Gib nie auf - Liebesbeziehungen

Freitag, den 25.1.08 [Messenger's Circle]

Gib den Traum nie auf

ZURÜCK ZUM THEMA LIEBE

 

[Im Folgenden eine Reihe von vorerst zwei Blogeinträgen im Messenger's Circle – vom 21.1.08 und von heute – über das Thema Liebe. Am Montag wurde der Anfang gesetzt mit ....



Liebe ist etwas ungemein Prächtiges – außer sie ist es nicht. Außer sie ist schmerzlich und erfüllt mit Komplikationen. Außer sie ist frustrierend und erfüllt mit Furcht. Außer sie hält dich davor zurück, das Leben so zu leben, wie du es leben möchtest, und sie ist erfüllt mit Bitterkeit, die zu Ausbrüchen von Wut geleitet.

Ich möchte an der Stelle eine Weile über Liebe reden. Ich möchte darüber reden, was sie ist, was sie nicht ist, was sie sein könnte, worum sie uns ersucht und wozu sie uns einlädt.

Ich möchte nicht vorgeben, ich wüsste über alles Bescheid. Nicht so, wie ein 'Experte' darüber Bescheid weiß. In Sachen Liebe war ich nicht sehr gut. Ich war lausig. Jedem, den ich geliebt habe, habe ich wehgetan. Es scheint, ich bin nicht in der Lage, eine Beziehung zusammen zu halten, und die Beziehungen, die ich hatte, endeten allesamt in tiefer Traurigkeit bei denjenigen, die unglücklich genug waren, sich mit mir einzulassen.

Darauf bin ich nicht stolz. Darüber bin ich nicht glücklich. Tatsache ist, darüber brüte ich mehr als über anderes an Negativem in meinem Leben. Und es ist seltsam, dass ich über alldas brüte, da ich im allgemeinen kein negativer Mensch bin, oder nicht jemand, dem eine Menge an „niedergeschlagenen“ Stimmungen gegeben sind. Doch Junge, ganz bestimmt ist es so, ich habe in meinem Kopf über meine schmerzliche Art des Liebens eine 'Sache' am Laufen ....

Ich hoffe, ich kann „die Kette zerreißen“, bevor ich sterbe, bevor ich diesen Planeten verlasse. Ich sähe es gerne, wenn jemand – irgendjemand – sagte: „Er liebte in freundlicher Weise, nicht egoistisch.“

Zur Zeit erfahre ich die „Liebe“ als etwas, das ich ziemlich egoistisch ausführte.

Mehr darüber möchte ich in den folgenden Tagen sagen.]



[Nun der 2. Teil vom Freitag, 25.1.08 ....]



Gib den Traum nie auf

ZURÜCK ZUM THEMA LIEBE

Sie sollte reine Freude sein, oder etwa nicht?

PERSÖNLICHES TAGEBUCH: Ich möchte mich wieder dem Thema Liebe zuwenden. In den vergangenen paar Monaten habe ich mir zu der Liebe viel überlegt, der folgende Gedanke hat mich allerdings am meisten getroffen:



Du musst nie aufgeben.

Egal, wie hoffnungslos es aussehen mag, du musst den Traum der Liebe nie aufgeben.

Und, nein, nichts erhebt den Anspruch, dass das Leben Des Traums wehtun muss. Wenn es schmerzt, dann lebst du nicht Den Traum, dann lebst du einen Alptraum und nennst es einen Traum, in der Hoffnung, dass er dazu wird.

Hör auf damit. Hör mit dem Kampf auf. In dem Traum ist nichts Kämpferisches inbegriffen. Sofern du kämpfst, lebst du nicht Den Traum.

„Kampf“ bedeutet nun nicht die kleinen Unpässlichkeiten oder die dann und wann und nur einmalig auftauchenden Empfindungen des Nicht-In-Ordnung-Seins, die allen zwei Menschen unterkommen, die die Wahl getroffen haben, intim beisammen zu sein. Es bedeutet nicht die kleinen Differenzen, die von Zeit zu Zeit durchgearbeitet werden. „Kampf“ meint genau das: Kampf. Anhaltende Schwierigkeit. Laufende, wiederkehrende und ernsthafte Missstimmung, Disharmonie, Streitigkeiten.

„Kampf“ meint, dass die Dinge, die eigentlich einfach sein sollten, komplex werden, dass Augenblicke, die leichthin heiter sein könnten, in Aufruhr ausbrechen. Nervosität steht an der Stelle von Aufregung, Traurigkeit steht an der Stelle von Glückseligkeit, das Gehen auf Eierschalen steht an der Stelle des Gehens auf Wolken.

Du kämpfst in deiner Beziehung, sobald Behutsamkeit den gespannten Eifer überwältigt hat, sobald der Schmerz das Glücklichsein aus dem Raum drängt … und sobald dies öfters passiert. Nicht bloß einmal. Nicht hin und wieder. Oft.

