Zusammenschau der GmG-Kernkonzepte whd. der World Tour ND Walsch's im Frühj. 2007

 

ZUSAMMENSCHAU AUF ALLE 9 BÜCHER DER GmG-REIHE

[ND Walsch verfasste sie auf der „Welttour des Einsseins“ zwischen Febr. und April 2007 - noch in laufender Arbeit]

 

- Als PDF-Dok. zum Ausdrucken verfügbar - siehe unten -

- [Dieses Ansinnen ND Walsch's, auf der World Tour des Einsseins mit diesem Überblick über die Konzepte, Weisheiten und Themen der 9 Bücher voranzukommen, ist, danach sieht es aus, unvollendet geblieben. An anderer Stelle, in seinem Blog, schreibt N., er habe während der Reise drei neue Bücher begonnen, und eines davon fertiggestellt. Es wird heißen: Glücklicher sein als Gott. - 23.4.07 Th.B.] -

 

 

[24.2.07]

 

 

Ich möchte euch während der Reise an all dem teilhaben lassen, was ich in meinen Gesprächen mit Gott gelernt habe. Ich werde diese Fahrt dafür hernehmen, hier an dieser Stelle die gesamte Kosmologie Revue passieren zu lassen, wie sie in den 9 Büchern der GmG-Reihe vorgestellt wird. Das sind:

 

 

Gespräche mit Gott – Buch Eins

Gespräche mit Gott – Buch Zwei

Gespräche mit Gott – Buch Drei

Freundschaft mit Gott

Gemeinschaft mit Gott

Neue Offenbarungen

Gott Heute

Was Gott Will

Zuhause in Gott

 

 

 

Ich sehe in meinem Geist diese wunderbaren Bücher in Gruppen aufgeteilt. Die ersten drei nenne ich Die Originale Trilogie. Freundschaft und Gemeinschaft nenne ich Die Mittleren Bücher. Die Neuen Offenbarungen, Gott Heute und Was Gott Will bilden Die Zweite Trilogie, und Zuhause in Gott ist Der Abschließende Text.

 

 

Die Originale Trilogie gliedert sich in folgende Teile – Buch Eins: Das Individuelle Leben; Buch Zwei: Die Globale Kultur; Buch Drei: Die Universale Realität. Die Mittleren Bücher umfassen Die Autobiographie und Die Kosmologie, Erklärt. Die Zweite Trilogie beschäftigt sich mit Gott und Der Welt Von Heute, und sie wurde in direkter Erwiderung auf den 11. Sept. und gemäß des dringenden Verlangens, eine neue Weise, auf der Erde zusammenzuleben, zu erschaffen, herausgebracht; und Der Abschließende Text offenbart die Wahrheit über das Ende der Körperlichkeit und über die Natur des ewigen Lebens.

Zusammengenommen bietet die Mit Gott-Serie eine inhaltsreiche Darlegung der Gesamtheit der menschlichen Erfahrung dar. Etwas Ähnliches existiert nirgends in der zeitgenössischen spirituellen Literatur, und die Bücher werden jetzt für alle wahren Suchenden als eine liebevoll gehütete Ressource erachtet. Sie haben ein weltweites Phänomen namens Neue Spiritualität zum Blühen gebracht, wo die Menschheit dazu geladen ist, eine neue kulturelle Erzählung über Gott, über das Leben und über einander zu erschaffen und willkommen zu heißen.

Die Texte sondieren derart theologisch gewagte Konzepte, dass wir, sollten wir sie leben, am Rande von Morgen leben würden.

Was meint das, Am Rande von Morgen zu leben? Es meint, aus der Story des Heute auszusteigen, und ein neues Skript zu schreiben, eine neue Realität zu schaffen, auf eine neuere Welt aus zu sein.

 

 

Einige Menschen leben am Rande von Morgen. Sie sind sehr kühn. Sie haben einen Fuß in und den anderen außerhalb der Kulturellen Erzählung Dieses Tages und Dieses Zeitalters. Freilich, GmG lädt uns herbei, nach jenseits dieser Kühnheit auszuschreiten, zu Einem Ort Umfassenderen Mutes. Es lädt uns herbei, nicht nur unseren hinteren Fuß aus dem Heute fortzunehmen, sondern auch unseren vorderen Fuß direkt in Front des Morgen zu platzieren.

 

 

Was liegt „in Front des Morgen“? Wir wissen es nicht. Einige sagen, wir können schier hoffen, wir können bloß träumen. Ich denke, es existiert mehr, was wir tun können. Ich denke, wir können erschaffen. Deswegen ersuche ich euch, von dem Rand des Heute zu dem Rand jenseits des Morgen auszuschreiten, denn dort liegt die Wahre Schöpfung.

 

 

Ihr seht, wir haben das Morgen bereits geschaffen. Diese Arbeit ist beendet. Wir haben sie mit all den Gedanken, Worten und Handlungen des Gestern verrichtet. Deswegen besteht die wirkliche Herausforderung, die wirkliche Gespanntheit, die wirkliche Gelegenheit darin, nach Jenseits des Morgen zu blicken, und anzufangen, dies zu erschaffen. An Diesem Tag, zu dieser Stunde, genau in diesem Augenblick erschafft ihr die Zeit Jenseits des Morgen.

Die Zeit und der Raum Jenseits des Morgen ist die Provinz der Visionäre. Sollten wir tatsächlich die Wahl treffen, nach einer neueren Welt zu streben, müssen wir alle auf diese Provinz einen Anspruch erheben. Wir alle müssen uns zum Besitzer erklären. Und wir müssen es jetzt tun.

Wir müssen nicht bloß erschaffen, sondern es uns ausmalen. Darin besteht der nächste Schritt der wahren großen Menschen, der Hoch Entwickelten Wesen.

Hoch Entwickelte Wesen geben sich nicht mit dem schieren Erschaffen von Morgen zufrieden. Sie haben bereits gemeistert, was sie denken, gemeistert, darauf acht zu geben, was sie sagen, und gemeistert, zu kontrollieren, was sie tun. Jetzt arbeiten sie an der äußeren Kante von alledem. Sie stehen am Rand des Morgen, setzen ihre Vorstellungskraft ein - das atemberaubende Werkzeug des Göttlichen -, um sich auszumalen, was als „Nächstes“ kommt.

Wir alle können diese Arbeit tun. Wir alle können Hoch Entwickelte Wesen werden. Wir können dies in einem einzelnen Moment hinkriegen. Im Bruchteil einer Sekunde. Um den Weg zu erschaffen, auf dem eine Spezies sich entfaltet, braucht es keine Zeit, es braucht Willen.

