GmG # 777

GmG Wöchentliches Bulletin # 777

 

24.11.2017

 

 

Was denkst du dazu?

 

SIND WISSENSCHAFT UND SPIRITUALITÄT SICH WECHSELSEITIG AUSSCHLIESSEND?

 

 

Eine Anmerkung von Neale 

 

 

Meine lieben Freunde,

 

Zu unseren regelmäßigsten Kommentarschreibern hier gehört derjenige, der kürzlich einen Eintrag veröffentlichte: „Ich habe soeben Neale’s Posting erneut gelesen, und ich muss staunen, wie es, nach und mit einer kleinen Bearbeitung, genau in ein wissenschaftliches Paradigma hineinpasst. Es ist dabei nicht die Rede von Seelen oder von Nachleben oder von Beeinflussung von Dingen, nicht die Rede von Gemüter-Auslesen, oder von den anderen typischen pseudowissenschaftlichen Flausen.“

 

Dieser Gentlemen, namens Patrick Gannon, fährt dann fort:

 

Ein wenig an ihm umgestellt, vermag dieser Artikel als eine Analogie für die Quanten-Welle, für die Quantenfelder, für das, woraus unser Universum zusammengesetzt ist, herzuhalten. Energie, welche dabei ist, auf – andere Energie – einzuwirken, dies können Quantenfelder sein, die miteinander in Verkehr treten. Möglicherweise ist es ein Wunschdenken meinerseits, aber ist dies nicht ein kleiner Schritt weit weg von den pseudowissenschaftlichen Flausen?“

 

Ich möchte gerne hier an der Stelle zu diesem Kommentar einige Überlegungen wiedergeben.

 

Lasst mich den Anfang machen damit, indem ich sage, dass es keine Überraschung darstellen sollte, dass mein Verständnis von Gott „ohne Weiteres in ein wissenschaftliches Paradigma hineinpassen wird“, mit demjenigen, was Patrick „eine kleine Bearbeitung“ nennt – und was ich gerne „eine kleine Phantasie“ und „ein klein wenig Angaben und Informationen“ nennen möchte.

 

Ich habe nicht einen Moment lang daran gedacht, dass Wissenschaft und Spiritualität sich wechselseitig ausschließen, oder dass sie irgendwie zueinander in Widerspruch stehen.

 

Was GmG für mich getan hat, ist, zu meinem Denken „eine kleine Information“ hinzuzufügen, welche ich davor nicht gehabt habe … und der Dialog beschränkt seine Angaben nicht darauf, was die Menschheit bereits vollständig begriffen hat, sondern er lädt mich dazu ein, meine Einbildungskraft zu strecken, um die Möglichkeit mit einzuschließen, dass es da etwas über Gott und über das Leben geben kann, welches die Menschheit noch nicht in aller Gänze begriffen hat … das, wenn es verstanden worden wäre, alles ändern könnte.

 

Ich meine, der Unterschied zwischen dem, was GmG mir über Gott zu verstehen gibt, und dem, was die Wissenschaft uns über das Universum sagt, ist der, dass GmG (und, in weiteren Bezügen, die Neue Spiritualität) die Aussage trifft, dass der Prozess des Lebens bewusst durch eine Kraft geschaffen worden ist (und weiterhin dabei ist, geschaffen zu werden), durch eine Quelle an Weisheit, an Selbst-Gewahren und zweckvoller Absicht, welche ich, in meinem eigenen Wortschatz, in einem einzigen Wort, dem der Liebe, beschrieben sehen möchte.

 

Ich bin zu der Folgerung gelangt, dass die Energie, die ich als Liebe spüre, die Wesentliche Essenz ist, oder die Reine, Undifferenzierte Energie, welche einige Menschen (mich eingeschlossen, stenographierterweise) Gott nennen. Ich glaube, dass diese Wesentliche Essenz oder Reine Energie mit Zweck und Vorhaben in Bewegung gesetzt ist – Zweck und Vorhaben eines jeden Elements, welches einer bewussten Wahl fähig ist … und dass der zusammengesetzte und gemeinschaftlich durchgeführte Zweck und der dementsprechende Vorsatz Des Ganzen der ist, was wir Gott In Aktion nennen könnten.

