Frage
1: Wann beginnt Leben, wann
inkarniert sich die Seele? Während der Empfängnis, oder im
Schoß oder beim ersten Atemzug?
Gemäß
meinem Gewahrsein beginnt das Leben mit dem ersten Herzschlag.
Weswegen beginnt dann das Herz zu schlagen? Was bringt es dazu, dies
während der Entwicklung des Fötus zu einem bestimmten und
präzisen Augenblick zu tun? Gespräche mit Gott
spricht davon, dass es der unvermittelte, belebende Ein-Fluss oder
„Stups“ der vermehrten Lebensenergie ist, etwas, was das Vereinen
der Seele mit dem Körper anzeigt, was den Herzmuskel zum
„Anspringen“ führt. An dem Punkt übernimmt die neu
angekommene Seele von den elterlichen Entitäten den Prozess der
persönlichen Erschaffung im Leben des Individuums. Was vor
diesem Augenblick liegt, war ein Geschehen, das völlig
biologisch vor sich ging, ein Zusammenmischen der physischen
Elemente der Mutter und des Vaters. Nun wird es zugleich zu einem
metaphysischen Prozess, in dem der Geist wie auch der Körper
befasst ist. Die Progression lautet: 1. physischer Körper. 2.
Sodann Körper-plus-Seele. Dann 3. -
Körper-plus-Seele-plus-Geist. Alle drei Schöpfungswerkzeuge
sind dann sozusagen „im Spiel“, und eine weitere Individuierung
der Singularen Entität beginnt ihre Manifestation.
Frage
2: Wie sieht die Seele aus?
Die Seele
ist reine Energie, in lokalisierter und individuierter Form, und sie
hat keine einzelne Erscheinungsform; vielmehr „schaut sie so aus“,
als was Sie Sich Selbst in jedem bestimmten Moment (und sie mag sich
in mehr als einer Weise manifestieren) manifestiert. Ein „Moment“
ist in Wirklichkeit eine Örtlichkeit. Er ist ein bestimmter Ort
im Raum/Zeit-Kontinuum, der den Einzigen Moment des Jetzt genau
aufzeigt und ihn somit differenziert. Derweilen die Seele sich durch
das Kontinuum bewegt, verändert sie ihre Erscheinlichkeit in der
Physikalität und gestaltetet sie um. Sie wird das vermittels
ihrer Verkörperlichung (was wir ihr „Leben“ nennen) tun. Die
Seele schaut niemals bei irgend zwei Momenten (oder Örtlichkeiten)
im Raum/Zeit-Kontinuum gleich aus. Sie ist anhaltend sich ändernd.
Ja, alles wandelt sich anhaltend, von einer Nanosekunde zur nächsten.
In
derselben Weise, wie zwei Schneeflocken nicht die gleichen sind, wie
indes jede ihre aufwendige und elegante Erscheinung aufweist, so auch
sind hinsichtlich der Erscheinlichkeit der Seele keine zwei Momente
gleich. In jedem Moment hat die Seele ihre aufwendige und elegante
Erscheinung, und im Verlaufe der gesamten Reise der Seele existiert
keine Doppelung.
Frage
3: Wie bleibe ich in jeder
Lebenslage nahe bei der Quelle, bei meiner ursprünglichen Natur,
bei meiner Essenz?
Du kannst
nicht anders, als in alltäglichen Lebenslagen nahe bei der
Quelle, bei deiner Ursprünglichen Natur und bei deiner Essenz zu
bleiben, du kannst bloß denken, du seiest es nicht. Sofern du
denkst, du seiest es, wirst du die Erfahrung machen, dass du es bist.
Deine vorgestellte Erfahrung freilich hat mit der Letztlichen
Wirklichkeit nichts zu tun.
In der
Letztlichen Wirklichkeit BIST du die Quelle, BIST du deine
Ursprüngliche Natur, BIST du deine Essenz. Du kannst nicht von
Wer Du Bist „fort“. Zu fragen, wie du „nahe der Quelle bleiben“
kannst, ist wie zu fragen, wie du nahe bei deinem Selbst bleiben
kannst.
Dein Geist
und deine Gedanken sind alles. Von dem Moment an, wo dein Geist damit
anfängt, seine Rolle in dem Prozess der Persönlichen
Schöpfung einzunehmen, werden deine Gedanken zum Schlüssel
deiner Erfahrung. Die Schöpfungswerkzeuge werden der
Individuierten Singularität eins nach dem anderen überreicht,
in der Reihenfolge: Körper, Seele, Geist.
Der erste
Teil des Prozesses der Individuierung ist körperlich. Dies
geschieht bei der Vereinung der grundlegenden Elemente der
Körperlichkeit vonseiten der beitragenden Eltern. Der zweite
Teil des Prozesses der Individuierung ist spirituell. Dies geschieht
beim Zusammenfügen des sich entwickelnden physischen Körpers
durch den Spirit oder die Seele, die die verlebendigende Energie der
Individuierung darstellt. Der dritte Teil des Prozesses der
Individuierung ist mental. Dies geschieht, sobald der Spirit das
Physische genügend animiert hat, um es ihm stattzugeben, selbst
zu erschaffen. Es ist dann mit genug spiritueller Energie
durchtränkt, Energie, die nun im Körper an dem Ort namens
Geist eingelagert ist, um vermittels des metaphysischen Prozesses der
Alchemie das Spirituelle in das Physische umzuwandeln (das erfolgt zu
dem Zeitpunkt, den man mitunter Das Alter der Vernunft nennt –
irgendwo um das siebte Lebensjahr). An dem Punkt werden Gedanken
Dinge.
Du vermagst
nahe an deinem Gewahrsein deiner selbst als Quelle, als Ursprüngliche
Natur und als Essenz zu verbleiben, indem du denkst, du bist die
Quelle, du bist die Ursprüngliche Natur und du bist die Essenz.
Denke nur an Gott (der die Singularität dessen ist, wovon du
eine Individuation bist), richte deinen Geist auf Göttliche
Dinge, erblicke Gott und Dich als Eins, und du wirst dein Bewusstsein
bis zu dem Punkt hin ausweiten, wo du ein Gewahrsein der Wahrheit
Deines Seiens innehaben wirst.
(Neale
fragen [auch in dt. auf unserer Webseite – ThB] steht täglich
im Messenger's Circle auf Neale's persönlicher Webseite:
www.nealedonaldwalsch.com
zur Verfügung. Jede Woche wählt Neale eine Frage unter den
dort eingestellten aus und veröffentlicht sie hier in diesem
Blog.)