Wen siehst du als dein Selbst an? Was ist in Wahrheit dein Höchstes Selbst? Während du „dich selbst aufs Neue in der nächstgrößten Version der großartigsten Vision, die du je von Wer Du Bist innehattest, wiedererschaffst“, was malst du dir dabei aus? Während du hinter das Morgen auf die Visionen eines Neuen Du und einer Neuen Welt blickst, was erblickst du da? Überhaupt etwas? Eine glatte Wand? Ein Mischmasch?

Solltest du über all das klar sein, dann könntest du in der Angelegenheit seiner Manifestation der Urheber sein. Und du könntest deine Vision mit Anderen teilen, damit auch sie einen Blick auf eine ferne Zukunft erheischen, und einen Schritt in Richtung auf deren hellstes Versprechen nehmen.

Willst du diese Arbeit mit mir zusammen beginnen?

Dies stellt die Einladung dar, die als erstes durch Gespräche mit Gott in Buch Eins vor uns positioniert, und die mit zunehmendem Nachdruck in allen nachfolgenden Mit Gott-Texten wiederholt wurde. Die Wege und die Mittel, mit denen wir diese Aufgabe des Visionierens / des Erschaffens erlangen und unsere höchsten Träume erreichen mögen, sind in diesen Schriften klar artikuliert. Lies diese Bücher. Schau sie dir oft von neuem an. Verschaff dir die bedeutendsten Punkte ins Gedächtnis. Verbringe sie in Sicherungsverwahrung in deinem Herzen. Denn sie enthalten einen aufsehenerregenden Reichtum an Einsichten, eine erstaunliche und nutzvolle Sammlung an ewiger Weisheit, um uns alle auf unserer Reise zu leiten.

 

 

In diesem Hauptteil des Werkes ist zu finden:

 

 

  1. Die Grundlegenden Weisheiten

  2. Die Kernkonzepte des Ganzheitlichen Lebens

  3. Die Fünf Eigenschaften der Gottgleichheit

  4. Das Gesetz der Gegensätze

  5. Die Sieben Schritte zur Freundschaft mit Gott

  6. Das Neue Evangelium

  7. Das Sein-Tun-Haben-Paradigma

  8. Die Göttliche Dichotomie

  9. Die Zehn Illusionen des Menschen

  10. Die Drei Erklärungen zur Letztlichen Wahrheit

  11. Der Triadische Prozess

  12. Die Fünf Schritte zum Frieden

  13. Die Irrtümer über Gott

  14. Die Irrtümer über das Leben

  15. Die Neuen Offenbarungen

  16. Die Neun Eigenschaften von Gott Heute

  17. Die Achtzehn Erinnerungen

Und, als Inhalt der Gespräche mit Gott für TEENAGER, der Drei-Wegige Pfad.

 

 

 

Damit ist unser Durchgang aufgestellt. Dies wird die Karte unserer Erkundungen sein. Es wird eine spannende, eine erleuchtende und eine inspirierende Reise werden!

 

 

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[25.2.07]

 

 

Teil II – DIE GRUNDLEGENDEN WEISHEITEN

Der außerordentliche spirituelle Auftritt des Gespräche mit Gott-Dialoges begann 1995 mit der Veröffentlichung von Buch 1 und in diesem Text mit der Mitteilung darüber, was ich in der Folge Die Grundlegenden Weisheiten nannte.

GmG - 1 enthielt drei hauptsächliche Behauptungen, mit denen Gott diesen ausführlichen, jahrelangen Dialog eröffnete. Sie sind:

  1. Wir sind alle eins.

  2. Es gibt genug.

  3. Es gibt nichts, was wir tun müssen.

Das Buch stellt heraus, dass dies alles ist, was wir wissen müssen, um die Welt zu heilen. Und das ist auch so. Alles, was hinterher kam, das, was die GmG-Reihe der sieben Bücher bildete, war eine Ausführung dieser Punkte, eine Erweiterung von ihnen. Deswegen nennt man sie Die Grundlegenden Weisheiten.

Die Erste Grundlegende Weisheit ist in der Tat die einzige, die die Menschheit je vonnöten hat. „Wir sind alle eins“ spricht das alles aus. Danach muss nichts weiteres mehr gesagt werden. Sollten wir alle handeln, als gebe es nur Einen von uns, sollten wir alle leben, als seien wir Teil des Gleichen Wesens, dann würde sich alles in unserem Leben ändern. Die kollektive Erfahrung des Lebens auf diesem Planeten würde sich desgleichen wandeln.

Als ich dorthin gelangte, zu sehen und tief zu begreifen, dass Wir Alle Eins Sind, erkannte ich rasch die Implikationen davon. Unter anderem zog ich folgende Schlussfolgerungen:

  1. Was gut für dich ist, ist gut für mich.

  2. Was nicht gut für dich ist, ist nicht gut für mich.

  3. Was ich für dich tue, das tue ich für mich.

  4. Was ich verfehle, für mich zu tun, das verfehle ich, für dich zu tun.

Ich bemerkte, dass, falls sich die Leute darüber überall im Klaren wären, dies alles wandeln würde. Unsere Politik würde umgestaltet. Unsere Ökonomie würde sich ändern. Unser Sozialsystem würde anders. Unsere Religionen würden sich ändern. Alles, vom Kopf bis Fuß, würde für immer geändert, in einer Weise, die unser Leben dramatisch umgestalten würde.

Was also hält uns davon ab, uns diese Wahrheit zueigen zu machen? Ich glaube, es ist die Angst. Wir haben Angst, als Eins zu leben, weil wir Angst haben, unsere Individualität zu verlieren, und, weil wir denken, dass ebendas passieren würde. Wir haben Angst, die Einheit Allen Lebens als Leitprinzip, als ein Lebenskonzept anzunehmen, weil wir Angst haben, der Letztlichen Realität gegenüberzustehen. Während uns erzählt wird, dass das Verschmelzen in das Einssein eine Erfahrung reiner Glückseligkeit sei, schrecken wir vor der Auffassung zurück, uns nicht mehr länger als das zu kennen, wer wir getrennterweise sind.

Der Mangel an spirituellem Verständnis liegt auf dem Grund unserer Angst, denn, sollten wir die höchste spirituelle Wahrheit begreifen (dass wir wie getrennte Finger an der gleichen Hand sind, und, dass wir unsere „Individualität“ auch dann erleben mögen, wann immer wir es wollen, wenn wir zur selben Zeit die Glückseligkeit des Einsseins erfahren), dann würden wir uns nie fürchten. Und doch, das spirituelle Verständnis ist sehr schwer zu erreichen in einer Welt, in der das Lehren solcher Wahrheiten selbst als Abtrünnigkeit angesehen wird.

