedeutet, worum es bei der Klärung von ‚erwarten’ meines Erachtens geht.

Die Umgangssprache unterscheidet nicht zwischen zwei Aspekten von ‚erwarten’, die ich hoffe im Folgenden näher ans Unterscheiden heranzuführen ….

Zum Einen. Du wirst meine Haustür kaum mit dem Rücken zuerst durchqueren, sondern mit dem Gesicht zuerst. Ich kann also erwarten, dass ich zuerst Dein Gesicht sehen werde. Es ist wahrscheinlich. Oder: Dein Brief-Absende-Beispiel. Ich erwarte, dass er ankommt.

Ja gewiss, es ist, wie Du schreibst. „Wenn ich mir etwas wünsche, dann ist es doch nur natürlich, dass ich das von mir gewünschte auch ERWARTE – weil ich es mir ja wünschte. Selbstverständlich ein total positives Lebensgefühl, eine Art Vorfreude, ein Liebäugeln auf das Kommende.“

Diese Art Wünschen kommt dem Hoffen und dem Glauben sehr nahe. Es wäre wünschenswert, diese drei Aspekte, »Hoffen« - - »Glauben« - - »Gewissheit«, noch einmal sicherer zu fassen, und sich die enorme Schaffenskraft, die in ihnen geborgen ist, zu vergegenwärtigen. Sie sind des öfteren in den Wochenbulletins entfaltet worden. Die drei stehen nicht in einer Rangfolge. Dies wird häufig übersehen. Sie leisten verschiedene Grade an Schöpferkraft, das ist wahr. Doch deswegen ist nicht das eine besser als das andere oder dem anderen vorzuziehen. Sie stehen frei und ohne Vorzugsauszeichnung uns zur Wahl frei.

Eine gar nicht so kleine Randbemerkung zu dem obigen Zitat Deines Textes – ich wiederhole es gerne - … Wie wäre es denn, wenn die Absicht, die die Vorfreude befeuert – diese Absicht ist ja ein auf das Gewünschte hin bezogener und von ihm eingefärbter Seinszustand – eben das ist, was das in aller bewusst getroffenen Wahl Gewünschte neu erschafft?! Das das in aller Bewusstheit (des Ermittelthabens dessen, was wir wünschen und nicht wünschen) Gewünschte in die Gegenwart des Hier und Jetzt verbracht habende »total positive Lebensgefühl« ist es, was das Gewünschte aus der Gegenwart „von woanders“ in unsere Gegenwart „herüberzieht“; besser ausgedrückt: wir wechseln bei diesem Geschehen die Gegenwart.

 

 

Zum Anderen. Das Erwarten, von dem GmG ja sagt, es tilge (ebenso wie die Eifersucht) die Liebe (zwischen zwei Menschen und anderswo), handelt von dem Übertrag eines Selbstanteils meiner Seite auf das Verwirklichtwerden durch den Anderen. Es geht mithin bei dieser Art von Erwarten – diese Art ist der zentralere der zwei Erwartens-Wortbedeutungen in GmG – um ein Ergebnis von etwas, was ich bereits getätigt habe, indem ich mich als desintegriert definiert habe; indem ich mich nicht in vollem Umfange für mich verantwortlich gezeichnet habe; indem ich also einen Anderen damit beauftrage und belaste, einen Teil von mir zur Ausführung bringen zu sollen oder zu müssen; indem ich mit Gewissheit davon ausgehe, dass der Andere dies zu erbringen habe. Erwartungen an Andere sind das Ergebnis bereits an mir ergangener Selbstmissbilligungs-Vorgänge, und sie fallen somit nicht unter „wollen, und beabsichtigen, wünschen, verlangen, wählen“, wie Du es in Deiner Anfrage begriffen hast. Sie sind das Ergebnis von Wahlen, die ich, kollektiv oder individuell vermittelt, bezüglich der Wertschätzung meiner Selbst getroffen habe.

Ich hoffe, durch die Aufklärung dieser Vermengung in Deinem anfragenden Text Klarheit erwirkt zu haben.

 

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Nun gehst Du auch darauf ein, dass es zweifelsohne auch der Fall ist, dass »das Erwünschte sich eventuell NICHT erfüllen wird« (dazu weiter unten). Ferner beziehst Du Dich auf den verzeichenbaren Fakt, man könne »etwas wollen, wählen, beabsichtigen und dann befürchten, zweifeln, etc., dass das Erwünschte sich eventuell NICHT erfüllen wird.«

Diesen letzteren Fall halte ich vermittels Deiner Worte für nicht gänzlich charakterisiert. Das »total positive Lebensgefühl« steht dann aufseiten der Furcht und des Zweifels (schwer zu glauben, oder etwa nicht?), aufseiten der beobachteten Kräfte- und Befähigungsermangelung. Das heißt, ‚wollen, wählen, beabsichtigen’ ist dann das ERGEBNIS von Furcht und von Zweifel; und es werden Furchtbares, zu Befürchtendes, weiter Befürchtungen Auslösendes, und Zweifelhaftes und in Zweifel Gezogenes das Schaffensergebnis sein.

Der Vorgang des ‚Wollens, Wählens, Beabsichtigens’ im Lichte des Befürchtens und Zweifels ist ein Befürchten und Bezweifeln des Wollens, Wählens und Beabsichtigens. Das heißt – wir kennen diesen Zustand, das vermute ich, recht gut –, wir sind vornehmlich damit befasst, unser Wollen, Wählen und Beabsichtigen als Solches in Befürchtungen und in Zweifel zu ziehen. Bloß mit uns selbst befasst. Die Erweiterung unseres Selbst hinein in die Verursachungsrolle unseres Selbst für unsere Gegenüber oder für unsere Umstände hat noch nicht begonnen. Klar, in der Phase täuschen wir Einiges vor -- wir wollen und beabsichtigen das eine oder andere, und verdecken häufig dasjenige, was dabei erreicht wurde und ankam bzw. eben nicht erreicht wurde.

 

 

Diesen oder ähnlichen Vorgang bezeichnest Du als »nicht rein«. Vermutlich, weil Du das Ganze als eine Vermengung von ‚wollen, wählen, beabsichtigen’ einerseits und von ‚befürchten, zweifeln’ andererseits erachtest. Es handelt sich in meinen Augen nicht um eine Vermischung, und in meinen Augen und gemäß meiner Erfahrung antwortet das Universum nicht auf Beides, auf das ‚wollen, wählen, beabsichtigen’ UND auf das ‚befürchten’; es antwortet nicht auf das, was von dem einen der zweien erdrückt und umschlungen wird: es antwortet auf ‚befürchten’.

