GmG # 819

GmG Wöchentliches Bulletin # 819

 

14.9.2018

 

 

Jedermann wünscht sich zu sterben

 

 

Eine Anmerkung von Neale 

 

Meine lieben Freunde …

 

Kürzlich feierte der Vater einer Freundin seinen Tag des Weitergangs. Natürlich war das eine Zeit der Trauer um ihren Verlust, und wir alle spürten sie und taten unser Bestes, ihr unsere Liebe zu schicken. Indes brachte das Vorkommen wieder einmal das gesamte Thema des Todes in mein Bewusstsein, und ich wandte mich danach dem außerordentlichen Buch in der GmG-Reihe, NACHHAUSE ZU GOTT in einem Leben, das nie endet, zu. 

 

Dort wurde mir etwas gesagt, was ich davor noch nie gehört hatte … dass der Tod ein Mittel und Werkzeug darstellt. Ich möchte euch jetzt gerne teilhaben lassen, was jener Teil des Dialogs mit Gott zu mir her gebracht hat. Hier der Textauszug …

 

N.: Diese Auffassung, den Tod als ein Werkzeug einzusetzen, ist brandneu für mich. Ein Werkzeug ist etwas, was man zweckgerichtet gebraucht, so scheint es mir. Es ist etwas, was man gebrauchen möchte. Aber ich möchte nicht sterben. Niemand möchte sterben.

 

G.: Jeder möchte sterben.

 

N.: Jeder möchte sterben?

 

G.: Natürlich, anderenfalls würde er es nicht. Denkst du, Sterben sei etwas, was gegen deinen Willen vorgeht?

 

N.: Bestimmt scheint es für eine Menge Leute so zu sein. 

 

G.: Nichts geschieht gegen deinen Willen. So etwas ist unmöglich. Demnach …

 

Das Dritte Eingedenken: Du kannst gegen deinen Willen nicht sterben.

 

N.: Das ist so tröstend. Das ist so wunderbar heilsam für mich zu wissen. Wie allerdings kann ich mir das als meine Wahrheit zueigen machen, sofern es mein Erleben ist, dass eine ganze Menge Dinge passieren, von denen ich nicht möchte, dass sie passieren?

 

GNichts trägt sich zu, was du nicht möchtest, dass es sich zuträgt.

 

N.: Nichts.

 

G.: Nichts.

Du kannst dir VORSTELLEN, dass Dinge geschehen, die du nicht möchtest, dass sie dir geschehen, aber so ist es nicht, und just ebendas gibt dir statt, dich selbst als Opfer zu sehen.

 

Nichts hält dich in deiner Entwicklung mehr zurück als dieser einzelne Gedanke. Die Idee einer Opferrolle ist ein recht sicheres Anzeichen für eine beschränkte Wahrnehmung. Echtes Zum-Opfer-Werden kann nicht existieren.

 

N.: Es ist verflixt schwer, jemandem, dessen Tochter vergewaltigt, oder dessen ganzes Dorf in einem scheußlichen Akt „ethnischer Säuberung“ ausgelöscht wurde, zu sagen, dass niemand zu einem Opfer wurde.

 

G.: Es wäre nicht förderlich, so zu Leuten zu reden, während sie sich inmitten ihres Leides befinden. Sei in jenen Augenblicken schlicht in tiefem Mitempfinden, echter Fürsorge und heilsamer Liebe bei ihnen. Biete keine spirituellen Plattitüden oder intellektuelle Ausführungen an als Heilmittel für ihren Schmerz. Heile zunächst den Schmerz, danach heile den Gedanken, der den Schmerz verursachte.

 

Selbstverständlich stimmt es, dass es, in dem gewöhnlichen menschlichen Sinne, jene Menschen gibt, die „Opfer“ von entsetzlichen Geschehnissen und Vorkommnissen im Leben geworden sind. Indes kann diese Erfahrung des Opfer-Werdens bloß innerhalb des Kontextes des normalen – und mithin äußerst beschränkten – menschlichen Gewahrseins real sein. 