Viele unserer etablierten Religionen reden von einem Getrennten Gott und von der Trennung der Seelen. Und insbesondere im Westen ist die Vorstellung des Individualismus zu fast göttlichen Ausmaßen ausgewachsen. In der Tat, überall rund um den Globus ist es der Separatismus, der die Gunst der Menschheit erhält, er manifestiert sich überall. Er manifestiert sich als Nationalismus und in dem, was ich „Religionismus“ nenne – zwei Formen des „Besserismus“, die zur Zeit das schiere Überleben des Planeten bedrohen. Und somit wird ein Konzept, das die Welt retten könnte – das Konzept des Einsseins – durch die Welt gemieden.

Die Zweite Grundlegende Weisheit könnte die Angst heilen, die durch den Separatismus hergestellt wurde, sofern sie nur willkommen geheißen würde. Die Vorstellung, dass „es genug gibt“, macht den Separatismus unnötig. Wir bleiben voneinander nur deswegen getrennt, weil wir unser Überleben sicherstellen wollen.

Wir denken, dass „Jeder Mensch ist für sich“ letztlich den einzigen Weg darstellt, damit wir überleben können, und so trennen wir uns in Gruppen auf, die, mal so, mal anders, Kulturen, Nationen, Religionen und Ideologien genannt werden. Wir sagen, dass diese Gruppierungen uns helfen, uns zu identifizieren, doch die Wahrheit ist, sie sind ein Versuch, uns selbst schadlos zu halten. Wir sind auf die Schadloshaltung gegenüber den Verwüstungen des Lebens aus, und wir begeben uns in die Vorstellung, dass unsere Sicherheit erreicht werde, indem wir uns voneinander trennen, nicht, indem wir uns untereinander vereinen – auch, obgleich unsere Erfahrung im Leben uns genau das Gegenteil lehrt.

Sollten wir uns eine Philosophie des „Genugismus“ zueigen machen, kämen wir von einem Ort des Wissens her, des Wissens, dass es für Jeden genug gibt, und dann würde sich die Furcht, die uns auseinander treibt, in eine Freude wenden, in eine Freude, die uns zueinander zusammenzieht. (Genau das geschieht, wenn wir uns verlieben.)

In Wahrheit existiert genug von allem, das wir gemäß unserer Vorstellung brauchen, um glücklich zu sein – alles, was wir zu tun haben, ist, einen Weg zu finden, es zu teilen. Sogar gibt es für jeden von uns genug Gott. Alles, was wir zu tun haben, ist, dies zu teilen.

Doch Teilen tun die Menschen nicht leichtlich, weil wir eine tiefsitzende Furcht innehaben, dass wir etwas weggeben, von dem es bloß eine begrenzte Quantität gebe. Und so lassen wir nur dann teilhaben, wenn wir sicher sind, dass wir genug für uns haben. Allerdings, Derjenige ist gesegnet, der an dem teilhaben lässt, von dem er seiner Erfahrung gemäß nicht genug hat – denn eben in diesem Teilen wird er die Erfahrung seiner Fülle machen.

Gott zu teilen ist vielleicht die schwierigste Freigiebigkeit. Es hat den Anschein, als könnten wir es nicht. Wir sagen, Gott sei ein eifersüchtiger Gott, doch in Wahrheit liegt die Eifersucht in der Menschheit. Wir wollen uns Gott aneignen, wir wollen Gott zu dem unseren machen, zu dem unseren allein. Und so schaffen wir eine Weise, Gott anzubeten, von der wir ausgeben, sie sei die einzig „richtige“ Art, beanspruchen dabei Gottes Billigung und Gottes Lohn als die unseren und als die unseren allein.

Wir haben uns erzählt, dass es nicht genug Billigung und nicht genug Lohn gebe, damit wir rund kommen. Das ist unser vorherrschendes Denken. Und so müssen wir um beides, um die Billigung und um den Lohn, konkurrieren. Diesen Konkurrenzkampf nennen wir „Religionen“.

Sofern wir begriffen, dass Gottes Billigungen und Entlohnungen unbegrenzt sind, würden unsere endlosen Konkurrenzen aufhören. Desgleichen - verstünden wir, dass es von alle dem genug gibt, von dem wir uns erzählen, wir bräuchten es, um auf Erden glücklich zu sein, so würden wir mit unseren unbarmherzigen und selbst-zerstörerischen politischen, ökonomischen und militärischen Wettstreiten aufhören.

Die Dritte Grundlegende Weisheit könnte uns zu diesen Verständnissen hin bringen.

Wir denken, dass es etwas gebe, was wir im Leben zu tun haben, da wir uns vorstellen, dass es von dem Stoff des Lebens nicht genug gibt, und deswegen hätten wir Sachen zu tun, um sie zu bekommen. Doch die Dritte Grundlegende Weisheit sagt: „Es gibt nichts, was wir tun müssen.“

Die Einsicht hinter dieser Weisheit ist, dass es nicht im Tun liegt, dafür dass das Glücklichsein gesichert ist, sondern im Seien. Es ist das „Seienshafte“, was der Seele, dem Herzen und dem Geist die umfassendste Erfahrung von sich selbst erbringt. Und das Seienshafte macht für uns selbst nichts Auswärtiges erforderlich. Die Tatsache, dass wir Sind, erschafft automatisch die „Genugheit“. Unsere schiere Existenz ist „genug“, um das zu erlangen, wonach die Seele trachtet.

Dies zu wissen, ändert alles, und die Ironie besteht darin, dass sich dann, wenn sich alles in uns ändert, alles außerhalb von uns ändert. Alle Dinge, von denen wir dachten, wir hätten um sie zu kämpfen, kommen, praktisch ohne Anstrengung, zu uns – und ganz bestimmt, ohne in einen Konkurrenzkampf eintreten zu müssen.

Die Seele sehnt sich danach, freundlich zu „sein“, Liebe zu „sein“, Eins Mit Allem zu „sein“. Darin besteht das Sehnen der Seele, weil davon die Seele weiß, dass sie es Selbst ist – und die Seele möchte nichts mehr als einfach SICH SELBST erfahren.

Das ist auch alles das, was Gott möchte. Ja – die menschliche Seele zu erschaffen, ist einer von Gottes Wegen, dies zu erfahren.

Jede individuelle Seele ist ein Energiepaket – ein Teil und ein Päckchen von Gott --, das darauf wartet, freigegeben zu werden. „Energie im Wartestand, ausgegeben zu werden.“ Ist dies nicht eine interessante Art, auf diese Idee der menschlichen Seele zu blicken? „Die Energie GOTTES im Wartestand, ausgegeben zu werden.“ Ist das nicht noch eine interessantere Art?

Das ist die Seele. Die Seele ist die Individuierung Gottes, darauf wartend, sich selbst ab- und auszugeben. Das heißt, sie ist darauf aus, sich selbst wieder-zu-LEASEN (pachten). Während sie das tut, hast du eine NEUE PACHT FÜR DAS LEBEN. Das physische Leben in jedweder partikularen Identität ist nie für ständig. Es ist nicht etwas, was wir in Besitz nehmen. Es ist in gewisser Weise etwas, was wir von Gott „mieten“.