Der Vollständigkeit halber sollte eingefügt werden …. Es gibt auch den häufigen Fall, man kann »etwas wollen, wählen, beabsichtigen, und das Erwünschte wird sich NICHT erfüllen.« Da lässt sich dann anhand des Fehlenden ein Verständnis ermitteln. Das Fehlende ist das Verständnis. Ich wiederhole das: Das Fehlende ist das Verständnis. Das Verständnis ist also (bei diesem - häufigen - Falle) bereits da. Nämlich, das Verständnis dessen, weswegen ich das, was ich nicht bekommen habe oder was ich als Anderes bekommen habe, bekommen habe. In einem gewissen Umfange wird also das, was mir im Zustande des Wünschens als unmöglich in Erscheinung trat, zu Demjenigen, was es mir ermöglicht, mich über Dasjenige aufzuklären, was ich wirklich möchte; mich über Dasjenige aufzuklären, was mir zu wollen als unmöglich erschien.

 

 

Es gibt immer nur reines Wollen, Wählen, Beabsichtigen. Es gibt wohl hintereinander reines Beabsichtigen von - etwa - sich gegenseitig Ausschließendem. Letzteres liegt daran, dass die Phase des Erkundens dessen, was wir wählen zu sein, was wir wählen zu wollen, was wir wählen zu haben, und was wir wählen zu tun, in vollem Gange ist, dass sie eben seine Zeit braucht und ein Sortieren beinhaltet. …. Außer - sie braucht es nicht.

 

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Zu dem einen oder anderen Deiner Punkte in der SCHLUSSFOLGERUNG ....

 

 

Gewiss ist es ratsam, seine Worte so zu wählen, dass sie nicht effektives Sein, Sagen und Handeln ausbremsen. Negativ besetzte Worte, emotional-negativ besetzte Worte, schreckliche Worte, schillernde Worte ganz vermeiden zu wollen und nur Positiviertes an Worten verwenden zu wollen, ist gemäß des Funktionalitäts-Konzeptes der Neuen Spiritualität nicht funktionstüchtig.

Funktionstüchtig ist es hinfür, in einem ersten großen Rundum-Verteilensvorgang neuer Botschaften jene Sprache zu verwenden, die die Meisten unter den Menschen in einem unmittelbaren Vorgang des Verstehens erreicht. Dazu gehören ohne Zweifel derart negativ besetzte, emotionalisierte, strittige, ‚blutbeklebte’, ‚schreckliche’, von bestimmten Menschen als abstoßend erlebte Wörter wie Freiheit, Liebe, Gott, Religion, Spiritualität, Wollen, Verlangen, Hass, Kreuzigung, etc.

Nicht das WAS der Worte bemisst die Kraft der Worte, sondern ihr WIE. Was würde es an mir ändern, wenn ich, inmitten einer Regierungsform aggressiver Atheisten, mich von Theophil in Robert umbenannte? Es ist das WIE Dasjenige, was den zum Robert umbenannten vormaligen Theophil hinsichtlich seiner Wirkkraft auszeichnet.

Wir können viele Worte verstehen, viele oder manche Worte auch verstehen darin, dass wir sie nicht verstehen. Und doch ist dies nicht das Wesentliche der Worte. Es geht um das Wissen, was sie bedeuten in unserem und in aller Leben. Wenn dieses erfahrene Wissen der besagten und gesagten Worte eingesetzt hat, sind unsere Worte, egal in welcher Lautform, egal in welcher ausgetauschter Form, egal in welchem Kontextmilieu, aus dem heraus sie mitgefärbt werden, durchwirkt von ihrem WIE.

 

 

Schon also an der ersten und bedeutenden Phase des Ausbringens Neuer Botschaften in diesen unseren vorliegenden gegenwärtigen Jahren bewährt sich die Neue Spiritualität darin, nicht das Negative wegzaubernd oder umwandelnd, gemindert, weniger in Betracht nehmend, darüber hinwegschauend sein zu wollen, sondern, es - wie auch alles Andere - für das im Augenblick Anstehende zu verwenden, um ebendas voranzubringen.

Nicht das Negativieren vermittels des Positivieren-Mögens des Negativen zum Verschwinden zu bringen, ist die Angelegenheit der Neuen Spiritualität. Sondern das Negative und alles Weitere als Teil meiner Selbst willkommen heißen, es lieben, es damit zum Ausgangspunkt einer Stärkung und Erhebung der nächstgrößten Vision der großartigsten Vision von Wer Ich Wirklich Bin, die ich je von mir hatte, machen und nutzen, und es damit einbauen und einfassen - - daran ist es der Neuen Spiritualität gelegen. „Das Negative totlieben“ – davon redet GmG. Das Negative ist, eben so wie das Positive, die Ursache wie auch das Ergebnis meiner Schöpfungen rundum. Weswegen sollte ich meine Schöpfungen, die blau sind, umdeuten wollen, dass sie ab jetzt nicht mehr blau sind. [Siehe hierzu die Äußerungen des hawaiianischen Schamanen, Psychologen und Heilers Dr. Len auf unserer Webseite unter ‚Rundum Neigungen zum EINSSEIN’.]

 

 

Die langanhaltende Spanne eines Zeitalters von der Art, Negatives vermeiden zu wollen, geht dem Ende zu; sie war die Zeit der Führungsmacht durch Religionen; und es ist verständlich, dass diese Auffassung in allerhand Varianten dann vermehrt und tupferweise an die Oberfläche gerät, wenn die Bewegungen des Neuen und die Strudel des aufbäumenden Alten besonders hochschießend sind, und wenn das Verlangen steigt, sich an der Tradition festzuklammern, vielleicht gar auch ohne zu wissen, dass es sich um eine Tradition handelt; „Tradition? Was!? Ich und Tradition!?“ - etwas, wovon man vorgibt, es hinter sich gelassen zu haben. Die Zeit, Negatives - und alles Weitere - für das zu nutzen, was wir zu dem uns Anliegenden wählen, bricht an. Unzeitgemäße gibt es genug; seit eh und je genug - so verzeichne ich es. Ich verzeichne es ferner, dass ebendies der beste Anlass für mich (und für Andere) ist, sich der Unzeitgemäßen in meinem Inwendigen zu befleißigen.

 

 

Du schreibst unter ‚Schlussfolgerungen’:

„Wenn man sagt, ich beabsichtige, ich wähle oder ich will, so ist es jedem Menschen gegeben, nach Freier Wahl, die verbalen Ausdrücke in positiver Weise zu nutzen oder auch zu verunstalten.“

Hierzu …. Wenn ich sage ‚ich schlage mich mit vergammelter Milch herum’, ‚ich wähle als ersten Blick auf eine Frau zuerst den Blick auf ihren Busen’, ‚ich möchte, dass nur noch die allerschönsten Klänge mein Ohr erreichen, und deswegen höre ich keine „moderne“ Musik im Radio mehr und gehe ich nicht mehr in Discos’, so ist es jedem Menschen gegeben, nach Freier Wahl, die verbalen Ausdrücke in positiver Weise zu nutzen oder auch zu verunstalten.

Hmm ….

 

 

Die Reine Schöpfung – ich habe von ihr in »schönen« Worten geschrieben – ist ohne Erwarten eines bestimmten Resultats. Sie geht vonstatten ohne ein erfahrungsmäßig gespeichertes Vorwissen; und in einem Raum des Nicht-Mehr-Wissens, des Nicht-Mehr-Beabsichtigtes-und-Nichtbeabsichtigtes-Ermessens, des Nicht-Mehr-Vergleichens und ­Nicht-Mehr-Erörterns. Sie ist pure Freude des Erschaffens.