Man kann einfach nicht mehr entspannen. So, als wäre es, hm, es ist nicht so schlecht, ich kriege das hin …. wumm …. die Tür kracht zu, die Bombe fällt, die Süße kracht dazwischen und offenbart sich selbst dahingehend, nicht aus dem Stoff an Festigkeit zu sein, auf die man zählen kann, sondern nur so etwas Ach-so-Zerbrechliches, das nicht einmal der sanften Berührung der Intimität zu widerstehen vermag.

Mehr als alles andere werde ich, was Beziehungen anbelangt, gefragt: Wann ist es an der Zeit, sich zu verabschieden? Wann ist es an der Zeit, eine Beziehung zu verlassen?

Ich werde gefragt: Wie weiß ich, dass ich nicht hierdrin sein und bleiben soll, um etwas zu lernen? Wie weiß ich, dass das nicht alles zu meinem eigenen Guten, zu meiner eigenen Entwicklung beiträgt? Wie weiß ich, dass ich nicht einfach – wieder ein Mal – „aufgebe“ …?

Ich werde gefragt: Was braucht es, damit die „Liebe“ funktioniert?

Und ich antworte: „Liebe sollte keine Arbeit sein. Liebe sollte ein Spielen sein. Sie sollte sich spielerisch und freudig anfühlen, nicht stressig.“

Okay, okay, es gibt da Jene, die sagen, man habe an einer Beziehung zu „arbeiten“. „Alles, was von Wert ist, ist es wert, dafür zu arbeiten.“ Okay. Na gut. Doch es sollte jene Art von „Arbeit“ sein, die sich sooooo gut anfühlt, während du sie tust. So, wie Barbara Streisand singt. Wie Richard Gere tanzt. Wie Nolan Ryan einen Baseball wirft. Wie Barack Obama eine Rede hält, wie Oprah ein Interview führt, wie Mama das Lieblingsessen der Familie zubereitet ....



Ja, da ist Arbeit inbegriffen ... aber indes, es geht hierbei um die Freude an ihr, um die schiere Freude an ihr!

 

 



Aus dem Bulletin #278 - Mitte Febr. 2008

 

 

 

Welch wunderschöne Erfahrung ist doch die Liebe! (Jede Liebe natürlich .... doch ich spreche hier im besonderen von der romantischen Liebe.) Allerdings, so viele Leute (ich auch) hatten eine schwere, schwere Zeit mit Beziehungen und romantischer Liebe. In meinem eigenen Leben war eine Menge Wehtun damit verbunden, eine Menge Lernen, eine Menge Traurigkeit und Herausforderung. Ich wollte, alles wäre leichter gewesen. Ich wollte, ich hätte nicht so Vielen weh getan. Ich wollte, ich wäre bereits früher in meinem Leben klarer gewesen.

 

Ich begreife eigentlich erst jetzt derart viel davon, was nötig ist, über romantische Verhältnisse, über Lebenspartnerschaften, über diese Art von Liebe zu wissen. (Eros, so nennt man es. Es gibt Respekt gegenüber den Eltern oder familiäre Liebe. Es gibt Agape oder Liebe in tiefer Freundschaft. Und es gibt Eros oder erotische Liebe.)

 

Alles was ich weiß ist - wie man es auch immer nennt, es ist schwer für das Herz. Außer es ist es nicht. Mein ganzes Leben lang war es das – und die meiste Zeit meines Lebens war es das auch für die Anderen: Jene, die mit mir in einer Beziehung standen. Das deswegen, weil ich, davon bin ich überzeugt, wie so viele Menschen, in die meisten Beziehungen meines Lebens aus den „falschen Gründen“ hineinging. Ich betrat sie, um meine Bedürfnisse zu erfüllen .... oder, das, was ich als meine Bedürfnisse wahrnahm. Und indes jene Bedürfnisse nicht befriedigt wurden, wurde ich unglücklich. Und als ich unglücklich wurde, begann ich mich nach jemand anderem umzuschauen – und meine Beziehungen endeten.

 

Oder, sie wurden für mich beendet.

 

Ich gelangte nunmehr zu einem neuen Verständnis von Beziehungen und Liebe. Ich gelangte zu einem Gewahrsein, dass Liebe nichts mit „Bedürfnisbefriedigung“ zu tun hat. Eigentlich habe ich das bereits länger gewusst ... doch bin ich nicht sicher, ob ich wusste, wie das in die Praxis umzusetzen ist. Nun schließlich, so glaube ich, tue ich es.

 

Alles, was ich jetzt für den Rest meines Lebens tun möchte, ist das Aller-, Allerbeste tun, was ich tun kann, um Andere zu lieben – Jene, die mir nahe stehen, und Jene weiter weg. Und selbstverständlich muss ich bei alledem damit beginnen, mich selbst zu lieben.