 

Ich glaube, diese Reine Energie existiert in, als und durch alles – und, noch mehr als das, dass sie durch sich selbst bewegt und gehandhabt werden kann. Das meint, durch Facetten oder Partikel von sich selber. Ich habe über lange Zeit (dabei das wiedergebend, was mir in GmG zu verstehen gegeben worden war) vorgebracht, dass Energie auf Energie einwirkt durch die Prozesse der Energie selbst. Das meint - solches werden wohl Andere so zur Kenntnis nehmen - Quantenphysik auf ihrer fundamentalsten Ebene.

 

Ich habe über 20 Jahre hinweg über das „kontextuelle Feld“ geredet … und die Physik hat über viele Jahre über das „Quantenfeld“ geredet.

 

GmG hat mir vor zwei Jahrzehnten erklärt, dass „es im Universum keine gerade Linie gibt“, und die Quantentheorie behauptet, dass die Grund-„Gestalt“ des Kosmos gekrümmt ist.

 

GmG hat mir vor zwei Jahrzehnten erklärt, dass Zeit, so wie wir sie begreifen, nicht existiert, und die Quantenphysik stellt es klar heraus, dass es keine Unterscheidung zwischen dem, was wir Zeit und Raum nennen, gibt, und dass wir im Grunde genommen in dem leben, was ein Laie (oder ein spiritueller Autor) den Ewigen Moment des Jetzt nennen könnte.

 

Ich meine, letztendlich, dass es eine Ironie wäre, sofern der einzige wirkliche Unterschied zwischen Mr. Gannon und mir, was unsere umfassenderen kosmologischen Verständnisse angeht, die Terminologie ist, die wir gebrauchen, anhand derer wir eine gute Anzahl der genau gleichen Dinge beschreiben. Was er als „pseudowissenschaftliche Flausen“ bezeichnet, ist das, was ich als das beschreibe, was wir „nicht vollauf über Gott und über das Leben verstehen, welches, sofern wir es verstünden, alles ändern würde.“

 

Mr. Gannon hinterlässt bei mir den Eindruck, dass er mit dem Empfinden einhergeht, dass dann, wenn etwas nicht wissenschaftlich belegt und veranschaulicht werden kann, jenes Besagte „pseudowissenschaftliche Flausen“ darstellt, und dass es eben nicht unserer Bedachtnahme wert ist.

 

Mir steht vielmehr der Gesichtspunkt von Leuten wie etwa von Albert Einstein nahe, welcher Ideen schlicht nicht deshalb des Platzes verwiesen hatte, weil sie (noch) nicht bewiesen werden konnten, welcher demhingegen zum Ausdruck brachte: „Zu spüren, dass hinter allem, was erfahren werden kann, etwas da ist, welches unser Verstand nicht zu erfassen vermag, dessen Schönheit und Hoheit uns bloß indirekt erreicht: dies ist Frömmigkeit. In diesem Sinne … bin ich ein tiefgläubiger religiöser Mensch.“

 

Ich möchte mich selber nicht als tiefgläubig religiös bezeichnen, aber ich möchte sagen, dass ich „ein zutiefst spiritueller Mensch“ bin. Darunter meine ich zu verstehen zu geben, dass ich glaube, dass eine spirituelle Basis da ist, eine Präsenz, eine Identität und eine Essenz hinter allem Leben, welche noch nicht durch die gegenwärtig beschränkten linearen wissenschaftlichen logischen Vorgehensweisen oder durch beweis-getriebene Leitbilder dargestellt werden können.

 

Oder, wie es Shakespeare weitaus sprachgewandter zum Ausdruck gebracht hat: „Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, Horatio, als in deiner Philosophie von ihnen geträumt werden kann.“

 

Es gibt einfach nicht Viele, welche davon, was in ihrem Herzen zu hören war, laut heraussprechen wollen. Menschen scheinen es für ungemein sicherer zu befinden, ihre tiefsten metaphysischen Verständnisse oder Glaubensüberzeugungen still für sich zu verbergen, dabei dem Verweis Shakespeares nachgebend, welchen er Hamlet in den Mund legte: „Schwöre bei meinem Schwert. Sprich niemals davon, was du gehört hast.“

 

Was demnach also Viele von uns inwendig in sich selber „hören“, das behalten wir bei uns.