 

 

Je näher ich dem Gesicht eines Menschen, je näher ich seinen Augen, je näher ich seinem Wunsch komme, sich an mir zu stärken, desto mehr enträt sich mir das Erwarten, dass ein Wunsch sich nun manifestieren werde. Desto mehr enträt sich mir das Wünschen, desto mehr bin ich eins in der Präsenz und werde zum Präsent. Und ferner, Leben ist in vieler Hinsicht ein Prä-Sentiment (‚pre-sent’). Insofern, dass es in fürsorgender und obwaltender Vorwegnahmehaltung zu pflegen und schützend zu halten sei. In diesem Sinne ist es viel mehr Absicht als es die Wünschens- und Wollens-, die Erwartens- und Bekommens-Aspekte uns zunächst nahe legen. Je näher ich in bewusstem Leben des Lebens mich mit dem Wunsche des Lebens, mich ihm ganz anzunähern und mich um es so zu sorgen, dass es mit seiner Vereinigung mit mir in Entzückung aufwartet, versorge und dementsprechend wandle, desto mehr werde ich Das Was IST, und, desto mehr bediene ich mich dessen, was die Illusion von Das Was IST ist, um Das Was IST und Das Was Ich Wirklich Bin und Das Was Ich Wähle Zu Sein zu erneuern, ihm in absichtsvoller Weise Etwas hinzuzufügen und es zu vergrößern.

 

 

Lieben Dank für Deine Fragen und Einlassungen. Sie spornen mich an und inspirieren mich.

Herzliche Grüße


Theophil

 

= = = = = = = = = = = = =

 

D.

 

Hallo lieber Theophil,

[…..]

Ich wollte mich mal bei dir melden und fragen wie es dir geht?
Mir geht es sehr gut. Ich habe vor vier Wochen geheiratet und mein Mann und ich haben wunderschöne Zeilen aus dem gmg-Material bei der Hochzeit ausgesprochen. Es war sehr schön und alles, naja fast alles ist bei mir wunderbar.
Ich hab wieder vermehrt gelesen und ich fühle mich auch in bezug auf ein Problemchen wieder viel besser und angstfrei.

[….]

In meinem Leben stellt sich im Moment die Aufgabe, dass ich evtl. eine Anzeige wegen Betruges bekomme.
Es ist jetzt die Frage wie ich mich weiter verhalte, ich grübelte sehr viel darüber.
Nach einem Gespräch mit Gott habe ich Gott darum gebeten, mir die schlechten Gedanken und Ängste zu nehmen und mir zu helfen lockerzulassen.
Das hat auch gut geklappt, mein Problem ist hauptsächlich dieses dass ich noch nicht weiss wie ich mich im evtl. eintretenden Fall eines Gerichtsverfahrens verhalten soll.
Das Strafmaß könnte relativ hoch werden.
Davor habe ich natürlich Angst.
Jedoch lebe ich seit ca. fünf Jahren ohne Lügen (jedenfalls ohne größere).
Das ist zu einem sehr wichtigen Prinzip von mir geworden.
Ich habe auch viel darüber nachgedacht, dass die Leute deren Gutgläubigkeit und Nachlässigkeit ich ausgenutzt habe, sicher im größeren Zusammenhang mir dieses "erlaubt" haben und ich dadurch, dass ich mal was gemacht habe, was nicht "gut" war; mich sicher auch erkannt habe, was ich nicht bin.
Ich bin dann aus dem Job ausgestiegen, weil ich es nicht mehr länger konnte, die Leute verarschen.
Jetzt stehe ich in Gedanken an einem Punkt, wo ich denke lügen zu müssen um meine ehemaligen Kollegen und Chefs nicht zu belasten. um sie sozusagen nicht zu verraten.
Zu mir waren sie immer sehr fair.
Andererseit denke ich, dass dir Wahrheit zu sagen, immer die beste Lösung für alle ist.
Ich habe Gott gebeten, mir zu gegebener Zeit und für den Fall das es überhaupt soweit kommt, den richtigen Tip gibt, wie ich mich am besten verhalten und meine Seele dann deutlich zu mir spricht und ich dann auch verstehe.
-ABER...
entferne ich mich von Gott, wenn ich die Unwahrheit spreche?
Gott sagte im ersten Buch, als er die zehn Gebote erläuterten, wenn ich gott gefunden habe, dann habe ich es nicht mehr nötig die Unwahrheit zu sprechen.
Ich setze mich immer ziemlich unter Druck sprituell zu wachsen und Gott zu "gefallen".
Obwohl ich natürlich weiss, dass es Gott im Grunde egal ist, was ich mache.
Ich weiss auch dass das eine Sitution ist, die ich selbst produziert habe.
Ganz konkret habe ich das Gefühl, dass ich bevor ich jetzt zur Polizei bestellt wurde usw. oft an meinen alten "betrüger-job" gedacht habe und mich dafür geschämt habe.
Ich habe damals den leuten am telefon Anzeigen in einer Broschüre verkauft, aber ich habe ausgenutzt dass die Leute in den meisten Fällen im Irrtum waren ,wer ich bin.
denn sie dachten, ich bin von einem anderen Verlag.
Dass heisst dass ich bewusst ihren irrtum akzeptiert / gewollt habe.
-
jetzt habe ich eigentlich die Sorge, ob ich mich von meinem Weg immer näher der kosmischen Weisheit zu kommen, entferne wenn ich mich doch entscheiden sollte, im Fall des Falles zu lügen.
-
Was meinst du ?
Findest du meine Gedanken unreif ?

Ich schicke dir sehr viele liebe Gedanken und ich hoffe dass es dir vor allem gesundheitlich gut geht.
Sei kräftig umarmt!
Irma

[Namen geändert.]

= = = = =

Liebe Frau Irma,

etwas verspätet - ich war für 10 Tage auf Ferienreise - .....

Dankeschön, dass Du niedergeschrieben hast, was Dich bewegt und bedrückt, und dass Du einen Anderen damit betraust. Du fragst, wie es bei mir steht? Auch da gibt es zu berichten: ein Auf und Ab der spirituellen Fortentwicklung. Mehr und mehr addiere ich jene Augenblicke, wo ich ganz nahe bin, zu einer Kette und lasse sie in meinem Gemüt nicht mehr los. Dies hilft mir in schwierigeren Momenten, dann wieder in Kürze präsent zu sein und mich zu erinnern, wer ich wirklich bin und wer ich wähle zu sein.

Ich möchte Dich vorab darauf aufmerksam machen, dass der Internet-Tagebuch-Eintrag vom letzten Samstag, dem 16.9.06, als auch das soeben von mir in Übersetzung befindliche Bulletin #210, Teile aufweisen, die Deine Fragen und Änderungswünsche Deiner selbst berühren.

Ferner möchte ich Dich darum bitten, ob Du unseren kleineren Briefverkehr nicht für Andere nützlich machen könntest, indem wir ihn anonymisierterweise auf der Website veröffentlichen. Ich wäre Dir sehr dankbar dafür. Denn allein unser Leben unterweist unsere Vis-à-vis aufs Formidabelste.