Gelegentlich wieder-verleast sich die Göttliche Energie in winzigen Schrittgrößen, und manchmal tut sie das in riesigen Schlücken, und manchmal auf einen Schlag. Tut sie es in kleinen Einheiten, dann nennen wir diese Erfahrung Wachstum der Seele. Tut sie es in riesigen Sprüngen, dann nennen wir es Durchbruch. Tut sie es Knall auf Fall, so nennen wir es Transformation, oder Erleuchtung.

Es gibt nichts, was wir zu tun haben, um Wachstum, um Durchbruch oder Erleuchtung zu erlangen. Es ist alles, und einzig, eine Angelegenheit dessen, was jemand ist.

Ist jemand Vollkommene Liebe, egal, was er tut, so hat er die Erleuchtung erreicht. Das ist nicht schwer zu erreichen, und, die Welt ist der Überzeugung, es sei schwer. Das ist unser Dilemma.

Vollkommene Liebe wird dann erlebt, sobald wir die Grundlegenden Weisheiten realisieren – das meint, sobald wir „real machen“ oder real-isieren --: Wir sind alle eins. Es gibt genug. Es gibt nichts, was wir tun müssen.

Diese Vorstellungen können wir in unserem Leben einfach ebenso real machen, wie wir andere Vorstellungen in unserem Leben haben real werden lassen. Wir können unseren Sinn über Dinge ändern. Ein Sinneswandel bringt einen Wandel des Herzens hervor, und ein Wandel des Herzens bringt eine Erfahrung der Seele, Dass Nichts Sich Wandelt, hervor – was Wer Wir Wirklich Sind ist.

Ich habe dies in meinem Leben begriffen. Wann immer ich handle, als wären wir eins, als gäbe es genug, und so, als gäbe es nichts, was ich tun muss, ändert sich das Leben für mich. Es hört auf, ein Kampf zu sein. Es fühlt sich nicht weiterhin wie Konkurrenz an. Die Angst vergeht.

Ich bin nun jetzt nicht fortgeschritten genug, um diese Drei Grundlegenden Weisheiten in meinem Leben allezeit in Anwendung zu bringen. Doch tue ich das in mehr und mehr meiner Zeit. Also, ich befinde mich auf dem Weg. Ich habe mich auf den Weg zur Meisterschaft begeben. Und ich bin nicht mehr länger bestürzt darüber, eben diese Reise aufzunehmen, naja darum, weil mir eine Landkarte in die Hand gedrückt wurde.

 


 

[Blog v. 2.3.07]

 

DIE KERNKONZEPTE DES GANZHEITLICHEN LEBENSWANDELS

 

Nichts in dem ganzen Ensemble des Werkes, bekannt als die Mit Gott-Bücher, hat mich mehr beeindruckt oder hatte größere Auswirkungen auf mich als die Drei Kern-Konzepte des Ganzheitlichen Lebenswandels, die uns in dem GmG-Buch Eins überreicht werden:

 

  1. Gewahrsein

  2. Ehrlichkeit

  3. Verantwortlichkeit

Gott sagte zu mir, sollte ich mein ganzes Leben mit diesen Konzepten als meinen Leitlinien verbringen, dann wäre es mit den 'Dramen' meines Lebens vorbei. Nun solltest du dich entsinnen: zu der Zeit, als ich das Material aus Buch 1 empfing, stand ich genau da. Ich war inmitten eines großen Dramas. Ich dachte, mein Leben sei gelaufen. Ich war 49, ging auf die 50 zu, und dachte, dass ich als mein Leben nichts zum Herzeigen hatte, dass ich nichts geleistet hatte, nichts erreicht, nichts beigetragen, nichts erworben (das ich allem Anschein nach irgendwie festhalten konnte), und, was mich selbst betraf, dass ich nichts WAR.

 

Buch 1 in der außergewöhnlichen GmG-Serie war die Antwort Gottes auf meine angst-getriebene Frage: „Was bringt mein Leben zum Funktionieren?“ - „Was es 'braucht',“ antwortete Gott, ist Gewahrsein, Ehrlichkeit und Verantwortlichkeit. Ganz einfach.

 

Lasst uns also den Blick auf diese wundersame Weisheit richten. Lasst uns schauen, zu welchem Verständnis wir hier gelangen können.

 

Zunächst, Gott stellte klar, damit dieses Rezept zum Funktionieren zu bringen ist, musste ich es auf mein gesamtes Leben ansetzen. Was ist unter „gesamtes Leben“ zu verstehen? Genau das. Diese Worte sind klar. Es existiert kein Abteil meines Lebens, das sich gegenüber der Anwendung dieser Konzepte immunisieren könnte. Sie waren einzusetzen gleichermaßen bei meinem inneren und meinem äußeren Leben, bei meinem persönlichen und meinem öffentlichen Leben, bei meinem Arbeits- und sozialen Leben. Sie waren einzusetzen bei meinen Familien- und meinen Liebesbeziehungen und bei meinen Geschäftsbeziehungen und persönlichen Freundschaften.

 

Ich konnte nicht davonkommen, indem ich sagte: „Oh, ganz gut, hier kann ich sie einsetzen, aber bei der Sache da werde ich sie zurückhalten.“ Oder: „Das funktioniert bei Freundschaften, aber im Geschäftlichen wird das nicht funktionieren“, oder Ähnliches. Ich musste willens sein, sie über der Palette meines Lebens anzuwenden. Gott lud mich herbei, diese Bereitwilligkeit zum Ausdruck zu bringen.

 

Doch auch nachdem ich dies im Inwärtigen tat, widersetzte ich mich dem im Auswärtigen. Es war zu schwer. Es war einfach zunächst zu schwer. Bis zum heutigen Tag ist es immer noch eine Herausforderung. Ein von diesen Kern-Konzepten geleitetes Leben ist nicht leicht. Es ist wie bei einem Training. Manchmal fühle ich mich wie ein Kadett in Gottes Schule des Höheren Wissens, oder so. Ich fühle, als hätte ich das „Kadetten“-Stadium längst hinter mir haben sollen, und doch stehe ich hier, und befasse mich mit dem, was höher entwickelte Wesen bestimmt als den Kindergarten der Bewusstheit ausmachen.

 

Obschon, wenn ich mich so fühle, so muss ich den ersten Schritt in größere Bewusstheit nehmen, der heißt, damit aufzuhören, auf mich einzuschlagen, weil ich noch nicht da bin. Ich arbeite hart, mich genau so zu akzeptieren, wie ich bin, dort, wo ich bin. Dass dies ein solch bedeutender erster Schritt ist, liegt daran, dass ich, solange ich mich nicht derart selbst akzeptieren kann, nicht Andere derart akzeptieren kann, und ich werde weiterhin andere Menschen für die „Fehler“ verurteilen, die ich in mir selbst erblicke. Alles, was ich in mir sehe, das ich nicht mag, werde ich absolut sicher in jemand Anderem sehen. Und ich werde es dort verdammen. Ich werde es ins Unrecht setzen.

