Stiftung Weltethos

 

Die Stiftung "Weltethos" ( http://www.weltethos.org/ ) gibt eine "Erklärung zum Weltethos" heraus, und wirbt dafür, dieses oder Ähnliches zur Grundlage eines neuen Verständnisses unter den Völkern und religiösen Nominationen zu machen, eine Erklärung, die durchaus nicht bloß im interreligiös geführten Gesprächsrahmen sondern auch im Vergleich mit der Neuen Spiritualität zu weiteren Erörterungen aufruft. Gastredner der Stiftung waren: Tony Blair 2000, Mary Robinson 2002, Kofi Annan 2003, Horst Köhler 2004, Shirin Ebadi 2005.

Zitat aus der Website:

" Mit der Erklärung zum Weltethos, das auf dem Parlament der Weltreligionen 1993 in Chicago ratifiziert wurde und durch die UN–Resolution vom November 2001, die die Weltethos–Thematik auch auf höchster politischer Ebene einführte, sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einem friedlichen Miteinander der Religionen gelungen, was unabdingbare Voraussetzung für den Frieden auf dieser Welt ist. Über 6000 Vertreter verschiedener Religionen einigten sich unter Federführung von Hans Küng 1993 in Chicago auf zwei Grundregeln (Goldene Regel und Humanitätsregel) und auf vier Weisungen, die diese Regeln entfalten: Sie fordern Ehrfurcht vor dem Leben, Solidarität und wirtschaftliche Gerechtigkeit, Toleranz und Wahrhaftigkeit und die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Die weltweite Umsetzung dieser Grundregeln und Weisungen steht noch aus. Scheitern jedoch alle, die sich für den Weltfrieden einsetzen, durch gewaltsame, vorgeblich religiös motivierte Terroranschläge? Erweist sich das Weltethos–Projekt dadurch als gut gemeinter, letztlich aber hilfloser Versuch? Auch die Anschläge in New York, Madrid und London haben die Forderungen des Weltethos nicht ad absurdum geführt, sondern im Gegenteil ihre Dringlichkeit unterstrichen."

 

Der neuliche Besuch des jetzigen Papstes bei dem Theologen Hans Küng, der bekanntlich wegen kirchenabtrünniger Meinungen durch Rom sein Theologie-Lehramt entzogen erhalten hat, hatte u.a. dieses Thema des Weltethos zum Gegenstand.

 

Bei allen durchaus verzeichenbaren Verschiedenheiten der Neuen Spiritualität zu der "Erklärung zum Weltethos", bei allen Anteilen von Gemeinsamkeiten - es gibt das Bestreben, die Sehnsucht der Vielen in der Welt nach Einheit auch organisatorisch zum Ausdruck zu bringen, und es verhalf einer Vereinigung zur Geburt, die sich dieses Zieles angenommen hat. ND Walsch ist desgleichen auf der Suche nach allen Religionen zugrundeliegenden Gemeinsamkeiten, die Grundlage für einen Pakt sein können. Er machte dies zu einem Gesprächsgegenstand mit einer Geistlichen in einer Radio-Sendung vom 9.7.06 [s. N.'s Blog-Eintrag vom 9.7.06].