"Eine wichtige Frage, Theophil"

"Schaffen wir gemeinsam HEUTE unser MORGEN !" (mein Ausspruch)

 

Hallo Theophil !

 

Ich heisse Birgit, komme aus Österreich (Salzburg), bin allein erziehende Mutter, und war beim ersten Onenessgathering Festival dabei. Dort habe ich natürlich u.a. Mr. Walsh kennen gelernt und mir nach und nach die Bücher gekauft, studiert und immer wieder studiert und auch mit Nachbarn und Freunden - falls es mal passte, d.h. generell religiöse Fragen und Fragen unser Leben betreffend auftauchten - meine "Wahrheiten" geteilt. Ich wollte damals sofort in Österreich ein HT-Team gründen. Damals dauerte die Antwort von den USA sehr, sehr, sehr lange. Als ich es wieder versuchte, war bereits jemand in Österreich als Leader eingetragen. Wie ich jetzt von Claudia Pieper erfuhr, läuft das aber nicht so gut. Die Gruppenbildung hier in Österreich, die Vernetzung mit Deutschland und Weltweit. Ich habe jetzt richtig mich ins Internet eingelesen und auch den Aktionsplan studiert etc. Ich spreche auch sehr gut Englisch, besser jedoch verstehe ich es. Mein "Hauptproblem" um bei der Group of 1000 mitmachen zu können ist, ich kann in meiner derzeitigen finanziellen Lage nicht den 10. meines Lohnes abgeben. Ich habe heuer am 6.6.ganz unerwartet meine Mutter (59 J) und am 2.7 auch genauso unerwartet meine Großmutter (89 J) verloren. 2 Begräbnisse und auch noch offene Forderungen, die ich zu begleichen habe, haben mir einen Schuldenberg i.H.v. ca. € 15.000,00 beschert. Ich arbeite nur Teilzeit und bin wie gesagt Alleinverdiener/-erzieher. Ich komme so nicht einmal über die Runden (warmes Gewand und auch Winterschuhe kann ich für mich vergessen) - wie soll ich da den Zehnten hergeben können ????? Ich könnte maximal € 15,00 im Monat hergeben, das sind 10% der ca € 150,00 die mir und meiner Tochter zum Leben bleiben (für Nahrungsmittel). Thats it ! Mehr geht nicht.

Ich könnte und würde mich wirklich gerne einbringen, alleine am Finanziellen scheitert es anscheinend. Ebenso wäre es mir derzeit finanziell nicht möglich, an Tagungen, Konferenzen im Ausland teilzunehmen, weil ich es mir/uns nicht leisten kann. Ich würde mich gerne entweder bei der Schulgründung oder direkt bei der Gemeinschaftsbildung (HT) einbringen. Was meinst du Theophil. Würden meine € 15,00 von der Gruppe d. 1000 akzeptiert ? Oder kann ich mich wegen meiner schlechten finanziellen Lage nicht der Gruppe anschließen.

Noch eine Frage: Wir werden dann ja auch ausgebildet. 2x die Woche ein 90 Minuten Telefonat - in Englisch nehme ich an. Das ist soweit o.k. -aber werde ich angerufen oder muss ich anrufen (Kostenfrage) ?

Bitte Theophil gib mir bald eine Antwort hierauf.

Umarmung und ein schönes Wochenende wünscht dir - Birgit

 

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9.10.06

Liebe Birgit,

 

ich spüre ein Drängen, eine Verzweiflung angesichts dessen, dass Du mehr tun möchtest, als Du Dich in der Lage siehst zu tun, womöglich ein Sich-Unter-Druck-Setzen dahingehend, etwas, und zwar das Richtige, tun zu mögen. Ich bin mir da nicht ganz sicher.

 

Ich spüre, wie die beengte Situation weitere Enge hervorruft. Ich erinnere mich, und bedaure und fühle mit, wie es Dir geht. Liebe Birgit, in der Situation scheinen uns wenig Spielräume bereitzustehen und offen zu bleiben. Umso mehr danke ich dafür, dass Du in dieser Enge die offene Haustür gewählt und einen Brief nach außen hin aufgesetzt hast.

 

Ganz sicher allerdings sind Deine Fragen angekommen.

 

Genauso sicher sind weite Teile Deiner Fragen zur selben Zeit etwa, als Du sie aufschriebst, von ND Walsch im Bulletin #213 dieser Woche, dort unter »Fragen und Kommentare von GmG-Lesern«, aufgegriffen und beantwortet worden. Ist dies Zusammentreffen nicht wunderbar und wundersam?

 

 

Ich möchte daran noch das eine und andere anstücken.

 

Du sprichst davon, ob The Group Of 1000 einen monatlichen Beitrag von 15 Euro akzeptieren würde. Ich meine und versichere, ich wäre nicht Mitglied in ihr, wenn sie derartige Unter- und Obergrenzen an finanziellen Energien, die zu übermitteln sind, aufgestellt hätte. Alleine, was die Wochenstundenzahl an Arbeit betrifft, die wir für die Ziele von The Group Of 1000 aufbringen können und uns dafür selbst-verpflichten möchten, sind Untergrenzen als Anhaltspunkt in der Gruppe gesetzt.