 

Das Ende meines Benutzens von Liebesbeziehungen zur „Bedürfnisbefriedigung“ war erreicht, als ich schließlich begriff, dass ich keine Bedürfnisse habe. Es gibt nichts, was ich nötig habe, um zu überleben, da mein „Überleben“ nicht in Frage steht und es nie war. Auch dann, wenn ich morgen meinen physischen Körper verlasse, werde ich weiterhin überleben. Ich werde weiterhin existieren. Ich werde meine Reise fortsetzen, erfüllt mit Friede, Freude und Liebe. Das Glück, das ich erfahren werde, wird grenzenlos und unbeschreiblich sein.

 

Das Wissen darum erbringt all den Unterschied IN der Welt! Nun lerne ich, „in dieser Welt, aber nicht von ihr zu sein“. Und unterdessen dies zu meinem Öfters-als-nicht-der-Fall-Modus, um zu sein, geworden ist, erkenne ich, dass ich in der Lage bin, in meiner Erfahrung von Anderen „Liebe“ von „Bedürftigkeit“ zu trennen. Dies erlaubt es mir, jene in jeder Hinsicht mehr zu lieben.

 

Ich bin mehr als je zuvor auf meine Seele, mein Herz und auf mein geistiges Bewusstsein „eingestimmt“ - und auf die Seele-das Herz-das geistige Bewusstsein desjenigen, den ich liebe. Und, ja, aller Menschen. Denn ich gelange dazu, alle Menschen wahrhaft zu lieben. Wir sind alle hier, um einfach unser Bestes zu versuchen, durchzukommen, daraus etwas zu machen, zu begreifen, einen Glauben zu finden, der für uns funktioniert, und, diesen Glauben zu leben. Wir alle versuchen, das hinzubekommen, und dann wieder nach Hause zu gelangen.

 

Wir alle haben unsere Fehler und Schwächen, unsere Auf und Ab, unsere guten Punkte und unsere schlechten, unsere glorreichen Aspekte und unsere nicht so wundervollen persönlichen Züge. Und in den Augen Gottes sind wir alle – ALLE von uns – ganz und gar, vollständig und absolut liebenswert und vollkommen in unserer sogenannten „Unvollkommenheit“.

 

Diese Woche im Reader's Forum auf meiner persönlichen Webseite schrieb ich über Liebe in romantischen Beziehungen. Vielleicht habt ihr es versäumt, was ich dort eingestellt habe, dementsprechend dachte ich, ich möchte es hier in diesem Brief für das Wöchentliche Bulletin publizieren. (Habt ihr das bereits gelesen, so vergebt mir dafür .... doch die Gedanken waren für mich derart klar, dass ich jeden, der sie nicht mitbekommen hat, an ihnen teilhaben lassen möchte ... da dies meines Erachtens einen Teil dessen darstellt, wie reale Liebe erlebt wird ....)

 

Was ich in diesem Eintrag sagte, ist folgendes .... Alle Liebe ist Kunst. Sie ist Gottes Kunst, Kunst in ihrer schönsten Form. Kunst ist unsere geheiligtste und tiefste Erfahrung des Lebens, unverschämterweise untereinander geteilt. Jedwede Kunst dient entweder als Erinnerer oder als Inspiration. Sie erinnert uns entweder an etwas Herrliches, oder sie inspiriert uns dazu, etwas Herrliches zu erschaffen, herzustellen oder zu erleben. Liebe – Gottes Höchste Kunst – tut dies aufs Tiefste, das habe ich herausgefunden, in der Anders-heit.

 

Wenn du in der Andersheit weilst, existieren Gelegenheiten, dass du deinen Geliebten anschaust und sagst: „Ich liebe dich Minute-um-Minute, und nicht bloß einen Augenblick-bis-zum-nächsten-Augenblick-lang.“ Dann weißt du, du hast eine Beziehung, die andauern kann.

 

Das, was ich „Moment-Liebe“ nenne, ist eine Liebe, die real ist, die freilich, so sieht es aus, auf unserem Erleben von besonderen Momenten errichtet ist: Wie du dich fühlst, während du Liebe machst; wie es aussieht, Seite an Seite an Heiligabend durch den Schnee zu einem Gottesdienst zu gehen; das besondere Glühen eines Abendessens und des Weines ....

 

Das, was ich die „Minute-um-Minute-Liebe“ nenne, ist eine Liebe, die real ist, die freilich, so sieht es aus, auf unserer Erfahrung von jeder Minute errichtet ist: Wie es sich anfühlt, mit jener Person am Montagmorgen aufzuwachen; der Spaß, einfach eine Suppe, einen Salat oder ein Truthahn-Sandwich zwischendurch zu sich zu nehmen; gemeinsam vor dem Badezimmerspiegel zu stehen und das Spiegelbild deiner Geliebten zu erblicken und dabei zu erkennen, wie du innerlich lächelst ....