Solltest Du einmal Kinder bekommen - bestimmt hast Du es auch schon bei Kindern Anderer beobachtet - : die Eltern lassen sich von den Umwegen, die die Kinder womöglich eingehen und gelegentlich beschwerlicher und beschwerlicher einnehmen, in ihrem guten Bilde über ihre Kinder nicht abbringen - - für sie sind die Abirrungen nicht Dasjenige, was ihr Kind wirklich ist. Diesen Gedanken möchte ich Dir nahelegen .... Die Kinder, wie auch Du und ich, sind auf dem Weg, sind auf allerhand Wegen, auf krummen, irrenden, herrlich schönen, beschwerlichen, belustigenden, usw. Wegen, um immer mehr das zu werden, was wir Wirklich sind: immer mehr Mensch in Gottgestalt; immer mehr Gott in Menschgestalt. Dieses Ziel ist unausweichlich. Somit - lass Dich von diesem guten Bilde, wie eine Mutter und ein Vater hinsichtlich ihres Kindes, über Dich nicht abbringen. Auch wenn's mal um's Schlingern geht.

Wir können uns in jedem Moment eine höhere Auffassung von uns selbst zueignen. Wir können jeden Moment, auch und insbesondere diejenigen Augenblicke der sog. schlechten Gedanken, der Ängste, die Augenblicke der Gedanken an die womöglich (auch juristischen) Konsequenzen daraus, was wir mal in der Vergangenheit taten, dazu nutzen, die nächstgrößere Version der großartigsten Version von Wer Wir Wirklich Sind, die wir je von uns innehatten, zu wählen. Tatsächlich tun wir dies stets - nur, wir haben uns in einen schlafwandlerischen Zustand versetzt, darüber nicht Bescheid zu wissen. Also .... : nutzen wir doch jedweden Augenblick dazu, uns dessen zu erinnern. Nutzen wir die Ängste, die Sorgen über einen Gerichtsprozess, die hin und her wedelnden Gedanken, was denn nun das "Richtige" in dieser verzwickten Lage sei, ... alles Weitere ... dazu, uns neu zu formieren und neu zu erschaffen.

.... darin dann kommen in der Folge ganz neue Erscheinungen zum Vorschein; Erscheinungen und Umgestaltungen der Umstände vor Gericht, vor der Polizei, vor der Verpflichtetheit gegenüber dem früheren Arbeitgeber. Darüber dann wandeln sich unter der Hand die Umstände, Ereignisse, Einstellungen und inneren Zustände der "Vergangenheit" derart um, sie gruppieren sich neu, dass sie Deinem bewussten Geiste mehr und mehr als dienlich in Erscheinung treten, wenn auch nicht in allen Fällen restlos dem Geiste als solche erkenntlich. Lasst uns also die Ängste (oder was auch immer) dazu nutzen, alles damit Zusammenhängende als segensreich zu begreifen, und ihnen den allerhöchsten Sinn - den nunmehr zu wählenden Sinn - des Beitrages zu unserem Wachstum zu verleihen.

Ich stimme Dir bei dem zu. Bei vielen Menschen unseres uns umgebenden Lebens handelt es sich um Solche, die wir in unser Leben holten, um näher und gewandter, forscher und sortierter zu bestimmen, Wer Wir Nicht Sind. Um in der Folge zielstrebiger, bestimmter und gesicherter zu werden in der Wahl Wer Wir Wählen Zu Sein. Dieses Geschehen umfasst eine eigene Lebensphase. Deswegen sprich auch, neben Deinem Bedauern, mit diesen Geschädigten ein Gebet des Dankes für ihr Dasein und Sosein.

Ich möchte nicht so weit gehen, wie Du schreibst: "Ich weiss auch dass das eine Sitution ist, die ich selbst produziert habe.
Ganz konkret habe ich das Gefühl, dass ich bevor ich jetzt zur Polizei bestellt wurde usw. oft an meinen alten "Betrüger-job" gedacht habe und mich dafür geschämt habe."
- Eine juristisch betrügerische Vorgehensweise ruft nun einmal, als eine per Gesetz vorinstallierte Konsequenz, häufig (nicht immer, wie wir wissen) die Polizei auf den Plan. Auch dieses Geschehen des polizeilichen und juristischen Erfasstwerdens ist Jedem ziemlich bekannt, und nicht gerade im Unbewussten oder Überbewussten angesiedelt. Wäre es Dir lieber gewesen, Du gehörtest zu der (Mehrheit der?) Gruppe der Betrügenden, die nicht erfasst werden? Ich sehe Folgendes:

Alles, was wir tun oder an Ereignissen an uns ziehen, tun wir aus Liebe zu uns selbst; tun wir, weil wir es wollen. Dies umfasst somit auch die Bestellung aufs Kommissariat. UND: Nichts davon hat für sich genommen eine Bedeutung. Verleihe also jedem Akt und jedem Ereignis in einer Reihe von Ereignissen, in der Du gerade weilst, jene Bedeutung, die Dir am höchsten angesiedelt ist. Gehe also alles der Reihe nach durch und verleihe und verleihe.

Ob Du die Wahrheit sagst, ob du die Unwahrheit sagst (häufig genug tun wir das - ohne darum zu wissen - ; es ist geradezu Normalzustand), ob du nun bewussterweise die Unwahrheit sagst (Dein geschilderter Fall) - all dies bewegt die Wahrheit nicht von Dir weg. Sie ist "unverrückbar" (nicht: unumänderbar), insofern, als sie stets und an jedem Ort Dir am nächsten ist, wo auch immer Du Dich hinbewegst, in welche Aussagen der wahren und unwahren Art Du Dich auch hineinbewegst oder in der Vergangenheit hineinbewegtest. Sie besteht in der Liebe zu Dir selbst. Dies ist die Wahrheit. Diese Liebe können wir nicht beschädigen - siehe die Situation der Eltern von oben. Die Liebe duldet alles. Deswegen fühle Dich frei, dasjenige zu tun, was Dir gerade angeraten scheint. Um es auf die Spitze zu treiben: Eine in aller Bewusstheit gesagte Unwahrheit, eine in aller Bewusstheit gesagte Unwahrheit, die in der Dir zukommenden Förderlichkeit gesagt und ausgesprochen wurde, wird sich - das ist wie ein Wunder - als etwas anderes herausstellen ... sie wird sich ihres Unwahrheitskleides entkleiden, und Dir im Augenblicke dazu dienen, Deiner Wahrheit in bewusster Weise näherzukommen.

"Das Universum hat keine Vorliebe in der Angelegenheit, wie das Leben auf diesem winzigen kleinen Planeten in diesem winzigen kleinen Sonnensystem in dieser winzigen kleinen Galaxie sich entfaltet. Gott ist nicht dabei, die Haare auf deinem Kopf zu zählen, er ist nicht dabei, die Münzen zu zählen, die du mit 14 von der Theke des Geschäftes gestohlen hast, oder die Beleidigungen zu zählen, die du während deiner 70+ Jahre begangen hast als Teilnehmer an diesem 50-Milliarden Jahre Alten Prozess namens Leben in Physischer Form" (Zitat aus Neale's Internettagebuch vom 13.9.06).