 

Ich habe dies gelernt, indem ich mein eigenes Verhalten beobachtet habe. Ich hoffe sehr, dass ich diese Neigung umgekehrt oder zum wenigsten ihr Volumen heruntergeregelt habe, aber ganz bestimmt weiß ich, dass ich sie immer noch habe.

 

Ich habe mich also dieser Tage in ein größeres Niveau an Selbst-Akzeptanz bewegt, und in Wohlempfinden mit dem, der ich gerade bin, und wer ich sein möchte. Ich weiß, Dasjenige, dem ich mich widersetze, das bleibt bestehen, und so widersetze ich mich nicht mehr länger dem Fakt, dass ich nicht auf einem besonders hohen Niveau an Bewusstheit operiere, und akzeptiere und begrüße mich selbst dafür.

 

Lasst mich nun die Kern-Konzepte selbst erörtern, und ihr werdet erkennen, wie es ein wirkliches Training sein kann, sie in unserem Leben umzusetzen zu versuchen. Freilich kann es auch immens lohnenswert sein – etwa wie beim Angehen einer anstrengenden Diät. Es braucht Arbeit, es braucht Disziplin, es braucht Hingabe und Sich-Verschreiben, doch dein Leben ist aufgrund dessen unglaublich erweitert.

 

GEWAHRSEIN ist das erste Kern-Konzept.

 

Dies meint einfach, dass wir uns allem gewahr sind. Wir sind erwacht. Wir „schlafwandeln“ nicht mehr länger durch das Leben. Wir öffnen unsere Augen und sehen, was los ist, genau so wie es ist, ohne Illusionen darüber, ohne falsche Gedanken oder verrückte Ideen. Wir ringen, um Jene aus unserem System hinauszubringen und sehen die Dinge, wie sie wirklich sind. Wir treiben keinen Jux mit uns, wir führen uns nicht in die Irre, oder belügen uns oder halten uns nicht davor zurück, uns etwas anzuschauen.

 

Gewahrsein meint, dass wir „in Gewahrsein gehen“. Dass wir nichts ignorieren. Dass wir nie vorgeben oder in Anspruch nehmen, „nichts zu verstehen“, oder „es nicht gewusst gekonnt zu haben“, oder „es nicht wahrgenommen zu haben“. Es bedeutet, dass wir uns zueigen machen, dasjenige, was vernünftigerweise von uns erwartet werden kann, zu verstehen, zu wissen und wahrzunehmen – und dass wir dann die Latte höher legen.

 

Gewahrsein bedeutet, dass wir vor und nach jeder bedeutungsvollen Handlung und Interaktion tief nach innen schauen, dass wir auf uns hören, was wir uns über das sagen, und dass wir unsere Ohren gegenüber allem verschließen, was wir nicht von unserem Höheren Selbst zu hören erhalten. Es bedeutet, ein Gewissen zu haben. Es bedeutet, voll und ganz bewusst zu sein, und nicht mehr herumzulaufen, als wären wir unbewusst. Es bedeutet wissen, und wissen, dass wir wissen. Es bedeutet wissen, dass wir wissen, dass wir wissen, und zuzulassen, dass wir wissen, was wir wissen.

 

Es bedeutet, damit aufzuhören, den Dummen zu mimen, sofern wir mal damit begonnen haben. Es bedeutet, sich niemals mehr hinter dem Schild der Ignoranz zu verstecken. Es bedeutet, das Leben auf einem sehr hohen Niveau zu spielen, gegenüber jeder Nuance sensibel zu sein, sofort jedes Signal zu bemerken, klar jeden potentiellen Ausgang zu erblicken.

 

Es bedeutet wissen, was Andere verwundet, und wissen, weswegen es Andere verletzen könnte, obgleich wir in einem technischen Sinne nicht für die Verletzung verantwortlich sind, die Andere vielleicht zu empfinden wählen. Es bedeutet, die lange wie auch die kurze Straße hinunterzuschauen, weit entfernte wie auch naheliegende Effekte auszumachen, und unsere Gedanken, Worte und Handlungen mit all dem im Geiste zu wählen.

 

Gewahrsein bedeutet, tief in jeden Augenblick hinein zu schauen, zu bemerken, was der Augenblick uns überreicht, und zu sehen, worum mich der Augenblick ersucht. Es bedeutet, voll und ganz erwacht zu sein, nicht teilweise erwacht. Es bedeutet, voll und ganz präsent zu sein, nicht teilweise präsent. Es bedeutet, voll und ganz sich eingebracht zu haben, nicht teilweise involviert.

 

Es bedeutet, all deine Wahrnehmungen zu Diesem Moment Jetzt herbeizubringen, sie noch zu dehnen, damit sie so viel wie möglich aus der Vergangenheit und aus der Zukunft zu langen vermögen, und, jene Wahrnehmungen dafür einzusetzen, dich selbst aufs neue in der nächstgrößten Version der großartigsten Vision, die du je über Wer Du Bist innehattest, wiederzuerschaffen.

 

Das ist Gewahrsein, und sofern du Gewahr bist, bist du dir gewahr, was Gewahrsein ist, und du brauchst kein weiteres Darlegen.

 

 

 

EHRLICHKEIT ist das zweite Kern-Konzept.

 

Es meint einfach, dass wir zu allen Zeiten die Wahrheit sagen. Wir sind wahrhaftig. Das meint, wir sind voll der Wahrheit. Das bedeutet, dass wir, zum ersten, uns selbst die Wahrheit über uns selbst sagen. Zum zweiten, wir sagen uns die Wahrheit über Andere. Zum dritten, wir sagen Anderen die Wahrheit über uns selbst. Sodann, wir sagen die Wahrheit über Andere jenen Anderen. Schließlich, wir sagen jedermann über alles die Wahrheit.

 

Ich fand heraus, dass das nicht einfach zu machen ist. Es ist tatsächlich Training. Es braucht ein bestimmtes Maß an Verwegenheit, eine bestimmte Art an Preisgabe. Ich habe meine eigene Sicherheit preiszugeben – und meine eigene Bedürftigkeit für Sicherheit.

 

Ehrlichkeit meint ganz einfach, dass wir aufhören zu lügen.

 

In einer Welt voller Lügen, beruhend auf Lügen, zum Laufen gebracht auf Lügen - sowohl kleine wie große Lügen - kann dies sehr schwer sein. Die Menschen erwarten von dir nicht mehr, dass du die Wahrheit sagst. In einigen Fällen hätten sie es lieber, wenn du lügst.