 

Sobald Ich sage, dass wirkliches Zum-Opfer-Fallen nicht existiere, spreche Ich von einer gänzlich anderen Gewahrseinsebene. Allerdings ist dies eine Ebene an Gewahrsein, die Menschen imstande sind zu erlangen, sobald ihr Schmerz einmal geheilt ist.

 

N.: Danke dir, lieber Gott, für eine solche Klarheit und Weisheit. Allerdings wird deine Äußerung, dass wirkliches Zum-Opfer-Fallen nicht existieren kann, das weiß ich, durch viele Menschen schwer anzunehmen sein, ob sie sich nun in emotionalem Schmerz befinden, oder nicht.

 

G.: Was Ich doch hier sage, ist nichts anderes, als was fast alle herkömmlichen Religionen über zahlreiche Jahrhunderte hinweg gesagt haben. „Voller Geheimnisse sind die Wege des Herrn“, haben sie verkündet. „Bringt Glauben an Gottes vollkommenen Plan auf.“

 

Später werden wir in dieser Konversation eine Gelegenheit haben, diese Idee eines vollkommenen Plans zu erkunden, und wir werden ebenfalls einen Blick darauf werfen, wie es darum steht, dass unterschiedliche Seelen aufeinander wirken, um die individuellen wie auch kollektiven Ausgänge des Lebens auf eine besondere und vollkommene Weise aus einem besonderen und vollkommenen Beweggrund heraus zu zeitigen. Tatsache ist, Ich werde DICH bitten, MIR ein Beispiel dafür zu geben.

 

N.: Das tust du?

 

G.: Ja. Und du wirst genau erkennen, worüber Ich dabei rede. Für den Augenblick indes - wisse still in deinem Herzen, dass alle Dinge in aller Vollkommenheit geschehen.

 

N.: Ich möchte mich bemühen. Ich möchte versuchen, diesen Gedanken zu behalten, und das in meinem Herzen aufzunehmen, so wie du mich darum gebeten hast.

 

 

 

In Liebe und mit Umarmen,

 

Neale

 

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P.S.: Fühlt euch frei, diese Ausgabe des Wöchentlichen Bulletins an alle Freunde weiterzuleiten. Womöglich ist es jenen danach, mehr darüber in Erfahrung zu bringen und sich zur Subskription zu melden – welche, wie euch ja bekannt ist, kostenfrei ist. Gebt ihnen also eine Chance, sich über diese wundervolle Publikation über GmG kundig zu machen, die jede Woche publiziert wird! Sendet sie an einen Freund, an eine Freundin!

 

Zur Subskription geht es hier …

 

http://cwg.org/index.php?page=email_signup

 

Über die Jahre sind das Wöchentliche Bulletin und seine Artikel, wie sie Neale Donald Walsch niedergeschrieben hat, in den E-Mail-Postfächern tausender Leser rund um die Welt zu einem Favoriten geraten. Wir freuen uns, zusätzlich zu den neuesten Artikeln von Neale, an dieser Stelle gelegentlich eine Auswahl aus den besten seiner zurückliegenden schriftlichen Äußerungen für diese vorliegende Veröffentlichung zu präsentieren. Wir sähen es ungerne, wenn sich die vielen Leute diesen oder jenen Beitrag davon entgehen ließen, Bemerkungen, die uns den Weg weisen, wie GmG in unserem täglichen Leben anzuwenden ist. Handelt es sich nun um eine neue Vorlage oder um einen Zugabe-Abdruck – wir vertrauen darauf, dass ihr von diesen Niederschriften aus der Feder des Mannes, der uns Gespräche mit Gott überbrachte, trefflichen Nutzen erlangt.

 

 

 

 

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Was ist die beste Weise, zu trauern?

 

 

 

… Briefe an Neale ... 

 

Lieber Neale:

Ich las deine Bücher, und sie waren mir in der Vergangenheit ein großer Trost, doch jetzt fühle ich mich untröstlich. Unerwartet starb mein Vater vor ein paar Monaten, und es scheint, ich kann es nicht ziehen lassen. Welches ist die beste Art zu trauern?

 

Meg C.