Und, liebe Frau, - - mach es Dir nicht zu schwer. Die Liebe möchte es doch allem / allen leicht machen. Sie möchte uns wohlgelagert wissen. Meinst Du nicht, Du könntest in dieser verzwickten "vergangenheits"-erwirkten Lage nicht eine bequemere Lage einnehmen, als Deine letzten eingenommenen Positionen erweisen? Etwa die folgende ....?

"Ich bin nicht meine Vergangenheit." "Ich bin schier meine Gegenwart." "Was ich im Augenblick wähle zu sein, das bestimmt über Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit." Auf diesem Wege gewinnst Du Zuversicht, ja, noch mehr: gewinnst Du Sicherheit und Gewissheit gegenüber Gerichtsverhandlungen, gegenüber Polizei, gegenüber Deinen Ängsten und Besorgnissen, gegenüber Deinen Bezweiflungen dahingehend, ob irgendwas Dein via Wahrheit und Liebe zu Dir selbst anberaumtes Wachstum stören könnte.

Die Menschen, die Du in jenen Jahren irregeführt hast, liebe Irma, sind ein Teil von Dir. Deswegen können wir in solchen Lagen (insbesondere wo das Entäußern eines Bedauerns unseres Verhaltens vor den Geschädigten schwer zu bewerkstelligen ist) unsere Liebe zu uns selbst erhöhen, indem wir uns selbst vergeben und dasjenige lieben, was uns nach dorthin verbracht hat, uns in die Irre zu führen. Manchmal können wir dafür Beweggründe identifizieren; nicht immer. Eine gute Anzahl davon sind kollektiver Art und auf uns recht unlenkbare Weise in uns hinein verbracht worden. Entscheidender und wirksamer ist es, den gesamten Prozess in Betracht zu nehmen, und ihn, anlässlich aufkommender Besorgnisse, Ängste und Zweifel, immer wieder zu segnen und uns in die 'Dankbarkeit im voraus' hineinzubegeben, dass eine Lösung bereits unterwegs ist. Dieses Dankbarkeitsgebet lege ich Dir sehr nahe.

Du erwähnst einen Hinweis aus GmG: "... wenn ich Gott gefunden habe, dann habe ich es nicht mehr nötig, die Unwahrheit zu sprechen." Hier ist von einem Sich-Befinden auf dem Wege zu Gott die Rede. Auf diesem Wege passieren Unwahrheiten, davon ist in GmG die Rede. Also finden wir hier doch Entlastung: Als Solche, die sich auf dem Weg befinden, haben wir uns auf das Sprechen von Unwahrheit einzustellen; sie gehören zu diesem Weg. (Ich meine nicht, dass wir Unwahrheiten zu sprechen absichtlich tun sollten; davon spricht auch die besagte GmG-Stelle nicht.) Aus diesem Gewahrsein lässt sich Deine Situation leichter betrachten. ..... Was allerdings wäre, wenn wir uns nie von Gott weg fortgemacht hätten? Wenn wir uns lediglich in einem enormen Fehlverständnis des Faktes befinden, dass wir uns nie von Gott entfernen können, aus dem besagten Grunde, dass Gott und wir in allem und durch alles ein und alles sind? Dann wären die Dich so plagenden Unwahrheiten ein Teil dieses Fehlverständnisses. Dann wären sie auch ein Teil der Aufklärung dieses Fehlverständnisses. Dann wären sie auch ein Teil des Aufrufes an Dich, Dich künftig darin zu befleißigen, dass so Viele wie möglich von derartigen Fehlverständnissen, auch sie hätten sich von Gott entfernt, frei kommen. Dazu möchte ich Dich einladen.

Ehemalige Kollegen und Chefs zu belasten und zu verraten, ist entschieden weniger als sich selbst zu belasten und zu verraten. Hören wir auf, uns selbst zu belasten. Dann werden wir auch nicht mehr in Situationen zu bestehen haben oder vor ihnen stehen, ehemalige Kollegen oder Chefs zu belasten.

Über einen Menschen eine wahre Aussage zu treffen, die Unvorteilhaftes, Belastendes und Unwahres über ihn bezeugt, ist nicht etwas, was uns nicht förderlich ist. Denn: Wahrheit ist uns förderlich. Derartige vonseiten Dritter angefragte Aussagen über diese Menschen zu unterlassen, weil sie uns einmal wohlgesonnen waren oder weil sie uns in einer besonders prekären und in einer auf Wahrheit und Unwahrheit hin zugespitzten Lage wohlgesonnen waren (oder war es der Vorteil der Kollegen und des Chefs, uns in dieser Lage als 'Komplizen' wohlgesonnen zu sein?) - dies ist uns nicht dienlich. Dies ist unterhalb unseres bereits erreichten Wahrheits-Standes und Wahrheitsliebe-Standes. So rate ich Dir, bei der Wahrheit in jeder Lage zu verbleiben. Auch dann, wenn Du meinst, um Deines (sozialen) Über-Lebens willen, die Unwahrheit sagen zu sollen. Also ... so meine Wahrheit:

Sage dem Gericht, dass es einen Teil in Dir gibt, der Dir rät, die Unwahrheit (über die Kollegen und Chefs) zu sagen, und berichte auch vor dem Gericht diese Unwahrheit, UND sage dem Gericht (oder dem Protokollanten), dass zu Deiner Wahrheit auch ein anderer Teil gehört, nämlich, dass Du keine Unwahrheit mehr sagen möchtest ... dies, zusammengenommen, ist in Deiner Situation "nichts als die (deine) Wahrheit". [Bedenke auch, Du stehst nicht vor der Frage körperlichen Überlebens und vor der erpresserischen Bedrohung, eine bestimmte Aussage machen zu sollen und dazu gezwungen zu werden, eine Situation, in der wohl bereits Zig-Tausende von Menschen - insbesondere in Kriegszeiten und insbesondere Frauen - sich gezwungen sahen, die Unwahrheit zu behaupten, in der Hoffnung, physisch zu überleben oder anderen schmerzlichsten Bedrohungen aus dem Weg zu gehen - - und, - die infolgedessen überlebten.]

Du schreibst, Du setztest Dich ziemlich unter Druck, spirituell zu wachsen und Gott zu 'gefallen'. Über Letzteres ist nun das sehr lesenswerte Buch WAS GOTT WILL erschienen. Über Ersteres kann ich berichten, dass Kinder am besten gedeihen und wachsen, wenn man sie, möglichst ungestört durch extern gegebene Vorgaben, wachsen lässt - ein inzwischen durch vielfache Belege erwiesener Bestand an Erfahrung. Also - wachsen geschieht. Wenn Du anlangst, in bewusster Weise wachsen zu wollen, so nimm die Internettagebuch-Einträge ND Walsch's der letzten Tage her und befasse Dich damit, etwa den oben bereits erwähnten Eintrag vom 16. Sept.'06.