 

Ich habe das – selbstverständlich – nicht getan. Und ich spüre eine stille innere Gewissheit, dass eine gute Anzahl der hauptsächlichen Botschaften von Gespräche mit Gott, welche - nicht mehr lange hin - eines Tages herausgestellt sein werden, dass sie gar nicht mal so sehr danebenliegen. Gleichwohl werden sie heute durch einige Menschen als Häresie bezeichnet. In den Augenblicken, wann mir solches unterkommt, finde ich Trost in der Beobachtung von George Bernard Shaw, welcher mit trockenem Humor anmerkte: „Alle großen Wahrheiten nehmen als Blasphemien ihren Anfang.“

 

Die wissenschaftliche Methode des Mr. Gannon mag die Existenz der spirituellen Essenz, welche ich „Gott“ nenne, abstreiten, Einstein allerdings bot uns Folgendes: „Jeder, der ernsthaft mit dem Verfolg von Wissenschaft befasst ist, wird zu der Überzeugung gelangen, dass in den Gesetzen des Universums ein Geist manifest ist – ein Geist, welcher demjenigen des Menschen ungemein weit überlegen ist.“

 

Okay. Ich bezeichne jenen als Gott. Sonstwer wird ihn vielleicht als Sonst Etwas bezeichnen. Aber eine Rose unter einem anderen Namen …

 

Ich bin mir in meinem Leben der Existenz dessen gewahr geworden, was ich als Absichtsvolle Essenz und als Fügsame, Nutzbare, Lenkbare Essenz bezeichnen möchte. Dies ist, was ich Gott heiße, und ich meine, dass Gott dafür in Gebrauch genommen werden kann (und dass er, in der Tat, Sich Selber so zur Verfügung stellt, dass er in Gebrauch genommen werden kann), um auf zahlreichen Gebieten unseres Lebens schlüssige und vorhersagbare Resultate zu zeitigen. Aber wir haben dies für wahr zu halten, um es in unserer Tag-für-Tag-Erfahrung an den Tag zu legen. Es stellt sich alsbald heraus, dass Glauben Sehen ist, und dass es auf diese Weise vor sich geht, wie Energie Einwirkungen auf sich selber nimmt.

 

Um auf Mr. Einstein zurückzukommen, so bin ich insbesondere davon angetan, was er in einer Rede bei dem Union Theological Seminary über die Beziehung zwischen Religion und Wissenschaft zum Ausdruck gebracht hat: „Die Lage kann vielleicht durch ein Bild ausgedrückt werden: Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.“

 

Ich fühle mich bei dem Wort „Religion“ nicht im selben Maße behaglich wie bei dem Wort „Spiritualität“, da ich die meisten „Religionen“ erlebe, wie sie sich als Ansammlungen von Doktrinen und Dogmas ausweisen, welche durch die Anhänger der Religion voll und ganz und fraglos akzeptiert zu werden hätten. Gespräche mit Gott gibt, andererseits, all seinen Lesern zu verstehen: Glaube kein Wort davon. Probiere es einfach in deinem eigenen Leben. Sofern es einen Nachhall findet und funktioniert, nimm es in Gebrauch. Falls nicht, wirf es unverzüglich hinaus. In diesem, und in allen anderen Dingen, sei deine eigene Autorität.

 

Mr. Gannon beteuert gerne, GmG sei eine Religion, indes - nicht einmal eine Religion in der Welt trifft die obige Aussage. Noch auch geben uns die einen oder anderen zeitgenössischen Autoren und Lehrer aus den Reihen der heutigen Religionen zu verstehen: „Ich könnte bei alledem verkehrt liegen.“ Es wäre erfrischend, wenn sie dies täten. Es wäre erfrischend, wenn sie schlicht und einfach sagten: „Hier das, was wir glauben. Entscheidet für euch selber, was für euch wahr ist. Und wisst, dass ihr weder verdammt noch durch uns zurückgewiesen werdet (und ganz bestimmt nicht durch Gott), solltet ihr euch jene Glaubensansichten nicht zueigen machen.“

 

Viele unter den Kundgaben der Gespräche mit Gott sind für einen Großteil der Menschen schwer zu glauben. Und (um es noch einmal zu sagen), die Menschen sollten sie nicht glauben, sofern sie es nicht können. Freilich bloß zur nochmaligen Durchsicht – um zu sehen, ob welche darunter sind, welche du dir zueigen machen kannst – hier nun eine Liste derer, was ich Elf Unglaubliche Glaubensüberzeugungen aus Gespräche mit Gott heiße:

 

1. Es gibt eine Essenzielle Essenz im Universum, welche einige Menschen Gott nennen.

 

2. Diese Essenz ist Reine, Undifferenzierte Energie, welche sich Ihrer Selbst gewahr ist und welche sich in unterschiedlichen physischen und metaphysischen Formen differenziert.

