Neale's Blog - 24.7.08

ÜBER CHRISTUS EINEN FREUND VERLIEREN  

 Liebster Wundervoller Neale .... Ich habe deine Bücher immer und immer wieder gelesen, und Ich habe GOTT in etlichen erstaunlichsten, hingebungsvollsten, liebenswürdigendsten, unterschiedlichsten Aspekten erfahren, die ich mir nie vorstellen konnte. Ich dachte nie, ich würde zum besten Freund mit Gott.

 

Ich war angestammterweise Christ ... Ich wurde errettet, getauft und Mitglied der City of Refuge Christian Church mit 13 bis 18 Jahren. Ich ging immer in die Kiche. Ich hatte immer vor der gütigen Kraft Angst, die ich nun zu kennen und zu lieben lernte, so, wie Gott und ich immerzu denken - „Was dachte ich da bloß?“ (laut heraus lachend), 10 Jahre, nachdem ich GmG zum ersten Mal gelesen habe, habe ich nicht ein Mal zurückgeblickt.

 

Bis vor kurzem. Ich hatte da einen sehr engen, lieben Freund; er wurde wiedergeboren. Ich war etliche Male mit ihm in der Kirche, und zusammen mit ihm habe ich Bibelstudien besucht. Das war der größte Schock meines Lebens. Ich kann dort nicht Gott spüren. Ich kann den Gott, den ich kenne, überhaupt nicht spüren.

 

Jedes Mal, wenn ich die Bibel lese, spüre ich einfach, als sei sie von Menschen geschrieben, die alle angstbesetzt und kontrolliert halten wollen, und ich frage mich, wie viel bei den Übersetzungen verloren gegangen ist und wie viele Sachen absichtlich ausgelassen wurden. Meinem Empfinden nach ist es die größte Täuschung seit eh und je ... weil der Gott, den ich kenne, so nicht wäre.

 

Mir wurde in den letzten paar Wochen gesagt, ich sei ein falscher Zeuge, und Satan habe über mich die Kontrolle. Mir wurden die entsetzlichsten Dinge über mich gesagt, die ich nie und nimmer als Wahrheit ansehen, hören, schmecken und berühren kann. Das macht mich sehr traurig, und ich sehe, weswegen Jesus um die Menschheit weinte.

 

Das ist der unverzügliche Beweggrund, weswegen Kriege ihren Anfang nehmen. Das ist der direkte Grund, weswegen wir nicht miteinander auskommen; aufgrund der Trennung, die die Bibel und die Kirche über die letzten 1500 Jahre gelehrt haben ... Wie gehen wir, Neale, mit diesen Menschen und mit diesem Glaubenssystem um? Ich habe darüber einen meiner besten Freunde verloren, einen Freund, für den ich durch jede selbstgeschaffene Hölle und jeden selbstgeschaffenen Himmel hindurch da war, und nun, wo er Jesus gefunden hat, und wo ich das angeblich nicht tat, sind wir nicht mehr länger Freunde. Er sagt mir, wenn ich Christus finde, werde er für mich da sein. Ich sage ihm, ich werde immer für ihn da sein, egal wie. Und das werde ich immer sein.

 

Mein lieber Freund .... Es macht mich sehr traurig, zu hören, dass du offenbar die Nähe von jemandem verloren hast, der dir so viel bedeutet – alldas über dessen Entscheidung, Gott auf eine spezifische Weise zu suchen. Es gibt eine Fraktion der Christenheit, die die Gemahnung „Werft Perlen nicht vor die Säue“ so deuten, dass Christen sich in ihrem sozialen Leben und in ihren Liebesbeziehungen von Nichtchristen absondern sollten. Es tut mir leid, dass Etliche das glauben, da es genau das Gegenteil dessen zu sein scheint, was Christus wollte, wie wir uns verhalten ... und was Jesus selbst tat.

 

Wie in aller Welt hat jemand eine Wirkung auf Menschen, von denen er sich trennt? Wie um Himmels willen helfen wir jemandem, von dem wir fortgehen? Sagte nicht Jesus zu denjenigen, die Maria Magdalena scharf tadelten und anklagten: „Lasst denjenigen, der unter euch ohne Sünde ist, den ersten Stein werfen ...“? Was kriege ich hier nicht mit?

 

Du bist kein „falscher Zeuge“, mein Freund. Jene allerdings, die dich tadeln und dir sagen, dass du Satan zum Opfer gefallen seist, könnten es sein. Denn sie haben weder die Lehre Jesus gelebt noch erfasst, die ja aussagt, deinen Nachbarn wie dich selbst zu lieben – und gar auch deine Feinde zu lieben, immer zu lieben, immer wieder zu lieben.

 

Jetzt gibt es da diejenigen, die sagen: „Ich bin liebevoll zu dir, indem ich mich von dir trenne. Ich sage zu dir: wenn du die richtige Wahl triffst, werde ich für dich da sein, und meine Trennung VON dir ist mein liebevoller Einspruch für dich, auf den richtigen Pfad zurückzukehren. Meine Liebe zu dir zeigt sich in meiner Ermutigung an dich, doch diesen Pfad zu wählen. Ich möchte durch meine Freundschaft deine Wahl des 'falschen' Pfads nicht unerstützen, da die Freundschaft meine Billigung deiner Handlungen mit befördert, und ich, das ist doch klar, heiße jene nicht gut.“

 

Das allerdings ist nicht Liebe, das ist Selbstgerechtigkeit.