Nun, liebe Frau, hoffe ich, Dir einige praktische Hinweise gegeben zu haben, wie voranzukommen ist. In einer Welt, wo wir Jahr für Jahr, Tag für Tag definierten, Wer Wir Wirklich Sind, indem wir handelten, indem wir einen bestimmten Gedanken sagten oder bestimmte Worte sprachen oder bestimmte Energien aussandten, und in einer Welt, in der wir nunmehr bewusst handeln wollen, um bewusst zu definieren Wer Wir Wirklich Sind. In dieser Welt lasst uns die umfassendste Wahl unter den umfassendsten Informationen, die wir zu erreichen vermögen, treffen - darauf kommt es an; daran haben der Schöpfer und das Universum ihre Freude und stehen sie uns in der Folge mit allen zauberischen Mitteln bei; wo wir doch nun nach und nach erwachsener werden.

Herzlich,

Theophil

- - - -

Hallo lieber Theophil!

[…..]

Ich habe deine E-mail ausgedruckt und schon sehr oft gelesen.
Ich danke Dir sehr dafür.
Es hat mir wieder sehr weitergeholfen.
Ich spüre, dass du mir wahrhaft wohlgesonnen bist und dass sehr viel Liebe und großes Verständnis aus Deinen Worten spricht.

Zuerst möchte ich Dir sagen, dass ich natürlich damit einverstanden bin, dass du unseren Kontakt anonymisiert im Internet oder sonstwie einstellen kannst.

Zu Deinem Rat möchte ich sagen, dass ich Deine Worte als unheimlich warmherzig und liebevoll empfinde.
Es ist sehr schön, dass Du so konkret geantwortet hast, auch hinsichtlich Deiner konkreten Aussage, was ich am besten machen soll.
Damit hast Du mir eine unheimlich gute Hilfestellung gegeben.
Ich hatte zuerst, als die ganze Sache anfing, den festen Entschluss dass ich lügen wollte.
Ich habe mich total darin eingesperrt, dass das die einzige Lösung sein kann, auch wenn ich im Herzen gespürt habe, dass mir der Gedanke wehtut und ich nicht ich selbst bin.
Jedoch habe ich keine andere Möglichkeit gesehen, "meinen Hals zu retten".
So kamen zwar die Gedanken immer wieder hoch, dass es eine andere Lösung geben muss, und dass sich das einfach nicht stimmig anfühlt, aber die Angst war so groß.

Durch Deine neuen Aspekte, die ich größtenteils so nicht bedacht hatte, hast du mir erstens sehr viel Trost gespendet, dass Du mich nicht dafür verurteilst, was ich gemacht habe.
Ich habe das Gefühl, dass ein sehr guter und weiser Freund zu mir spricht.
Zweitens hast Du mich sehr darin bestärkt, zu mir zu stehen und ganz konkret "dazu" zu stehen.

Ich habe keine Angst mehr die Wahrheit zu sagen, auch wenn es zu einer Gerichtsverhandlung kommen sollte und trotzdem fand/finde ich es sehr schön, dass Du meintest, selbst wenn ich mich trotzdem dazu entscheiden sollte, die Unwahrheit zu sagen, mich nicht automatisch von meiner Wahrheit entferne.

Du hast durch deine vielen neuen Aspekte, wieder Dinge, Überzeugungen in mir hochgebracht, die ich vergessen hatte.
Oder die ich so nie gedacht hätte von alleine.

Du hast mir die Schuldgefühle genommen, dass ich die alten Chefs nicht verraten dürfte.
Schuldgefühle sind was sehr Schlechtes, das weiß ich, aber es ist schwer diese loszulassen.
Du hast es geschafft, dass ich das kann.
Ich denke jetzt ganz anders und sicher kann auch meine Aussage alleine, nicht die alten Chefs und Kollegen davor bewahren, dass Sie nicht bestraft werden.
Das wollte ich wohl am Anfang, die anderen beschützen.
Ich sehe ein, dass es nicht alleine von mir abhängt, was mit Ihnen geschehen wird in diesem Zusammenhang.
Und ich fühle mich sehr wohl und befreit damit, dass ich bei meiner Wahrheit bleiben darf und dass das eigentlich das Wichtigste für mich ist.
Dass ich anders gar nicht handeln darf und dass ich dann wirklich zuerst mich selbst verraten würde.
Sie haben mich ja nicht mal unter Druck gesetzt, die Unwahrheit zu sagen.
Ich sehe jetzt auch, dass meine höchste Wahl, auch wenn es zuerst so aussieht als ob sie Ihnen schaden könnte, im Endeffekt auch die höchste Wahl für sie sein muss.
Es sind alles keine "schlechten, bösartigen" Menschen, jedenfalls habe ich nie solche Gefühle oder Gedanken über sie gehabt. Umso mehr ist die richtige Wahl für mich, auch die richtige Wahl für sie.
Du hast mir so viele neue Aspekte gezeigt, ich will jetzt auch nicht alles wiederholen oder genau erläutern , was es in mir bewirkt hat, sonst schreibe ich womöglich noch zwei Stunden lang :o)
In jedem Falle fühle ich mich wieder frei!
So frei und glücklich und gelöst!
Es ist ein starker Druck von mir abgefallen.
Eigentlich denke ich, ich sollte doch alleine auf diese wunderbaren Antworten kommen, die Du mir aufgezeigt hast, jedoch war es einfach nicht so.
Ich will immer perfekt sein, sagen Leute über mich die mir nahe stehen.
Sicher muss ich Dir diese Problematik, die sich daraus ergibt, nicht groß erläutern.
Es immer allen recht machen zu wollen und jedem gefallen zu wollen, ist ein ausgeprägter Teil in mir. Zwar versuche ich irgendwie davon loszukommen, aber es geht nicht so gut.
In einem wunderbare Buch, in das ich mal reingeschnuppert habe "Bittere Medizin" hieß es glaub ich, es befasst sich mit indianischen Lehren; da habe ich was gelesen was mir zwar die Augen geöffnet hat, nämlich dass selbst der wahrscheinlich perfekteste Mensch der je auf dieser Welt lebte, von manchen oder sogar vielen Menschen nicht akzeptiert und zum Schluss sogar gekreuzigt wurde.

Wie kann ich dann versuchen, jedem zu gefallen?

Es ist schlichtweg nicht möglich, aber ich versuche es dauernd.

Ich will auch vor Gott so perfekt wie möglich sein, obwohl ich dauernd absolut unperfekt bin; und dafür schäme ich mich und habe Gott gegenüber ein schlechtes Gewissen.

Es geht sogar manchmal so weit, dass ich leere Versprechungen an Gott gebe!

So nach dem Motto, ich werde mich bessern! Es tut mir leid, ich versuche mich zu ändern usw.

Ich habe auch das Buch: Was Gott will, aber ich habe es wohl noch nicht verstanden, nicht tief im Herzen.
Ich muss einfach öfter lesen, das ist auch so eine Sache, wo ich mir immer vornehme es zu tun, es aber nicht mache, Ausreden finde, und mich dann wie bei Gott entschuldige, dass ich es nicht tue... und es dann trotzdem nicht tue.