 

Ich liebe diese Minute-um-Minute-Liebe, die Menschen ab und an haben – obschon ich erlebe, dass sie recht rar ist. Es geht darum, während du irgendwo fährst, über den Vordersitz rüber zu langen und einfach ein Bein zu streicheln oder eine Hand zu halten. Beim FAHREN einander an der HAND halten, Leute! Genau dann wisst ihr, wann ihr „wirklich“ verliebt seid.

 

Es geht ums Frühstück-Machen an einem faulen Sonntagmorgen, und darum, nicht in der Lage zu sein, die Hände vom Körper des je Anderen lassen zu können; im Farbenladen Farben zusammenzustellen und währenddessen dauernd herumzualbern; gemeinsam einen Film anzusehen und an den gleichen Stellen gleich zu reagieren; es komisch spannend zu finden, beim Hausputz oder beim Toilettensäubern oder beim Leeren des Papierkorbs oder beim Sitzen auf dem Teppich, wie du den Kaninchenstall zusammenbaust, den du im Internet erstanden hast und der in Schachteln und Teilstücken angeliefert kam, und bei dem du dir auszudenken hast, wie das verdammte Ding zusammenzusetzen ist ....

 

Es geht darum, gemeinsam in die Badewanne steigen mitsamt Wein und Käse; über nichts bis morgens um drei Uhr miteinander reden; mit Wärme, die dein Herz zum Schmelzen bringt, über die Gewohnheiten des Anderen kichern; zusammen da liegen und einander einfach in die Augen schauen, ohne dass irgendetwas vor sich geht .... und nichts Weiteres ist für das Erleben vonnöten, um sich überaus besonders zu fühlen.

 

Es geht darum, gemeinsam die Rechnungszahlungen erledigen, mit einer CD im Gerät, das ein Lieblingsstück von euch beiden abspielt; zusammen Lebensmittel einkaufen gehen und dabei genau wissen, was der Andere wohl möchte ... wie Teenager in den Gängen sich umarmen und schmusen.

 

Es geht darum, aufspringen, um jenes Glas Wasser zu holen, oder den Stift, der nie da ist, wo man ihn haben möchte, oder die Fernbedienung rüberreichen, die auf der anderen Seite des Zimmers liegt, aus keinem Grund, den sich jemand ausdenken kann ... und das tun, um deiner Geliebten die Schritte zu ersparen, und um dich innerlich weich und gut zu fühlen, während du das tust; und außerordentlich glücklich sein, indes du das Lächeln auf dem Gesicht deiner Geliebten siehst, während sie sagt: „O Gott, Dankeschön, Süßer. Du bist so umsichtig.“

 

Es geht darum, die Füße rubbeln, die Kopfhaut massieren, den Hals liebkosen, den Rücken kratzen und jede Art an körperlichem Kontakt, den das Leben vorhält, in Ehren halten – und nie eine Gelegenheit für einander versäumen mögen.

 

Es geht um diesen kleinen Schuss an Glück, der durch deine Adern rinnt, sobald sich die Stimme deiner Geliebten auf der anderen Seite des Telefons zu erkennen gibt. Es geht darum, sich sicher zu fühlen und mitten in der Nacht tief umsorgt zu werden, sobald du einen schlechten Traum hattest; und deine Geliebte schwebt über dir und fragt dich wohlig: „Geht es dir gut?“; wie sie dich dann wie ein Kind hält, während du sagst: „Puh. Ich hatte soeben den schlimmsten Traum.“ Es geht darum, alle Kleider ablegen und nackt im Wald herumlaufen, aus purer Lust und Dollerei ... und um die schiere Freude an einer herbeigestohlenen nackten Umarmung mit deiner teuersten Geliebten.

 

Dies ist Minute-um-Minute-Liebe, wenn ein Samstagnachmittag im September - zusammen mit deinem geliebten Partner rechst du soeben das Laub zusammen und räumst den Garten auf - es klar macht, dass du niemals zuvor in deinem Leben glücklicher warst.

 

Du weißt es genau dann, wenn du diese Art von Erfahrungen hast. Wenn du dann, wenn du nunmehr sagst: „Hei, ich habe es!“ Wenn nicht, dann sagst du: „Hei, ich möchte das!“

 

Ein einzelner Weg, um das zu erschaffen .... sei dir absolut SICHER darin, dass du deinem Gegenüber am Valentinstag sagst ... wie sehr du sie/ihn liebst, verehrst und wertschätzt, und das in jedem Augenblick, den ihr miteinander teilt.

 

Habt einen wunderbaren Valentinstag, und ich werde nächste Woche wieder an der Stelle da sein!