 

3. Der Zweck ihrer Differenzierungen ist der, die Essenzielle Essenz mit der ganzen und vollständigen Erfahrung von Sich Selber zu versehen.

 

4. Du bist eine Individuation dieser Essenziellen Essenz, eine spirituelle Entität, welche aus drei Teilen besteht, in der menschlichen Sprache Leib, Geist und Seele genannt. Es gibt keine Trennung zwischen dir und dieser Essenz, welche durch einige als Gott bezeichnet worden ist. Alle Dinge sind Ein Ding. Es gibt alleinig Ein Ding, und alle Dinge sind Teil dieses Einen Dings, was ist, im Begriff und dabei, sich in Individuierendem Ausdruck zu erheben und zu existieren. Du bist zu Gott dem gleich, wie eine Welle dem Ozean gleich ist: Auf keiner Weise gleich groß wie er, indes in keiner Weise anders als er, und in keiner Weise von ihm abgesondert. Es gibt so etwas wie ein Separates Ding nicht, und es gibt so etwas wie Kein Ding nicht. Was man als „leeren Raum“ bezeichnet, ist ganz und gar nicht „leer“, es ist vielmehr eine Ansammlung von Energiepartikeln und Wellen, deren Fluktuationen und Vibrationen allzu winzig sind, als dass sie durch den menschlichen Geist unterscheidbar oder merkbar wären, welche indessen anhand von Instrumenten ermittelt werden können.

 

5. Das, was einige Menschen als Gott bezeichnen, will und braucht, erfordert und fordert nichts von dir ein. Ewige Strafe existiert nicht, ewiges Leben hingegen doch. Die Seele von dir war immerzu, ist jetzt, und wird immer sein. Ihre ewige Existenz ist nicht auf die Annahme einer Reihe von „Regeln“ oder „Regulierungen“, von „Erfordernissen“ oder „Gemahnungen“ angewiesen. Was man als das Königreich Gottes bezeichnet hat, ist kein Verdienstadel. Es ist schlicht ein Feld von Erfahrung, ein Feld von zum Ausdruck gebrachter Energie, ein Kontextuelles Feld, welches die endlose Erfahrung Ihrer Selbst mittels der Essenziellen Essenz mit Gelegenheiten versieht. Dieses Feld legt sich in dem zutage, was man als metaphysische und physische Form bezeichnet hat – oder was, in etlichen Glaubenssystemen der Menschheit, als Himmel und Erde etikettiert worden ist.

 

6. Der Zweck des Lebens ist der, dich selber aufs Neue in einem jeden Goldenen Moment des Jetzt in der nächst erhabensten Version der großartigsten Vision, die du jemals über Wer Du Bist inne gehalten hast, wiederzuerschaffen.

 

7. In den gängigsten Wendungen unter den Menschen zum Ausdruck gebracht – dein Leben handelt nicht von dir. Dies meint, es geht nicht um das Lokale Du, vielmehr um das Universelle Du. Es geht um jeden, dessen Leben du berührst, und um die Art und Weise, in welcher du es berührst. Eben just dadurch erschaffst du dich selber aufs Neue in der nächst erhabensten Version der großartigsten Vision, welche du jemals über Wer Du Bist innegehalten hast, wieder, und gibst dabei dem Lokalen Du statt, dich selber als Universelles Du zu erleben.

 

8. So etwas wie „richtig“ und „falsch“ gibt es nicht, und jede derartige Zuordnung oder Bestimmung ist ein menschliches Produkt, den fundamentalen Wandlungen über Perioden dessen hinweg, was man „Zeit“ nennt, unterworfen (und durch sie belegt).

 

9. Die Zeit selber existiert nicht in der Weise, wie sie die Menschen bestimmt haben, nicht mehr, denn dass Raum existiert, wie die Menschen Raum bestimmt haben, gleichwohl existieren beide als eine Einzigartige Realität, welche man als Raumzeit bezeichnen könnte, im Begriff und dabei, eine Ewige Erfahrung von Immer Hier/Immer Jetzt bereitzustellen.