 

Manchmal kann man eine Lüge erzählen, ohne etwas zu sagen. Still sein kann eine Lüge sein. Ehrlichkeit meint, all das, worum du weißt, auszusprechen, all das, was gesagt werden braucht, damit Andere – damit jemand Anderes – dieselbe Anzahl Karten in der Hand behält wie du.

 

Ehrlichkeit meint, die Wahrheit über das zu sagen, dessen du Gewahr bist. Gewahrsein meint, über all das bewusst zu sein, was du weißt, und nicht vorzugeben, dass „du dies nicht weißt“ oder „dies nicht wusstest“.

 

 

 

VERANTWORTLICHKEIT ist das dritte Kern-Konzept.

 

Es meint einfach, dass wir die Eignerschaft über jenen Teil einnehmen, den wir im Leben gespielt haben, was auch immer der Part sei. Sie bedeutet, dass wir, wenn wir etwas Spektakuläres tun, etwas, was freundlich war, nicht sagen: „Oh, das war nichts“. Sie bedeutet, dass wir, wenn wir etwas Entsetzliches tun, was nicht freundlich war, nicht sagen: „Oh, macht das was aus?“

 

Verantwortlichkeit meint, dass wir nicht einfach einen Anspruch auf unsere Taten erheben, sondern dass wir mit uns übereingekommen sind, etwas hinsichtlich von deren Ergebnissen zu unternehmen, sofern wir in unserem Herzen wissen, dass etwas unternommen werden sollte. Wir werden dies in unserem Herzen wissen, sobald wir Gewahr sind. Wir werden dies nicht verleugnen, sofern wir Ehrlich sind.

 

Verantwortlichkeit meint, dass wir bereitstehen, das wiederherzustellen, was wir zerbrochen haben, das zu reparieren, was wir beschädigt haben, das wieder in Ordnung zu bringen, was wir falsch gemacht haben, das wieder zurückzubringen, was wir fortgenommen haben, das wieder richtig zu stellen, worin wir uns geirrt haben, dort für Ausgleich zu sorgen, wo wir einen Verlust verursachten, und das zu flicken, was wir zerrissen haben und was geflickt gehört.

 

Sie bedeutet, dass wir nicht einen „New Age Bypass“ eingehen, indem wir ausgeben, wir seien für die Handlungen und Reaktionen eines Anderen nicht verantwortlich, sondern, dass wir den Anspruch auf Wer Wir Wirklich Sind erheben, indem wir zu erkennen geben, dass wir es alles erschaffen haben, und, indem wir das eine oder andere unternehmen mit etwas - was auch immer es sei -, mit etwas, das wir erschaffen haben, und, mit etwas, was die nächstgrößte Version der großartigsten Vision, die wir je über Wer Wir Sind innehatten, nicht repräsentiert.

 

Gewahrsein, Ehrlichkeit und Verantwortlichkeit sind die einzigen Werkzeuge, die wir je brauchen, um ein wunderbares, ein erfüllendes und lohnendes Leben zu leben. Ich fragte Gott inmitten meines Schmerzes und meiner Dunkelheit: „Was braucht es, damit das Leben funktioniert?“ Und Gott hat geantwortet.

 

 


 

[Blog v. 12.3.07]

 

DIE FÜNF HALTUNGEN GOTTES

 

Als Kind war ich von Gott tief fasziniert. Wie Er aussah, fragte ich mich. Wo lebte Er?

 

Heute weiß ich, meine Vorstellungen über Gott als ein Mann, der irgendwo im Himmel lebt, waren das Produkt meiner Kindheit im Milieu einer römisch-katholischen Familie. Ich weiß, Gott ist nicht beschränkt darauf, „er“ oder „sie“ zu sein, vielmehr tritt Gott in jeder Form auf, in der das Leben Sich ausführt.

 

Immer noch halte ich an dem Gedanken fest, dass es einige Eigenschaften Gottes gibt. Ich frage mich manchmal, wie würde er aussehen, wenn Gott die Wahl träfe, sich als menschliches Wesen zu zeigen? Welche Persönlichkeit hätte er?

 

Meine diesbezüglichen Fragen wurden in dem Gespräche mit Gott-Dialog beantwortet, wo mir Fünf Haltungen Gottes übermittelt wurden (GmG – Buch 1 – S. 65-66; engl. Ausg.).

 

„In dem Augenblick deines völligen Erkennens (dieser Augenblick kann jederzeit vonstatten gehen) wirst auch du fühlen, wie ich es tue“, sagte Gott zu mir. Und wie ist das? Gott sagte: „völlig freudig, liebend, akzeptierend, segnend und dankbar.“

 

Auf diese Weise, das fand ich später im Dialog heraus, fühlt sich auch die Seele stets gut. Da die Seele der Menschen und die Essenz Gottes ein und dasselbe sind. Also ist unsere Seele stets freudig, liebend, akzeptierend, segnend und dankend. Der Trick dabei ist es, unseren Körper und unseren Geist mit dieser tiefen inneren Natur unseres Seiens in Einklang zu bringen.

 

Die Seele ist immer freudig, weil Freude das ist, was die Seele (und was Gott) IST. Gott IST das, was wir in Ermangelung einer mehr technischen oder klinischen Beschreibung, „reine Freude“ nennen. Ich bin zu dem Verständnis gelangt, dass Gott natürlich reine Energie ist. Die Energie, die wir das Leben Selbst nennen. Wie allerdings fühlt sich diese Energie an? Das ist die Frage. Und die Antwort lautet: wie reine Freude. Die Energie fühlt sich wie reine Freude an. Letztliches Glück. Oder, was die östlichen Mystiker „Glückseligkeit“ nannten.

 

Da die Seele alleweil in einem Zustand der Glückseligkeit oder der reinen Freude ist, ist sie stets liebend. So wie Gott. Gott, der alles liebt, da Gott derart über sich Selbst froh ist! Es gibt nichts, was außerhalb von Gott existiert, nichts, was „nicht Gott“ ist, und damit existiert alles, worüber Gott glücklich und aufgeregt ist, inwendig in Gott – und genau deswegen, weil es inmitten Gottes existiert, ist Gott darüber glücklich!

 

Und somit ist Gott auf ewig liebend. Gott liebt alles an Leben, da Gott das Leben Selbst ist, sich selbst zum Ausdruck bringend. Wenn du allezeit freudig wärest, wärest auch du völlig liebend. Es gibt keinen Weg, wie du es nicht sein könntest.

 

Ja, könntest du vielleicht sagen, doch wie kann man allezeit völlig freudig sein? Schau auf die Welt rundum.

 

Der Trick dabei ist, die Welt zu sehen, wie sie ist – wie sie wirklich ist --, und nicht, wie sie erscheint zu sein. (Um mehr davon mitzubekommen, lies Gemeinschaft mit Gott, das im Einzelnen wunderbar die Zehn Illusionen der Menschen entfaltet.) So sieht Gott die Welt, und auf diese Weise ist Gott stets völlig freudig, und das veranlasst Gott, völlig liebend zu sein.