 

 

 

 

NEALE ANTWORTET

 

Meine liebe Meg,

 

Es gibt keine „richtige Art“ des Trauerns, außer authentisch und vollständig, wie immer das auch „aussieht“. Ich möchte dir sagen, du solltest dir stattgeben, in der Art zu trauern, die dich natürlicherweise überkommt … und lass dir nicht von irgendwem sagen, „darüber hinwegzukommen“ oder „voranzugehen“, bevor du dazu bereit bist. Lasse deinen Kummer ungekürzt sein. Stoppe den Prozess nicht in der „Mitte“, weil jemand anderer das Gefühl hat, du habest genug getrauert.

 

Ich möchte dir Mut zusprechen, ‚ZUHAUSE IN GOTT in einem Leben, das nie endet’ zu lesen, ein wunderbares GmG-Buch über die letzten Stadien des körperlichen Lebens und darüber, was geschieht, während die Seele ihr Leben nach dem Tod weiterhin bereist. Dieses Buch hat Tausenden in ihrem Trauergeschehen geholfen, und es brachte sie zu einem tieferen und reicheren Verständnis des gesamten Prozesses des Todes und was er bedeutet.

 

Ich weiß, es tut so sehr weh, deinen Vater in physischer Form nicht mehr bei dir zu haben. Der Verlust eines Elternteils ist immer unglaublich schmerzhaft, und der Schmerz geht tief. Gleichwohl, dieser Schmerz ist ein gutes Zeichen, weil er deinen Vater und die Beziehung, die du zu ihm hattest, ehrt. Ich weiß, dass dein Vater weiterlebt, und dass er nun einen Frieden und eine Freude jenseits des menschlichen Fassungsvermögens erlebt. Er entwickelt sich überdies auf einer Seelenebene, er wächst und erweitert sich in seinem Gewahren all der Geheimnisse des Lebens. Er hat auch das Einssein mit Gott erfahren, wie wir es alle tun werden, wenn wir unsere physische Form aufgeben (obschon wir nicht zu warten brauchen, bis wir diese Form aufgeben, um dies zu erleben).

 

Gedenke nun all der wunderbaren Geschenke, die dir dein Vater gegeben hat. Sei voll der Freude beim Erinnern, und bewirke, dass die Geschenke deines Vaters durch dich an Andere weitergereicht werden. Und zögere nicht, deinen Vater um Hilfe, Einsicht und Rat anzugehen, auch jetzt, wo er nicht mehr körperlich bei dir ist. Ich möchte, dass du weißt, dass die Essenz von Wer Er Ist zu dir angeflogen kommt, wann immer du an ihn denkst, und dass er dir in deinen schwierigsten und herausforderndsten Augenblicken, so du ihn dazu einlädst, helfen und dich dabei leiten wird.

 

Fühlst du dich traurig oder erlebst du Verlustschmerz, so lasse es zu, diesen Schmerz voll und ganz zu erfahren. Eile nicht von ihm fort, sondern bewege dich in deinem Geist und deinem Herzen in ihn hinein. Wenn es dich zum Weinen bringt, so weine. Wenn es dich still macht und dich veranlasst, eine Weile alleine sein zu mögen, so mache das. Was immer dies zu dir herbringt, erfahre es einfach, versuche nicht, es wegzuschieben oder fortzustoßen. „Erlebe es“ schier „durch, bis du mit dem Erleben durch bist“. Der Tag wird kommen, wo das Schlimmste des Schmerzes vorüber ist, und wann dir deine Gedanken an deinen Vater wieder glückliche Empfindungen einbringen werden.

 

Sei willens, der Bewandtnis ihre Zeit einzuräumen; so viel Zeit, wie es braucht. Versuche nicht, dem zu enteilen. Und wisse, alles wird gut werden. Dein Vater ist bei dir, auch in diesen Tagen.

 

Ich sende dir Liebe,

 

Neale.