 

10. Vergeben ist das größte Hindernis für spirituelles Wachstum, weil ein jeder Akt ein Akt von Liebe ist, und aus diesem Grunde nachvollziehbar, womöglich gar so, dass über ihn stillschweigend hinweggesehen wird. Nachvollziehen- und Verstehen-Können ist nicht stillschweigend billigen. Kein einziger tut irgendetwas Unangemessenes, in Anbetracht seines Modells der Welt.

 

11. 98 % der Menschen auf der Welt verbringen 98 % ihrer Zeit mit Dingen, die nicht von Belang sind. Das meint, die meisten Menschen wissen nicht, was sie hier soeben tun, wer sie wirklich sind, oder was der Zweck des Lebens durch das Universum hindurch ist. Die meisten Menschen sind sich nicht einmal gewiss, dass das Leben einen Zweck hat – welches das größte und zutiefst mit gegensinnigen Auswirkungen versehene Fehlverständnis unserer Spezies ist.

 

Erfreut euch an der Erörterung.

 

In Liebe,

 

Neale.

 

Ein „P.S.“ an unsere Leser des Wöchentlichen Bulletins … sofern du dich nicht regelmäßig bei CWGConnect einloggst, und sofern du es für nützlich hältst, mit dem GmG-Material in engem Kontakt zu bleiben, wirst du es unter Umständen großartig finden, mit den Gespräche mit Gott-Botschaften auf diese Weise tief verbunden zu bleiben. Gehe einfach zu www.nealedonaldwalsch.com und klicke auf CWGConnect. Es ist ein unfassbar gutes Hilfsmittel, und bietet Einem jeden Tag, sieben Tage die Woche, etwas Neues aus GmG.

 

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Über die Jahre sind das Wöchentliche Bulletin und seine Artikel, wie sie Neale Donald Walsch niedergeschrieben hat, in den E-Mail-Postfächern tausender Leser rund um die Welt zu einem Favoriten geraten. Wir freuen uns, zusätzlich zu den neuesten Artikeln von Neale, an dieser Stelle gelegentlich eine Auswahl aus den besten seiner zurückliegenden schriftlichen Äußerungen für diese vorliegende Veröffentlichung zu präsentieren. Wir sähen es ungerne, wenn sich die vielen Leute diesen oder jenen Beitrag davon entgehen ließen, Bemerkungen, die uns den Weg weisen, wie GmG in unserem täglichen Leben anzuwenden ist. Handelt es sich nun um eine neue Vorlage oder um einen Zugabe-Abdruck – wir vertrauen darauf, dass ihr von diesen Niederschriften aus der Feder des Mannes, der uns Gespräche mit Gott überbrachte, trefflichen Nutzen erlangt.

 

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… Briefe an Neale ...

 

Es ist schwer, die christliche Angst los zu lassen 

 

Leserfrage:

Lieber Neale … Zunächst möchte ich dir sagen, dass ich deine Bücher liebe, es ist das erste Leitbild des Göttlichen, welches mir einleuchtet. Ich wurde als Christ groß, und finde die Auffassung, Gott sei ein eifersüchtiger, grimmiger, beurteilender Gott, der Erlösung vorschreibt mittels seltsamer, unverständlicher Formalitäten, ziemlich widerwärtig. Meine Frage bezieht sich auf Jesus und auf Dinge, die er äußerte.

 

In deinen Büchern behauptest du, er sei ein voll selbstverwirklichter Mensch gewesen. Ich glaube daran entschieden mehr als an das christliche 'Sohn Gottes – exklusive Brücke zum Himmel'-Leitbild. Aber etliche Dinge, die er sagte, machen mich nach wie vor konfus. „Wer mich vor Anderen bekennt, den werde ich vor meinem Vater im Himmel bekennen. Wer aber auch immer mich vor Anderen ableugnet, den werde ich vor meinem Vater im Himmel ableugnen.“ Matth. 10, 32.

 

In diesem Kapitel gibt er auch seinen Jüngern an, Dämonen auszutreiben. Deswegen frage ich mich - bist du der Meinung, er habe das wirklich gesagt? Falls – was meinte er damit? Die Dinge sehen danach aus, hier wird deutlich impliziert, dass er über Erlösung das letztliche Sagen hat, und dass er an Dämonen glaubt … etwas, was meiner Auffassung nach ein voll selbstverwirklichter Mensch, deinem Vorbild des Göttlichen gemäß, nicht glauben oder sagen wird. Wie also trägst du dieser Diskrepanz Rechnung?