 

Weil Gott völlig liebend ist, ist Gott völlig akzeptierend – denn reine Liebe ist die Zurückweisung von nichts. Reine Liebe ist bedingungslos. Jedwede Liebe ist im eigentlichen bedingungslos. Minderes als das ist keine Liebe, sondern eine sich verstellt habende Version davon.

 

Weil Liebe bedingungslos ist, vermag sie alles zu akzeptieren. Sie tut dies, indem sie in welchen Zügen auch immer keine Werturteile ausspricht. Sie nennt nicht eine Sache „gut“ und eine andere „schlecht“. Eine Sache „ist“ einfach. Das nennt GmG die „Istheit“, und die Istheit hat keine Gutheit oder Schlechtheit an sich.

 

Wo wir in unserem Leben in Schwierigkeiten geraten, das ist, sobald wir Gutheit oder Schlechtheit einer Sache anhaften. Wir fällen Werturteile, und diese Urteile schaffen aus allerhand Gründen enorme Schwierigkeiten – nicht zuletzt, dass wir die Urteile verändern. An dem einen Tag nennen wir eine Sache „gut“, und am nächsten bezeichnen wir das Gleiche als „schlecht“, abhängig davon, ob die Sache, die wir beurteilen, unseren Zwecken dient oder nicht.

 

Lasst es euch an einem schlichten Beispiel klarmachen.

 

Regen.

 

Am einen Tag nennen wir den Regen gut, am nächsten schlecht. Es hängt davon ab, ob es auf unsere Felder regnet oder auf unseren Fest-Umzug.

 

Das Töten ist ein weiteres Beispiel. Wir denken, wir hätten ein absolutes Recht und ein absolutes Falsch, was das anbelangt, doch die Wahrheit heißt, wir gelangen zu keinem Entschluss, bis wir das, wofür das Töten anzugehen ist, erkennen und verstehen. Das Töten zur Selbstverteidigung zum Beispiel mag als nicht „gut“ bezeichnet werden, doch die meisten Menschen und Gesellschaften sind sich einig darin, dass es nicht „schlecht“ ist. Also erfinden wir ein drittes Wort. Das sei, sagen wir mal, „notwendig“.

 

Das bedeutet, es ist erforderlich, damit wir das tun können, was wir tun wollen.

 

Aufgrund dieses Raisonnements heißen wir jeden Angriff eine „Verteidigung“. Auf diese Weise können wir ihn moralisch rechtfertigen.

 

Doch was wäre, wenn nichts in der Welt moralisch zu rechtfertigen gehörte? In diesem Zustand lebt Gott. Weil Gott nicht den Bedarf empfindet, etwas moralisch zu rechtfertigen (oder zu verdammen), kann Gott gänzlich akzeptierend sein. Wie freilich kann sich Gott an einem solchem Ort aufhalten? Leicht. Da Gott Alles in Allem ist, kann Gott nichts verletzten, schädigen oder zerstören. Und, da nichts Gott verletzen, schädigen oder zerstören kann, hat Gott keinen Bedarf, es zu verurteilen.

 

Deswegen heißt die Erfahrung Gottes – eine Sache „ist“ einfach. Desgleichen verhält es sich in der Erfahrung der Göttlichkeit. (Die Autorin und Lehrerin Byron Katie stellt genau diesen Punkt in ihrem staunenserregenden Buch 'Lieben Was Ist' heraus. Auf ihr letztes Buch wird weiter unten verwiesen.)

 

Falls wir wahrhaft die Erfahrung machen wollen, was das Göttliche darstellt, werden wir damit anfangen wollen, unsere Verurteilungen über alles fallen zu lassen. Dies nun wird für uns schwierig sein, solange wir inmitten der Zehn Illusionen der Menschen leben. Der einzige Weg, unseren Beurteilungen zu entkommen, ist, unseren Illusionen zu entkommen.

 

'Gemeinschaft mit Gott' stellt uns den gesamten Prozess vor, mittels dessen wir dies bewerkstelligen können. Genau das macht es zu solch einem wirkkräftigen Buch.

 

Sobald wir, wie Gott es ist, völlig akzeptierend werden, bewegen wir uns zu der nächsten Ebene an Göttlichkeit – völlig segnend zu werden. Dort nimmt Gott allezeit seine Wohnung. Gott akzeptiert nicht bloß, was „ist“, in jedem einzelnen Augenblick, Gott segnet es.

 

Etwas zu segnen, meint, ihm deine beste Energie zu reichen. Deinen höchsten Gedanken. Deinen großartigsten Wunsch. Du sendest dann einer Sache gute Energie, wenn du sie segnest – und dies zu tun ist etwas Physisches, es ist nicht bloß konzeptuell oder philosophisch.

 

Die Lebensenergie kann hin und her bewegt, kann manipuliert werden, und mit unseren Gedanken tun wir das stets. Wir tun es auch mit unseren Worten und Taten. Gedanke, Wort und Tat sind die Drei Werkzeuge der Schöpfung (GmG Buch 1). Mit diesen Mitteln erschaffen wir, und miterschaffen wir zusammen mit Anderen, unsere individuelle und kollektive Erfahrung. Im Wortsinne, wir stellen die Welt um uns herum her.

 

Aus diesem Grund trifft 'Neue Offenbarungen' die Aussage, dass jedes Verhalten seinen Anfang in Glaubensüberzeugungen nimmt – und, dass wir die Glaubensüberzeugungen zu ändern haben, sofern wir die Welt wahrlich ändern wollen. Es ist interessant, niemand, der äußert, er möchte die Welt ändern – internationale politische Führer und weltweite religiöse Führer – spricht viel in diesen Bezügen. Politische Führer sprechen überhaupt nicht von Glaubensüberzeugungen, und religiöse Führer sprechen diesbezüglich von anderen Menschen, die ihre Glaubensüberzeugungen zu ändern hätten, doch sie bestehen darauf, dass sie selbst die richtigen Glaubensüberzeugungen innehielten. Dann verleugnen sie, dass genau das die Ursache ausmacht, weswegen die Welt ein solch gefährlicher Ort ist.

 

Die wahre Meisterin nun segnet all dies, sie verdammt es nicht. Und indem sie das tut, transformiert es die wahre Meisterin, denn die Auswirkung ihrer segnenden Energie verwandelt die Energie der Umstände selbst. Deswegen ist das Segnen, und nie das Verdammen, das größte spirituelle Geheimnis. Deswegen haben alle Meister, jeder auf seine Weise und in seinen eigenen Worten, geäußert: „Verurteile nicht, und verdamme auch nicht. Denn das, was du verurteilst, das verurteilt dich, und, das, was du verdammst, das verdammt dich, und, das, was du segnest, das segnet dich.“

 

 

Zuguterletzt – Gott ist immer völlig dankbar, denn Dankbarkeit ist die Erfahrung Gottes, Sich Selbst zu erkennen. Erkennen meint „re-kognizieren“, das heißt, „wieder kennen“. Sobald Gott Sich Selbst wieder kennt (was Gott in jedem goldenen Moment des Jetzt tut), wird Gott wieder einmal voller Freude – und der herrliche Zyklus des Lebens, der das Leben Selbst ist, fährt fort, wie es von Anfang an war, wie es jetzt ist und immer sein wird, eine Welt ohne Ende.