Durch Deine Worte habe ich einen besseren Zugang dazu bekommen, dass Gott mich akzeptiert und auch mit diesem Fehlern, auch ohne spirituelle Disziplin, liebt.

Vielen Dank dafür, dass Du erkannst hast, dass ich es mir schwer mache.
Ich mache mir oft Dinge schwer.
Ich konnte jetzt die Angst loslassen und habe, zumindest zur Zeit; keine Angst vor den Konsequenzen, die kommen könnten und ich habe wieder Vertrauen; echtes Vertrauen, dass auch genauso alles gut werden kann. Und auch egal wie es kommen wird, wird es gut für mich sein.

Ich habe ein paar Punkte in mein Tagebuch aufgeschrieben, was ich jetzt schon aus der Situation mitgenommen habe und welche wunderbaren und wertvollen Erfahrungen ich jetzt schon gemacht habe durch diese Sache.
Ich habe noch mehr Mitgefühl für Andere dadurch entwickelt.
Das habe ich zwar schon von Hause aus immer schon gehabt, aber Du weißt vielleicht nicht, dass ich in einer Justizvollzugsanstalt arbeite und auch einigermaßen oft mit Gefangenen zu tun habe.
Ich arbeite zwar nur im Büro, aber die Gefangenen arbeiten hier als Hausarbeiter, als Bauhelfer usw. und ich habe auch bisschen Kontakt mit weiblichen Gefangenen.
Schon früher habe ich Ihnen immer Wohlwollen entgegenbringen können, doch jetzt ist es noch intensiver. Und wie das oft im Leben so ist, begegnen mir jetzt oft Gefangene, die wegen Betruges eingesperrt wurden.
Und ich lebe den Gedanken, dass Jesus/Gott sagte: Was du dem Niedrigsten getan hast, das hast du mir getan."
Leider muss ich an dieser Stelle anmerken, dass ich oft das Gefühl habe, ich bin eine der wenigen in dem Gefängnis, die so denken. Hätte ich vorher nicht gedacht, als ich dort angefangen habe.

Durch Deine Antwort haben sich viele Türen für mich geöffnet.

Ich fühle mich ganz locker und hoffnungsvoll.
Ich habe Vertrauen zu Gott und ich fühle mich ihm wieder nah.
Verrückt, was so ein Mann wie Du, den ich nicht mal persönlich je gesehen habe, für eine Hilfe sein kann!

Ich danke Dir nochmals, dass Du Dir die Zeit genommen hast, mir so ausführlich zu antworten und kann einfach nur sagen, dass du ein wunderbarer Mensch bist.
Danke, dass du so auf mich eingegangen bist.

Ich wünsche Dir alles Erdenklich Gute und hoffe dass wir wieder voneinander hören.
Ich werde Deine Weisheit sicher gerne noch in Zukunft in Anspruch nehmen, wenn ich darf.

Gerne würde ich Dir etwas zurückgeben. ich hoffe Du kannst das Gute was Du mir schenkst, auch in Deinem Leben empfangen. Aber da bin ich eigentlich sicher.

Ich schicke Dir ganz viel Liebe und schließe Dich in meine Gebete ein.

Danke!

Irma

= = = = = = = = = = =

 

 



Lieber Theophil, da ich auf Geschäftsreise bin und meine Bibliothek nicht mit mir führe, kann ich derzeit nicht adequat auf beide Themen 1. "Ein Dank-Gebet ist an wen gerichtet?" - Antwort dazu vom 28.8.06 und 2. "WOLLEN und WILLENSKRAFT, ERWARTEN und BEKOMMEN" - Antwort dazu vom 30.8.06 rückantworten. Wir sprechen hier von sehr tiefen Gedankengängen und daher möchte ich einen Punkt von vornherein klarstellen: Die Ideen der GmG-Reihe sind für mich, bildlich gesehen, wie eine zauberhaft wunderschöne und grenzenlos kraftgebende Quelle reiner positiver Energie, die ich natürlich ohne Unterlass wertschätze. Einfach genial. Davon bin ich zweifelsfrei überzeugt. In meinen angesprochenen Punkten geht es um das Fine-Tuning und daher bin ich so froh, Dich Theophil, zu kennen, um mich im "Tufunzane" Spirit auszutauschen. In etwa einem Monat werde ich wieder von mir hören lassen. Eine herzliche Umarmung. Johannes

 

 

[im Sept. '06]

 



 

 

 

 


 

 

"ein wenig entgegen kommen..."

Würde gerne einen prägnanten Kommentar darüber hören.
“…Leben hat ein leben-persönliches Verlangen, als Leben angesprochen zu werden, als Leben gelebt zu werden, als Leben geliebt zu werden.”

Fragen habe ich keine.

Wollte einfach deinen Worten lauschen bezüglich den obigen 3 Zeilen.

Besten Dank im Voraus und eine herzlich Umarmung.

Johannes

Du bittest Mich, zu dir zu singen.

Lieber Johannes,

so nimm die Worte entgegen, die Gott Uns über den Verein des Lebens mit dem Leben, über die Ganzheit des Lebens in all seinen Konfiguriertheiten sagt. Da gehe ich doch gerne in die Schule, bei derartigen Worten ....

 

HEAVEN #357 – 18.10.2001 – The Wholeness of Life

 

DIE GANZHEIT DES LEBENS

 

Die Herrlichkeit, die du Mir überreichst, ist die Herrlichkeit, die du der Ganzheit des Lebens überreichst. Ganzheit bedeutet Vollheit. Und Vollheit bedeutet Einssein. Dein Herz ist voll, wenn es in das Einssein aller Schöpfung hineinsinkt. Alle Energie der Welt ist in Mir vereint, und damit in dir, und damit in Uns.

 

Du kannst dir das Einssein als einen Kreis denken, wenn du möchtest. Alles ist in ihm enthalten. Und dennoch gibt es keinen Kreis, weil nichts draußen gehalten wird. Wir sind alle wirbelndes Licht. Unser Licht verbreitet sich, und dennoch sind Wir Eins.

 

Die Eine Sonne scheint, und ihre Strahlen reichen überall hin. Das Sonnenlicht langt bei dir an und du nimmst es auf. Das Sonnenlicht ist nirgendwo eingefasst, und gleichwohl reicht es überall hin.

 

Und damit also absorbierst du Meine Liebe. Du trinkst sie. Du rollst in ihr. Du bist Meine Liebe, die liebt, und du liebst Mich zurück. Du liebst Mich hin und her. Es existiert kein Ort ohne Unsere Liebe. Es existiert kein Ort ohne Unser Licht. Es existiert kein Ort ohne Uns.

 

Sofern Liebe überall ist, dann musst auch du überall sein. Die Weise, die du hörst, ist die gleiche, die du darbietest. Wenn du den Ozean hörst, kannst du erkennen, dass du der Ozean bist. Wenn du den Sand spürst, kannst du erkennen, dass du aus Sand bist. Du bist sichtbares Licht, und Licht, was noch nicht erblickt wird. Du bist die Schöpfung, die dich zu umgeben scheint.