 

So sehr ich deine Bücher liebe und es mir wünsche, sie wären wahr – es ist schwer, die christliche Furcht, Jesus als den Sohn Gottes abzulehnen, los zu lassen, jene Angst, die mir von frühen Jahren an eingeflößt wurde. Tue weiterhin die gute Arbeit.

 

Dan

 

 

 NEALE ANTWORTET

Lieber Dan: Ich frage mich, welcher Teil der Bibel deinem Glauben nach die Wahrheit darstellt. Gehst du davon aus, es sei das fünfte Buch Mose, wo davon die Rede ist, dass eine Frau, sofern ein Mann eine Frau heiratet und in Erfahrung bringt, dass sie keine Jungfrau mehr ist, und, sofern ihre Familie nicht den Nachweis erbringen kann, dass sie vor der Heirat eine Jungfrau war, „vor die Tore des Hauses ihres Vaters gebracht werden soll, dort sollen sie die Männer ihrer Stadt zu Tode steinigen.“ 

 

Nun könntest du sagen: „Warte mal. Dies soll Gottes Gesetz sein?“ Und die Antwort, so wie sie in der christlichen Heiligen Schrift zu finden ist, lautet: Ja. Die Bibel sagt auch: Sei eine ehebrecherische Beziehung anzutreffen, so seien beide, Mann und Frau, vor die Stadttore zu schaffen und ebenso zu Tode zu steinigen. 

 

Und Gott ist auch über andere Dinge des realen Lebens besorgt. Über die Kleidung zum Beispiel. Eine Frau „darf keine Männerkleidung tragen ... denn der Herr dein Gott verachtet eine jede Frau, die das tut“, sagt die Bibel. Und auch: „Trage keine wollenen Kleider zusammen mit linnenen Kleidern.“ 

 

Sodann, es sind auch in Gottes Haus der Anbetung nur bestimmte Menschen willkommen. Falls du nun einmal ein außereheliches Kind bist, kannst du da nicht hingehen. Wusstest du das, Dan? Die Bibel stellt das sehr deutlich heraus. Sie besagt, kein illegitimes Kind, „auch nicht eines seiner Nachkommen, bis hinein ins zehnte Glied,“ darf in ein Haus des Herrn treten. 

 

Desgleichen, wusstest du das, Dan?: Ist ein bestimmter Körperteil eines Mannes bei einem Unfall oder als Kriegsfolge verletzt worden, dann zudem kann er sich nicht mit anderen Gottesdienstbesuchern in einem Haus des Herrn zusammentun. Die Bibel sagt: “Sofern die Hoden eines Mannes zerstört sind oder sein Penis abgeschnitten ist, darf er nicht mehr Teil der Versammlung des Herrn sein.” Ja, dies genau sind die Worte der Bibel. Schlage 5. Mose 23:1-2, New Living Translation auf. „Oh“, könntest du sagen, „eine jener modernenBibeln.“ Ja. Die King James Version drückt es so aus: “ Er, der in den Steinen verwundet ist, oder dessen eigenes Glied abgeschnitten wurde, soll keinen Eingang in die Versammlung des Herrn gewährt erhalten.” 

 

Und die Bibel hat interessante Neuigkeiten für Frauen, die zu jenen Selbstverteidigungskursen gehen, die dieser Tage angeboten werden. Sie können mit dem, was sie dort lernen, in ernsthafte Schwierigkeiten kommen. Die Bibel sagt: „Wenn zwei Männer miteinander kämpfen, und die Frau von einem von ihnen kommt dabei hinzu, um ihren Gatten vor ihrem Angreifer zu retten, und sie greift aus und erfasst ihn an seinen Geschlechtsteilen, dann sollt ihr ihre Hand abschlagen. Zeigt kein Bedauern für sie.“ 

 

Wenn ein Mann einen törichten und rebellischen Sohn hat, der nicht seinem Vater und seiner Mutter gehorcht, und der nicht auf sie hört, wenn sie ihn strafen, dann sollen sein Vater und seine Mutter ihn festhalten und zu den Älteren vor das Tor seiner Stadt bringen. Sie sollen zu den Älteren sagen: ‘Dieser unser Sohn ist töricht und rebellisch. Er gehorcht uns nicht. Er ist ein Verschwender und ein Trunkenbold.’ Dann sollen ihn alle Männer dieser seiner Stadt zu Tode steinigen. Ihr müsst das Böse unter euch läutern.” 