 

Dies sind die Fünf Haltungen Gottes, und sie sind die fünf Eigenschaften der menschlichen Seele. Wenn wir es diesen Eigenschaften einräumen, unseren Geist und unsere Herzen zu erfüllen, werden wir Gottgleich. Unser gesamtes Leben wandelt sich, wie es auch die Leben Derjenigen um uns herum tun. Denn das Leben um uns herum kann sich nicht anders helfen, als sich zu wandeln, während wir es mit der Gott-Sache auffüllen. Und Freude, Liebe, Akzeptanz, Segnen und Danken ist in der Tat Gott-Sache.

 

Das Wunderbare an diesen Fünf Haltungen der Gottgleichheit ist nicht bloß, dass die eine eine weitere hervorbringt, sondern, dass sie auch in umgekehrter Reihenfolge eingenommen werden können. Das meint, man kann mit der Dankbarkeit genauso leicht seinen Anfang nehmen wie mit der Freude. Auf die eine oder andere Weise – sobald das Gefühl gänzlich zum Ausdruck gebracht ist, fällt der erste Dominostein, und der ganze Rest folgt nach.

 

Ich habe versucht, diese Fünf Haltungen Gottes auf mein Alltagsleben zu legen. Für mich ist es dann und wann leichter, mit Dankbarkeit anzufangen. Hin und wieder beim Aufwachen oder während des Tages, wenn mir sehr unwillkommene Nachrichten oder ein solcher Augenblick unterkommen, ist es schwer für mich, „in die Freude reinzugelangen“. Es scheint, ich komme da einfach nicht hin, egal, wie sehr ich es versuche. Doch die Dankbarkeit ist bei mir zu einem wirklichen Schlüssel geraten. Ich kann mich in die Dankbarkeit hinein bewegen, auch in Augenblicken und Begebnissen, die ich im besonderen nicht willkommen heiße, da ich weiß, dass alle Dinge mich zu meinem höchsten Guten geleiten.

 

Nichts, was mir in meinem Leben widerfährt, geschieht ohne einen guten Zweck. Alles ist vollkommen, und, sobald ich „die Vollkommenheit sehe“ (wozu GmG mich einlädt), sehe ich die Hand Gottes, und ich weiß, es existiert ein höherer Beweggrund, und alle Dinge sind gut, alles bringt mich zu meinem höchsten Ausdruck von Wer Ich Wirklich Bin.

 

Denke darüber, wie ein Wissenschaftler sich in seinem Laboratorium verhält. In diesem Laboratorium geschieht nichts, das kein Erfolg ist, das keinen guten Ausgang darstellt. Auch sogenannte schlechte Ausgänge sind gute Ausgänge, insofern, als sie den Wissenschaftler näher an die Wahrheit und an das erstrebte Ergebnis heranführen.

 

Wir alle sind Himmlische Wissenschaftler, die in dem Labor namens Leben etwas vom Herrlichsten erschaffen. Wir erschaffen unser Selbst. Und es gibt keinen Weg, wie wir dabei falsch vorgehen können. Desgleichen gibt es keinen Weg, dass wir nicht letztlich dort anlangen werden, wohin wir wollen – was heißt, zurück zu der völligen Vereinung mit Allem Was Ist. Das meint, zurück nachhause zu Gott.

 

 

Wenn wir dies wissen, wenn wir dies tief glauben und es voll und ganz willkommen heißen, finden wir die Anmut, durch unser Leben – und durch jeden Augenblick unseres Lebens – in Freude, Liebe, Akzeptanz, Segnen und Dankbarkeit zu gehen, Und wenn wir dies tun, ändern wir unser Leben und ändern wir das Leben Jener, deren Leben wir berühren. Und vermittels dessen verändern wir wahrlich die Welt.

 

Ich möchte euch ein brandneues Buch ans Herz legen, das ihr meines Erachtens mögen werdet, sofern ihr in den obigen Ausführungen funktionstüchtige Einsichten erkennt. Es ist Byron Katie's neues Buch 'A Thousand Names of Joy'.

 

Darin spricht die wunderbare Lady, die das geschaffen hat, was sie The Work nennt, über genau das, was ich oben dargelegt habe. Sie spricht davon, zu stolpern und auf den Boden zu fallen, und es exakt als „vollkommen“ anzusehen. Sie spricht von einem Mann, der ihr eine Waffe vor den Bauch drückt und sagt: „Ich bringe dich um“, und der das als vollkommen sieht (sie schaute dem Mann direkt in die Augen und sagte: „Dankeschön dafür, dass du das Beste getan hast, was du konntest.“ Er starrte sie eine lange Sekunde lang an, und ging dann einfach fort). Sie spricht über eine Krebsdiagnose und sieht sie als „vollkommen“.

 

Byron allerdings wird es nicht einmal „vollkommen“ nennen. Da die bloße Idee von „vollkommen“ meint, dass es etwas gibt, was UNvollkommen ist. Und beide, „vollkommen“ und „unvollkommen“, sind nichts anderes als Ausgedachtes unserer Imagination, sind Schöpfungen unseres Geistes, Ideen, die wir auf Dinge werfen, die uns dazu veranlassen, Glücklichsein und Freude oder Traurigkeit und Aufgebrachtsein zu erfahren. Byron nennt das Hinfallen auf den Boden, den Mann mit der Waffe, die Krebsdiagnose einfach „was ist“. Es ist was geschieht, es ist was sich ereignet, es ist Realität, und es macht keinen Sinn, so legt es Byron Katie dar, mit dem, was sich ereignet, in einen Streit einzutreten, weil es sich ereignet, und weil es das ist, was Sache ist.

 

Werner Erhard, der Schöpfer von 'est', pflegte dies in seiner eigenen einzigartigen Weise auszudrücken. „Offensichtlich“, sagte er, indem er auf etwas zeigte oder auf etwas Bezug nahm, „ist dies Was So Ist. Nicht so offensichtlich ist es auch Also Was?“

 

[Siehe hierzu auch ergänzend die Einträge einiger Messenger's Circle-Leser, hier auf der Webseite unter "Ausgewählte Erwiderungen auf N.s Tagebuch-Einträge" - 12.3.07]

 


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Zusammenschau der GmG Kernkonzepte 2 07.pdf120.93 KB