 

Das gleiche Licht, das auf dich reflektiert wird, reflektierst auch du. Nichts gehört dir, wiewohl, du bist von allem. Es kann keine Eigentümerschaft geben, ausgenommen es gibt Besitztum. Ein Besitztum ist etwas, was du festhältst. Licht und Liebe können nicht festgehalten werden. Sie lassen sich nieder und nehmen dich mit sich.

 

Licht und Liebe folgen dir überallhin, und demnach gehst du zu ihnen raus. Du und Licht und Liebe sind alle von einer Bewegung. Was immer über das Universum hinwegstreicht, du läufst bei ihm mit. Es gibt keine Ecke der Welt, die von dir am weitesten entfernt ist. Es gibt keinen Fleck, wo du nicht bist, da Ich überall bin. Ich bin überall, und Wir sind Eins, und demnach bist du überall bei Mir.

 

Du wandelst nicht auf der Erde. Du wandelst auf Licht und Liebe, weil die Erde aus Meinem Licht gemacht ist, genauso wie du. Die Dichte, mit der du vertraut bist, ist ein Bild dessen, wie Mein Licht in massierter Form in einer gewissen Weise aussehen könnte: das gleiche Licht, gesehen in unterschiedlichem Licht. Unterschiedliche Terrains sind unterschiedliche Bündelungen Meiner Liebe, indes sind sie nicht weniger als die Ganzheit Meines Lichts. Zusammenstellungen unterscheiden sich, aber die Elemente der Konfiguration sind die gleichen.

 

Du bist ein Maler, und du nimmst Sonnenstrahlen namens Farbe, und du streichst sie mit einem Pinsel aus, etliche mischst du, und etliche verdeckst du, aber die Sonne ist Sonne, und nichts ist verändert. Du kannst alleine Mich malen, weil Ich alles bin, was ist, und deswegen kannst du nur von Mir malen. Ich bin das einzige Gemälde, das du malen kannst. Du kannst alleine Mich enthüllen, da Ich alles bin, was es zu enthüllen gibt.

 

Und du bittest Mich, Mich dir zu präsentieren. Du bittest Mich, zu dir zu singen. Du bittest Mich, deine Brauen zu berühren. Du bittest Mich zu tanzen. Du bittest Mich zu spielen. Du bittest Mich, Mein Gesicht vor dir zu zeigen.

 

Das meint, alles, was Ich immerzu getan habe, ist, dir Mich Selbst zu zeigen. Hier und hier und hier.

 

Alles ist Ich Selbst.

 

Kann Ich es anders sagen?

 

Ich bin jenseits der fünf Sinne, dennoch kann Ich mitten in ihnen gefunden werden. Die Sinne sind Boote, die dich zu Mir nehmen können, und gleichwohl bin Ich auf den Booten, die zu Mir segeln. Ich bin der Horizont, und Ich bin du, der du am Horizont läufst. Du und Ich sind Eins.

 

Erfahre jenes Einssein. Trinke tief von ihm. Es trägt dich zum Himmel und eröffnet Mich auf Erden. Wir sind Eins. Ebendas ist Liebe. Wir sind in Liebe geschmolzen. Du bist Meine Liebe, und Ich bin dein. Wir sind das Licht der Liebe, und Wir scheinen Unser Licht.

 

= = = = = = = = = = =

 

Ferner .... aus: #572 "Die Wahrheit deines Herzens" 

"Alle Impulse kommen von der Liebe. Unter oder über dessen, was du als Impulse des Ärgers oder der Begierde siehst, liegt der energetische Impuls der Liebe. Liebe ist eine Begegnung ihrer selbst, und Impulse treten aus der Liebe in Erscheinung in dem Wunsch, der Liebe zu begegnen. Gelegentlich gerät dein Impuls in Richtung Liebe ausbremsend, und das nennst du Ärger oder sonst etwas.

 

Alle Emotionen, die du nicht möchtest, kommen von der einen, die du möchtest. Die Kontraktion deines Impulses in Richtung Liebe führt dazu, dass du ein Unbehagen verspürst, das du als Hass oder als Ärger oder als Neid und so weiter bezeichnest. Diese Kontraktion von Liebe, diese Verzerrung von Liebe kommt daher, weil du jemandem oder etwas eingeräumt hast, dich als weniger, als du bist, fühlen zu lassen."

 

 

 

Hallo Theophil, ja, ja ...

Hallo Theophil,

ja, ja ... Zeit IST eine Illusion. Einfach schön in der Gewissheit zu leben niemals Geburt genommen zu haben und daher niemals zu sterben.

Ich möchte NUR auf ESSENZPUNKTE eingehen:

Du schreibst:
„Es ist unmöglich, etwas schier zu wollen, und, es auch zu bekommen. Dies ist unmöglich, da keine Situation existiert oder da keine solche ersteht, wo das Gewollte bereitsteht, damit es sich aufgrund des Aktes des Wollens zu uns hin verfügt.

Es gibt keine Situation, etwas zu wollen; deswegen nicht, weil sie angesichts dessen, dass dasjenige doch schon da ist, nicht in dem Bereich des Wählens existiert.

Ich finde dein Gewahrsein bezüglich der 2 Punkte hervorragend.
Nach tiefer Besinnung habe ich sie spontan etwas gewandelt:

Es ist unmöglich, etwas nur zu wollen und es auch zu bekommen, weil der Akt des Wollens keine Situation erschafft oder erschaffen könnte, wobei das Gewollte zu uns hin gelangt.

Es gibt keine Situation, etwas zu wollen, weil alles Gewollte ja schon gegenwärtig, existent ist und aufgrund dessen im Bereich des Auswählens existiert.

Apropos “Negativ besetzte Worte“

Meine Einstellung ist sowohl das „Negative“ als auch das sogenannte „Poisitive“ zu transzendieren und wie du sagst „das Negative und alles Weitere als Teil meiner Selbst willkommen heißen, es lieben, es damit zum Ausgangspunkt einer Stärkung und Erhebung ... machen und nutzen. Neale sagt „Das Negative totlieben“. Ich benutze den Ausdruck „Das Negative ZERlieben“ – kommt aber beides aufs Gleiche heraus.

Du schreibst:

Ja, Leben hat ein Verlangen,
Leben hat ein leben-persönliches Verlangen,
als Leben angesprochen zu werden,
als Leben gelebt zu werden,
als Leben geliebt zu werden.
Dieses Verlangen entfleucht ihm
fast unübersehbar allenthalben.

Würde gerne einen prägnanten Kommentar darüber hören.
“…Leben hat ein leben-persönliches Verlangen, als Leben angesprochen zu werden, als Leben gelebt zu werden, als Leben geliebt zu werden.”

Besten Dank im Voraus und eine herzlich Umarmung.

Johannes

Bitte um Fragen ...

Lieber Johannes,

kannst Du mir nicht ein wenig entgegen kommen, und Dein Ansinnen in eine Frage oder in Fragen kleiden, auf die ich dann eingehen kann?

Damit wäre mir geholfen.

Liebe Grüße

Theophil