 

Ich denke, das reicht einmal, also gut …

 

Daher, Dan, entschuldige, wenn ich nicht voll und ganz überzeugt bin, dass das, was die Bibel enthält, wörtlich unsere Akzeptanz wert, oder, dass es zutreffend ist. Doch lasst uns nun unseren Blick auf Verse aus dem Neuen Testament kehren, auf das du dich beziehst …

 

So wie mit etlichen unter den oben aufgeführten Bibel-Passagen tue ich mich schwer, die folgende Passage wörtlich genommen zu glauben. Es ist nicht mein inneres Wissen, dass es einzig einen Pfad zur „Erlösung“ gibt – oder gar, dass „Erlösung“ vonnöten ist. Was haben wir getan, von dem wir erlöst gehören? Wie ernst sind die Sünden der meisten unter uns, sodass Gott uns wegen ihnen den Zugang zum Himmel verwehren möchte?

 

Im Falle dieser Bibel-Passage scheint es nicht einmal um einen Fall von Sünde oder Vergehen wider Gott zu gehen. Die Passage scheint vorzutragen, dass selbst die Rechtschaffenen --- sprich, jene, die nie irgendein Vergehen gegen Gott begingen, die reinen Geistes, die reinen Herzens sind --- selbst jene können nicht „in den Himmel gelangen“, es sei denn, sie „anerkennen“ oder „bekennen“ Christus. Dies bedeutet, dass all die fürwahr wundervollen, schenkenden, treu sorgenden, mitfühlenden, großherzigen und liebevollen Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten, etc. der Welt absolut keine Chance haben, zu Gott im Himmel zurückzukommen. Keine irgend geartete Chance. Wieso? Weil sie sich für den verkehrten Glauben entschieden!

 

Glaubst du an einen solchen Gott? Ist das dein lauteres, innigstes Wissen über Gott, Dan? Oder ist es möglich, dass die Bibel in dieser Passage, nicht anders als in vielen anderen, als eine Allegorie oder als eine Anspielung auf eine größere Wahrheit niedergeschrieben wurde?

 

Meinst du wirklich, dass Gott in Menschenform, sofern wir Jesus akzeptieren als jemand, der Gott in menschlicher Form gewesen ist, von derart ärmlichem Geiste und so nachtragend wäre, dass er zum Ausdruck brächte: „Falls du mich nicht als den Herrn und Meister verkündest, werde ich dich verraten! Ich werde dich niemals in den Himmel einlassen! Das wird dir beibringen, was es heißt, nicht an mich zu glauben. Junge, was wird dir das leid tun!“

 

Ist das die Art „Erlöser“, an den du glaubst? Nehmen wir einmal das folgende an - dass du nicht zu einem Glauben an Jesus kamst, das war ein schlichtes Versehen. Gehen wir einmal davon aus, du wuchst in einer Kultur auf, die sich dieser Lehre ganz einfach nicht überantwortete? Oder die womöglich nie etwas von ihr zu Ohren bekommen hat??? (Wie es bei vielen Kulturen ehedem Jahre über Jahre der Fall war.)

 

Was sagt Jesus zu ihnen? „Tut mir leid. Was für ein Jammer, meine Missionare gelangten nicht bis zu euch Wilden, bevor ihr verstarbt, aber, was nun, so sind nun einfach die Regeln. Da habt ihr es, und ich habe Gott mitzuteilen, euch zur Hölle zu schicken, da ihr mich niemals als euren Erlöser anerkanntet.“

 

Meinst du, so könnten die Dinge liegen, Dan?

 

Du schriebst … „So sehr ich deine Bücher liebe und es mir wünsche, sie wären wahr – es ist schwer, die christliche Furcht, Jesus als den Sohn Gottes abzulehnen, los zu lassen, jene Angst, die mir von frühen Jahren an eingeflößt wurde.“

 

Wow … Ist es klägliche Angst, was dich unablässig an Jesus „glauben“ lässt, Dan? Falls es Angst ist, ist dann dein „Glaube“ tatsächlich Glaube … oder ist er schier Einschüchterung? Wenn dir ein Mann eine Pistole an den Kopf drückt und sagt: „Schwöre mir, dass ich der Größte bin“, und du schwörst, dass er es ist, glaubst du das dann … oder sagst du das einfach, damit er aufhört, dich umzubringen? 