 

Ein Zehnter ist ein proportionaler Wert. Er bezieht sich auf das Gesamteinkommen. Es ist an jedermann, darüber zu entscheiden, was ein Gesamteinkommen in seinem Kontext ist. Ich möchte darüber nicht befinden. – Du schilderst Deine haushälterische und haushaltliche Lage. Lass es mich aus meiner haushälterischen Vergangenheit heraus sagen und unter Vergleich zu Deiner Lage bringen …: bei letztendlich zur Verfügung stehenden 150 Euro für den Lebensunterhalt halte ich es nicht für geboten, noch etwas abzweigen zu wollen. Hast Du nicht auf den Gefilden der Stundenzeit und der spirituellen Energie vermehrt, und zum Ausgleich vermehrt, Entschiedenes beizutragen? Ist nicht in meinem Inwendigen der Ausgangspunkt zu suchen, dass es derart spärlich in meinem Leben inbezug auf Geld aussah? Ja, dort ist er und war er zu finden.

 

Du siehst, ich trage das wortwörtliche Verständnis des Gleichnisses Jesu nicht mit, der vor seinen Jüngern jene Witwe als vorbildlich hinstellte, die ihr letztes Scherflein in den Tempel-Opferstock legte. Ich trage dieses Gleichnis insofern mit, als es auf das WIE Wert legt …. wie die Witwe das Geld verausgabt und verschenkt, wie sie den Jüngern als Beispiel von Anmut und Ergebenheit, von Gewissheit und Verstehen des Gesamten und des Ganzen des Schöpfungsprozesses dient, wie sie den Jüngern aufzeigt, dass Demonstration zeitlich VOR der Erfahrung existiert. Viel oder wenig Geld hergegeben, ein armer Schlucker zu sein oder ein hundertfacher Milliardär zu sein …. – es zählt für unser Fortkommen, und auch für das Fortkommen und die Wirkweise derjenigen Mittel, die wir Anderen überreichen, schier das WIE.

 

Weswegen also sollte sich nicht gerade etwa deswegen, weil Du Dich vermehrt in der Wochen-Stundenanzahl praktischen Wirkens und vermehrt in der spirituellen Fokussierung betätigst, ein Feld auftun, das Dir den Zugang zum Erschaffen monetärer Fülle eröffnet? Die Dinge sind allesamt unterwegs zu uns. Es gilt, auf diesen Fakt unsere Gedanken und unser Empfinden zu richten. That’s it.

 

Das WIE – so ein anderes Gleichnis der Bibelsprache – ist es, was es dem Reichen so schwer macht, ins Himmelreich zu kommen ( = in seinem innersten Dank und in seiner umfassendsten Herrlichkeit zu verbleiben), sodass das orientalische Bild bemüht wird, eher gehe ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Himmelreich komme. Der Reiche, so die biblische Geschichte, gelangt in die Emotion der Schwere, des Beschwertseins, der rückwärtsgewandten Trauer, der Zukunftssorge, wenn ihm das Ansinnen gemacht wird, den Reichtum lose zu lassen, ihm nicht weiter anzuhaften.

 

Ist es nicht auch in Deiner Beobachtung so, dass heutzutage Viele Jener, die sich als mittellos bezeichnen oder die als arm bezeichnet werden, in ein Gefühl der Schwere kommen, wenn ihnen gegenüber das Ansinnen vorgebracht wird, die Armut lose zu lassen, ihr nicht weiter anzuhaften? Für diese Episode einer Biographie ist die Biographie ND Walsch’s doch vorbildlich, als gerade dann die vernehmliche Stimme Gottes sich meldete, während die Anhaftung an ND Walsch’s Armut am kräftigsten war ….

 

Gefühle der Schwere sind Untergliederungen und Ableitungen der Empfindungen des Leids. Leid entsteht durch einen Mangel an Wissen. Deswegen würde ich Beiden, dem Mittelbaren und dem Mittellosen, auf entsprechende Anfrage hin, raten, sich vermehrt spirituell anzuleiten oder anleiten zu lassen.

 

 

Kurzum – der Impuls, Mitglied dort zu sein, wo Du nach Deinem Empfinden die höchste Energie angesammelt findest, die Welt zu ändern, - der Impuls, Mitglied in The Group Of 1000 zu werden, ist allemal höher gewichtet als Deine beschränkten finanziellen Verhältnisse an Gewicht einzubringen in der Lage sind (ob viel an Euro oder weniger an Euro). Denn: Es ist die Absicht, die die ganze Welt zusammenhält – so meine Wahrheit.

 

Dieser Dein Impuls ist eine Demonstration. Nach und hinter der Demonstration wird die Erfahrung (etwa: Geld zu haben; weniger Geld zu haben; mehr Geld zu haben) eine andere als die Erfahrung im Zustande davor sein.

 

Wir lehren Andere dasjenige, worin es uns selbst zu unterweisen gilt.

 

 

Was die 2x wöchentliche Telefonkonferenz angeht – ich kenne eine solche Ankündigung bloß von der Ausbildungsphase für angehende Lehrer der Schule der Neuen Spiritualität. Dies ist erstmal im Aufbau begriffen und naturgemäß zuvorderst für amerikanische Staatsbürger bzw. exzellent Englisch-Sprechende ausgerichtet.

 

The Group Of 1000, auf der anderen Seite, kennt einmal im Monat eine Telefonkonferenz, die sich bislang hauptsächlich als ein Organ zum sich gegenseitig Informieren, was sich da und dort in den Schwesterorganisationen tut, erwies.

 

 

Von Herzen,

Theophil

 

Ergänzung 22.7.07 - ThB -:

Das GmG Wöchentl. Bulletin #252 [von 2007] widmet sich in der 'Leser Fragen'-Abteilung desgleichen dieser Angelegenheit.