 

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ANMERKUNG: Wenn du gerne einen Brief an den Herausgeber dieses Bulletins schreiben möchtest, dann sende schlicht eine E-Mail an

 

Neale [at] NealeDonaldWalsch [dot] com

 

mit der Angabe in der Betreffzeile „Letter to the Editor“. - In dieser vorliegenden Rubrik ['Briefe an den Herausgeber'] zieht Neale gelegentlich Mitteilungen, herrührend aus anderen Quellen, heran.

 

 

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Kurzmitteilungen

 

[Es folgen Schilderungen und Ankündigungen …]

 

> für einen Drei-Tage-Retreat über „Home with God“, Ende September 2018

> für einen Online-Kurs über „Richtig-leben herausfinden“

> für das jüngst neu erschienene Buch N.D. Walsch's ... „CwGvol. 4 – Awaken the Species

 

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Quelle: CwG Weekly Bulletin # 819 [14.9.2018] ~ Übersetzung: Theophil Balz [14.9.2018]

 

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Das engl. Original steht unter

http://cwg.org/index.php?b=819

 

Die

~ übersetzten Bulletins der letzten Jahre (jeweils als PDF-Datei herunterzuladen),

~ die kostenlosen E-books von ND Walsch,

 

~ sein Internet-Tagebuch (Blog; selektiv),

~ täglich sog. 'Heavenletters', tägliche Liebesbriefe Gottes an uns Menschliche Seinswesen auf der Erde (niedergeschrieben durch Frau Gloria Wendroff, Iowa, USA)

~ Möglichkeiten, eigene Beiträge und Kommentare zu schreiben,

~ Möglichkeiten, in einem Wort-Register nachzuschlagen, und manches Andere,

sind gesammelt erreichbar unter

 

www.gmg-materialien.de

 

ND Walsch lädt uns ausdrücklich dazu herbei, an seinem Leben teilzuhaben - und uns gegenseitig an unserem Leben teilhaben zu lassen.

 

»Gehe mit mir, sage ich, und ich werde versuchen, dir zu helfen, dich aufs Neue wiederzuerschaffen, auch dann, indes ich dich darum ersuche, mir dabei zur Seite zu stehen, das Gleiche zu tun. Lasst uns unsere Futurologie zusammen gemeinsam erschaffen« [GmG Wö. Bulletin #239].

 

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Weitere verwandte Webseiten sind:

 

~www.gespraechemitgott.org

~www.humanitysteam.de

 

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IN EIGENER SACHE .....

 

Liebe Freunde,

 

die Mutter-Organisation, die »CwG Foundation«, benötigt in regelmäßiger Weise einen Mittelzufluss. In einer Extra-Mail vom 1.4.06 habe ich mich an Euch gewandt und dort dargelegt, welche Vorschläge ich für unsere gemeinsame Situation, auch für diejenige der Übersetzer und anderer Mitwirkender in Dtld., unterbreite.

 

Hier kurzgemacht .... wir erbitten mtl. 4 Euro für das Bulletin. Die Hälfte geht per Monat in die USA, die andere Hälfte verbleibt in Dtld. zu den in der E-Mail aufgeführten Zwecken. Wir würden uns freuen, wenn wir gemeinsam auf einer Grundlage weitermachen könnten, die uns allen guttut und uns in ergänzender Verschiedenartigkeit füreinander wohlstellt.

 

Liebe Grüße

Theophil

 

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Theophil Balz ~ Heidering 11 ~ D 49324 Melle ~ theophil [dot] balz [at] web [dot] de

 

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Ich habe ein Extra-Konto eingerichtet. [Da wir kein Verein sind, ist es nur möglich, das Konto auf einen Privat-Namen laufen zu lassen.]

 

Theophil Balz ~ »TUFUNZANE«

Kto. Nr.: 134023

Kreissparkasse Melle

BLZ 26552286

Kennwort: »Bulletin«

Für Überweisungen vom Ausland:

- SWIFT: NOLADE21MEL

- IBAN-Nummer: DE73 2655 2286 0000 1340 23

 

Notwendiges Kennwort auf dem Überweisungsformular: "BULLETIN"

 

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Anmerkung: »Tufunzane« (kisuaheli) heißt: 

 

»Lasst uns zusammenkommen und uns gegenseitig anleiten und unterweisen.«

 

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