 

Du weißt darum, oder etwa nicht, Dan, dass Zeugenaussagen, die von der Polizei - unter Angst - erzwungen wurden, vor Gericht nicht anerkannt werden, ja?

 

Hmmmm …

 

 Neale

 

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ANMERKUNG: Wenn du gerne einen Brief an den Herausgeber dieses Bulletins schreiben möchtest, dann sende schlicht eine E-Mail an 

 

Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com

 

mit der Angabe in der Betreffzeile „Letter to the Editor“. - In dieser vorliegenden Rubrik ['Briefe an den Herausgeber'] zieht Neale gelegentlich Mitteilungen, herrührend aus anderen Quellen, heran.

 

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Kurzmitteilungen

 

[Es folgen Schilderungen und Ankündigungen …]

 

> für den jährlich stattfindenden JAHRESEND-Retreat

> für einen neuen Online-Kurs über „Richtig leben herausfinden“

> für das soeben neu erschienene Buch N.D. Walsch's ... „CwG vol. 4 – Awaken the Species

 

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Quelle: CwG Weekly Bulletin # 777 [24.11.2017] ~ Übersetzung: Theophil Balz [28.11.2017] 

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Das engl. Original steht unter 

http://cwg.org/index.php?b=777

 

 

Die 

~ übersetzten Bulletins der letzten Jahre (jeweils als PDF-Datei herunterzuladen), 

~ die kostenlosen E-books von ND Walsch, 

~ sein Internet-Tagebuch (Blog; selektiv), 

~ Möglichkeiten, in einem Wort-Register nachzuschlagen, und manches Andere, 

sind gesammelt erreichbar unter 

 

www.gmg-materialien.de

 

ND Walsch lädt uns ausdrücklich dazu herbei, an seinem Leben teilzuhaben - und uns gegenseitig an unserem Leben teilhaben zu lassen. 

 

»Geh mit mir, sage ich, und ich werde versuchen, dir beizustehen dabei, dich aufs Neue wiederzuerschaffen, auch dann, indes ich dich darum ersuche, mir dabei zur Seite zu stehen, das Gleiche zu tun. Lasst uns unsere Futurologie zusammen gemeinsam erschaffen« [GmG Wö. Bulletin #239].

 

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Weitere verwandte Webseiten sind: 

 

www.gespraechemitgott.org

www.humanitysteam.ch

www.humanitysteam.de

 

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IN EIGENER SACHE ..... 

 

Liebe Freunde, 

 

die Mutter-Organisation, die »CwG Foundation«, benötigt in regelmäßiger Weise einen Mittelzufluss. In einer Extra-Mail vom 1.4.06 habe ich mich an Euch gewandt und dort dargelegt, welche Vorschläge ich für unsere gemeinsame Situation, auch für diejenige der Übersetzer und anderer Mitwirkender in Dtld., unterbreite. 

 

Hier kurzgemacht .... wir erbitten mtl. 4 Euro für das Bulletin. Die Hälfte geht per Monat in die USA, die andere Hälfte verbleibt in Dtld. zu den in der E-Mail aufgeführten Zwecken. Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam auf einer Grundlage weitermachen könnten, die uns allen guttut und uns in ergänzender Verschiedenartigkeit füreinander wohlstellt. 

 

Liebe Grüße 

Theophil 

 

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Theophil Balz ~ Heidering 11 ~ D 49324 Melle ~ theophil [dot] balz [at] web [dot] de

 

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Ich habe ein Extra-Konto eingerichtet. [Da wir kein Verein sind, ist es nur möglich, das Konto auf einen Privat-Namen laufen zu lassen.] 

 

Theophil Balz ~ »TUFUNZANE« 

Kto. Nr.: 134023 

Kreissparkasse Melle 

BLZ 26552286 

Kennwort: »Bulletin« 

Für Überweisungen vom Ausland:

- SWIFT: NOLADE21MEL 

- IBAN-Nummer: DE73 2655 2286 0000 1340 23 

 

Notwendiges Kennwort auf dem Überweisungsformular: "BULLETIN" 

 

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Anmerkung: »Tufunzane« (kisuaheli) heißt: 

»Lasst uns zusammenkommen und uns gegenseitig anleiten und unterweisen.« 

 

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